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Frühes Mittelalter in Südtirol: eine anthropologische, paläopathologische und isotopenanalytische Studie menschlicher Überreste aus dem 5.-12. Jh.n.Chr.

Seit dem Römischen Reich stellten die Alpen eine wichtige, natürliche Verteidigungslinie dar (Limes). Ab dem Anfang des 6. Jahrhunderts bis zu dem Reich Karl des Großen, wurde diese Region von verschiedenen Völkerwanderungen gekennzeichnet. Franken und Alemannen sind aus dem Nord-Westen (Vinschgau) eingewandert, während Langobarden (568 n. Chr.) von Süden (Herzogtum von Trient), die Bajuwaren von Norden (Inntal und Eisacktal) und die Slawen aus dem Osten (Pustertal) eingetroffen sind. Daher hatte Südtirol eine Schlüsselrolle als wichtiger und strategischer Begenungspunkt  zwischen Italien und dem nördlichen Teil der Alpen inne. Aufgrund der wenigen historischen überlieferungen und archäologischen Befunden, ist es bislang unklar, in welcher Weise und in welchem Umfang die germanischen (barbarischen) Stämme mit der lokalen römischen Bevölkerung interagiert haben. Darüber hinaus muss noch überprüft werden, inwieweit die beobachteten kulturellen Veränderungen in der Region Südtirols auf eine Vermischung der verschiedenen Population zurückzuführen ist, oder ob es sich eher um einen Verdrängungs-Prozess gehandelt haben könnte. Gerade deswegen verkörpert das Untersuchungsgebiet einen idealen Ausgangspunkt für eine interdisziplinäre Studie, die einen intensiven Dialog der verschiedenen Wissensgebiete Archäologie, Anthropologie, Paläopathologie, Molekularbiologie und Geochemie (Isotopen-Analysen) benötigt.

2014 wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege der Autonomen Provinz Bozen und dem Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern (Schweiz) ein PhD Projekt für die wissenschaftliche Untersuchung von ca. 150 Skeletten von 9 verschiedenen archäologischen Fundorten in Südtirol (5.-12. Jh.n.Chr.) initiiert. Die Analyse der menschlichen Knochen beinhaltet eine detaillierte anthropologische, paläopathologische, molekularbiologische und stabile Isotopen Analyse (Kohlenstoff, Stickstoff und Strontium), die in dieser systematischen Form zum ersten Mal an diesem Material durchgeführt wird. Im Vordergrund stehen in diesem Projekt das morphologische und paläopathologische Profil (Geschlechts-, Altersbestimmung, anthropometrische und Aktivitätsmarker) der ausgewählten menschlichen Skelette zu erstellen und durch Isotopenanalysen Rückschlüsse auf ihre Mobilität und Ernährung zu ziehen.


PROJEKT LAUFZEIT: 07.01.2014 - 31.12.2019

PROJECT MANAGER/VICE PROJECT MANAGER: Paladin Alice/Zink Albert

TEAM: Coia Valentina

PROJEKTPARTNER:

  • Autonome Provinz Bozen, Amt für Bodendenkmäler
  • Regierungspräsidium Stuttgart, Landesamt für Denkmalpflege Arbeitsstelle Konstanz, Osteologie
  • Universität Bern, Department of Physical Anthropology, Institute of Forensic Medicine


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