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Biostatistische Monitorings zu Covid-19 in Südtirol

​​​​​​​​​Das Institut für Alpine Notfallmedizin arbeitet seit Jahren mit dem Biostatistiker Markus Falk zusammen. Im Zuge der Corona-Pandemie greift das Forschungszentrum Eurac Research auf seine Expertise zurück und hat den Biostatistiker damit beauftragt, einige Studien zur Ausbreitung von Covid-19 in Südtirol durchzuführen.​

Auf dieser Seite befinden sich frei zugänglich alle Studienreports, die von Markus Falk im Rahmen dieses Auftrags erarbeitet worden sind.

Kontakt für weitere Informationen: Markus Falk, cov@e-science.eu



​Covid-19 an den Schulen in Südtirol

Die Zahlen der Neuinfektionen an Südtiroler Schulen – bislang an deutschsprachigen Schulen; italienisch- und ladinischsprachige Schulen sollen noch in das Monitoring mit einfließen – werden seit Schulbeginn im September 2020 von Eurac Research fortlaufend beobachtet. Ziel des Monitorings ist es, das Infektionsgeschehen zu überwachen und einen übermäßigen Anstieg der Fälle rasch und zuverlässig zu erkennen.

  • 1. Report vom 14. Oktober 2020
    Eine erste Zwischenbilanz zeigt, dass sich die Neuinfektionen an den Schulen gemäß der Erwartungen entwickeln; sie bestätigen zu diesem Zeitpunkt die vorhergesagten Zahlen. Oberschulen sind stärker betroffen als Grundschulen und Kindergärten, was ebenfalls von den Experten vorhergesagt worden ist. „Wir lassen den Schulämtern und Schuldirektionen wöchentlich unseren Zwischenbericht zukommen und werden weiterhin die Situation für sie beobachten", erklärt der Biostatistiker Markus Falk, der das Monitoring als Projektmitarbeiter von Eurac Research durchführt.​
    Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu
    Download des Reports [14​.10.2020] (pdf)
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  • 2. Report vom 4. November 2020
    Im Vergleich zur vorherigen Woche verdoppelte sich die Rate bei den Kindern und Schülern (Kindergarten bis Oberschule) insgesamt von 9 auf 19 pro 10.000. Beim Personal stieg sie von 52 auf 76 pro 10.000. Einzig bei den Kindern im Kindergarten gab es eine Abnahme zur Vorwoche. Verglichen mit den Kindergartenkindern und Schülern war das Personal etwa 4 mal so häufig betroffen.
    Besonders auffällig ist die Zunahme bei den Mittel- und Oberschülern.
    Sämtliche Inzidenzarten, also die Anzahl der positiv Getesteten pro Woche auf 10.000, stiegen an und betragen nun bei den Kindern des Kindergartens und der Grundschule 8, bei den Mittel- und Oberschülern 25, dem Personal in Kindergarten und Grundschule 70 und jenem der Mittel- und Oberschule 60 auf jeweils 10.000 Personen.
    Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu
    Download des Reports [04.11.2020] (pdf)​​

  • 3. Report vom 20. November 2020
    Eine Clusterbildung innerhalb der Kindergärten und Schulen kann nach wie vor nicht festgestellt werden. Es ist somit nach wie vor davon auszugehen, dass die in Kindergarten und Schule aufgetretenen Positivfälle hauptsächlich von außen eingetragen werden.
    Die Raten des Personals folgten jener der Bevölkerung, wobei aber Auffälligkeiten für das Personal im Kindergarten und der Grundschule bestehen. Da das Personal an Kindergärten und Schulen stärker unter Beobachtung steht, wäre es möglich, dass dieses vermehrt getestet wurde und deshalb leicht über der Bevölkerungsrate liegt.
    Die Massentests vom 20.-22. November  werden das Infektionsgeschehen deutlich verändern, sodass mit weniger Fällen in den Kindergärten und Schulen zu rechnen ist.
    Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu
    Download des Reports [20.11.2020] (pdf)​​


  • 4. Report vom 7. Dezember 2020 (zu Kalenderwoche 48)

    Durch die Massentestung Ende November wurden einige Fälle bei Kindergarten- und Schulkindern entdeckt. Das führte dazu, dass die Raten Anfang Dezember merklich anstiegen. Beim Personal hingegen ist ein gegenläufiger Trend feststellbar. Da das Kindergarten- und Schulpersonal, verglichen mit der Normalbevölkerung, „besser" beobachtetet wird, war durch den Massentest keine Zunahme der Fälle zu verzeichnen.
    Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu
    Download des Reports [07.12.2020] (pdf)

  • 5. Report vom 7. Dezember 2020 (zu Kalenderwoche 49)
    Während die Infektionsraten in der 48.Kalenderwoche – nach den Massentestung – signifikant angestiegen waren, kam es in der Woche danach zu einem signifikanten Abfall der Zahlen. Beim Personal in Kindergärten und Schulen reduzierten sich die Raten bereits in Kalenderwoche 48 und sanken in der Woche danach weiter signifikant ab.
    Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu
    Download des Reports [07.12.2020] (pdf)

  • 6. Report vom 27. Januar 2021 (zu Kalenderwoche 3)
    Ab diesem Zeitpunkt nehmen auch die italienisch- und ladinischsprachigen Einrichtungen in Südtirol am Monitoring teil. Über die Weihnachtsferien hinweg ist das Infektionsgeschehen deutlich angestiegen. Dies zeigt sich bei den Kindern und Jugendlichen in den Schulen und Kindergärten wie beim Personal. 
    Die geringste Inzidenz weisen die italienischen Einrichtungen auf. Sie zeigen aber einen ähnlichen Anstieg von KW1 bis KW3 wie die deutschen und ladinischen Einrichtungen. Es wäre möglich, dass die geringeren Raten einer Untererfassung geschuldet sind und dies sollte weiter abgeklärt werden.
    Der Nutzen der Maskenpflicht in der Grundschule ist gegeben, wenngleich damit nur 8 von insgesamt 76 Erwarteten und somit knapp 11% der Ereignisse verhindert werden können. In der Mittel- und Oberschule wird hingegen fast ein Viertel der Fälle damit verhindert (61 von 232).
    Die Inzidenzen des Personals liegen über jener der Bevölkerung. Das Monitoring zeigt dies anhand einer Zufallsstichprobe nicht an. Daher ist die Erhöhung vermutlich auf die bessere Beobachtung in den Schulen zurückzuführen.
    Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu
    Download des Reports [27.01.2021] (pdf)


  • 7. Report vom 9. Februar 2021 (zu Kalenderwoche 5)

    Ende 2020 wurde ein Personal-Monitoring im Kindergarten- und Schulbereich ins Leben gerufen. Hierfür werden fortlaufend 900 zufällig ausgewählte Personen des pädagogischen und sonstigen Schul- und Kindergartenpersonals eingeladen, sich wöchentlich über einen Monat lang mittels Schnelltest testen zu lassen.
    Bisher wurden über das Monitoring 5.135 Tests am Personal vorgenommen mit 29 (0,56%) Positivtestungen. Die Ergebnisse des Monitorings zeigen eine bis auf die Kalenderwoche 4 gleichbleibende Inzidenz beim Personal. Der Anstieg in Kalenderwoche 4 beim Personal zeigt sich in Kalenderwoche 5 in der Bevölkerung, sodass das Kindergarten- und Schulpersonal möglicherweise ein Indikator für das Infektionsgeschehen in der Bevölkerung ist.
    Die italienischen Einrichtungen weisen ein signifikant geringeres Infektionsgeschehen auf. Jenes der ladinischen und deutschen Einrichtung scheint hingegen vergleichbar zu sein.
    Abseits des Monitorings zeigt sich der in der Bevölkerung feststellbare Anstieg nach Weihnachten auch in den Daten der Schulen und Kindergärten. Dieser stieg sowohl beim Personal als auch bei den Kindern und Jugendlichen bis in Kalenderwoche 5 kontinuierlich an und erreichte dort neue Spitzenwerte.
    Man muss davon ausgehen, dass das steigende Infektionsgeschehen an den Kindergärten und Schulen durch die steigenden Zahlen in der Bevölkerung einen regulären Betrieb immer schwieriger macht. So ist weiters davon auszugehen, dass bei mehreren infizierten Personen in der Bildungseinrichtung die Ansteckungswahrscheinlichkeit auch innerhalb der Kindergärten und Schulen steigt, sodass die bisher getroffenen Schutzmaßnahmen möglicherweise nicht mehr ausreichen. Eine Ansteckungsrichtung kann aus den Daten nicht ausgemacht werden. Es hat vielmehr den Anschein, dass im Falle einer betroffenen Einrichtung, dann meist das Personal wie auch die Schüler*innen gleichermaßen betroffen sind.​
    Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu
    Download des Reports [09.02.2021] (pdf)





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Analyse des Covid-19-Ausbruchs in Sexten und Szenarien bis Dezember 2020


Anfang Oktober 2020 ereignete sich in Sexten ein großer Covid-19 Ausbruch, dem bisher 126 Fälle zugeordnet werden konnten (Stichtag 21.10.20). Bereits früh wurde interveniert, um mittels Massentestungen die Infektionsketten rasch zu unterbrechen. Im Report, der vom Biostatistiker Markus Falk ausgearbeitet wurde, geht es um folgende Fragestellungen: Wie hätten sich die Fallzahlen entwickelt, hätte man das Infektionsgeschehen nicht unterbrochen? Mit wie vielen Fällen ist weiterhin zu rechnen?

Ergebnisse und Schlussfolgerungen:

Der Ausbruch in Sexten konnte nur erzeugt werden, wenn vor dem 24.09.2020 mindestens 14 Infizierte zirkulierten. Das große Ausbruchsgeschehen wurde laut Rekonstruktion durch anhaltend große bzw. häufige Gruppenbildungen befeuert. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn die Schutzmaßnahmen nicht eingehalten wurden, da ohne diese eine Reproduktionszahl (Rt) von 1,4 nicht realisierbar wäre.

Ab dem 19.10. wurde laut Prognosemodell ein Rt von unter 1 erreicht, sodass der Ausbruch nicht weiter anwachsen kann. Laut Schätzung ist aber noch genügend infektiöses Potential vorhanden, um bis Mitte November weitere Ausbrüche in Gang zu setzen, sollten Kontaktreduktion, die Verwendung der Maske, Abstand und Handhygiene nicht eingehalten werden.

Das Infektionsgeschehen in Sexten konnte durch den Einsatz von Massentestungen erfolgreich eingedämmt werden. Damit dies gelingen konnte, war ein rasches Eingreifen, wie auch die Mitarbeit und Teilnahme der Bevölkerung nötig.

Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu


Download des Reports (pdf)​​


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Massentests in Südtirol vom 20.-22. November 2020: Analysen vorab​

Der Biostatistiker Markus Falk hat im Auftrag von Eurac Research vor Beginn der Massentests in Südtirol analysiert, wie sie das Infektionsgeschehen beeinflussen können.

Laut Falks Analysen würde ein Fortbestehen der derzeit geltenden Maßnahmen dazu führen, dass die Reproduktionszahl auf 0,9 gedrückt werden kann – allerdings würde es auf diese Weise bis März 2021 dauern, bis die Anzahl der Neuinfizierten pro Tag auf ein annehmbares Maß sinken.

Mithilfe der Massentests würde es – bei einer Teilnahme von 50 Prozent – bis zum 15. Januar 2021 dazu kommen, dass die Zahlen deutlich sinken.

Bei einer Teilnahme von 70 Prozent würde die Reproduktionszahl direkt im Anschluss an die Massentests auf 0,5 sinken. Der Effekt wäre ähnlich wie der Effekt eines strikten Lockdowns.

Wichtig wäre laut Falk, dass sich als asymptomatische Positive identifizierte Personen noch für 10 Tage isolieren. Dann würde es bis zum 8. Dezember 2020 zu einer Situation mit rund 40 Neuinfizierten pro Tag kommen. Noch wichtiger ist jedoch der Appell an alle negativ Getesteten: „Ein negativer Test ist erst nach einer Woche bis zehn Tagen zuverlässig. Denn bei den Antigen-Schnelltests gibt eine gewisse Prozentzahl an falsch Negativen. Daher ist es wichtig für alle negativ Getesteten, bis zum 29. November noch erhöhte Vorsicht walten zu lassen", appelliert der Biostatistiker Markus Falk.

 

Die Analysen sind Teil einer Reihe von Studien zur Ausbreitung von Covid-19 in Südtirol, mit denen das Bozner Forschungszentrum den Biostatistiker Falk im Zuge der Pandemie beauftragt hat.

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Kontakt: Markus Falk, cov@e-science.eu

 

Download der Präsentation mit den Analysen vo​m 19.11.2020 (pdf)

Download der Online-Pressek​onferenz (19.11.2020)  

 














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