Institut für Mumien und den Iceman

Institut für Mumien und den Iceman Das EURAC-Institut für Mumien und den Iceman wurde 2007 als weltweit erstes Forschungszentrum gegründet, bei dem ausschließlich die wissenschaftliche Arbeit an Mumien im Mittelpunkt steht.

Seit seiner Gründung gehen von dem Institut neue Impulse aus für die Forschung in den Bereichen Anthropologie, Paläopathologie, Genetik und der Medizin aus. Ein weiterer Schwerpunkt der Institutsrecherche ist die Weiterentwicklung von Konservierungstechniken für Mumien.
Bei der Mumienanalyse stehen vor allem nicht- oder minimal invasive Untersuchungsmethoden wie radiologische bildgebende Verfahren, die Nanotechnologie oder molekularbiologische Ansätze wie die Erforschung antiker DNA im Mittelpunkt.
Im Bereich der Mumienkonservierung erarbeitet das Institut in Kooperation mit Universitäten und Museen auf der ganzen Welt neue Techniken zur Konservierung und Ausstellung von Mumien.
Die Gründung des Instituts für Mumien und den Iceman wurde generell willkommen geheißen, vor allem von denjenigen, die bereits direkt in die Forschung am Mann aus dem Eis involviert waren und nicht zuletzt deshalb, weil das Institut optimale Konservierungsbedingungen für die weltweit älteste bekannte Gletschermumie garantiert.
Als Wissenszentrum führt das EURAC-Institut für Mumien und den Iceman die Ergebnisse der Recherche seit der Entdeckung des Iceman zusammen und koordiniert Mumienforschungsprojekte an dem Mann aus dem Eis sowie an anderen Mumien.

Der Mann aus dem Eis, international bekannt als Iceman und nach seinem Fundort in den Ötztaler Alpen „Ötzi“ genannt, ist mit 5.300 Jahren die älteste bekannte Gletschermumie der Welt. Im Jahr 1991 gab ihn der Gletscher samt seiner Kleidung und Ausrüstung wieder frei. In den ersten sieben Jahren nach seiner Wiederentdeckung 1991 wurde der Mann aus dem Eis im Institut für Anatomie der Universität Innsbruck aufbewahrt und über das Institut für Alpine Vorzeit grundlegend untersucht. Nach seiner Überführung 1998 nach Bozen ist der Mann aus dem Eis in einer eigens für ihn konstruierten Kühlzelle im Südtiroler Archäologiemuseum zu besichtigen. Das Institut für Alpine Vorzeit löste sich zeitgleich auf und die Erforschung des Mannes aus dem Eis wurde fast vollständig an universitäre Einrichtungen außerhalb Südtirols vergeben.







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