Erhebung der Bedürfnisse der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Südtirol, vor allem in Bezug auf berufsqualifizierende Fachsprachenkenntnisse. Pilotuntersuchung zu zugewanderten Arbeitskräften - Angestellten/Arbeitern sowie Selbständigen - im Raum Bozen
Projektbeschreibung

Das Projekt sieht die Durchführung einer qualitativen Erhebung der (fach-)sprachlichen Bedürfnisse der eingewanderten Bevölkerung in Südtirol vor. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei die Immigranten im Raum Bozen, wobei im Wesentlichen zwei Zielgruppen betrachtet werden, zum einen Angestellte in lokalen Unternehmen, zum anderen Unternehmer. Daher wendet sich die Erhebung – unter besonderer Berücksichtigung der Frauen – sowohl an Personen, die eine Anstellung in einem heimischen Unternehmen gefunden haben, als auch an Personen, die selbst unternehmerisch tätig sind. Ergänzt werden die Daten, die über die Arbeitnehmenden eingeholt werden, durch Informationen von den Arbeitgebern, die somit aus ihrer Perspektive die sprachlichen Bedürfnisse der Immigranten im Südtiroler Arbeitsumfeld beschreiben. Diese Vorgehensweise erlaubt es, die (fach-)sprachlichen Bedürfnisse und Erfordernisse sowohl in Bezug auf die abhängige als auch auf die selbständige Arbeit herauszuarbeiten.

Die Ziele der Projektes sind vielfältig:
-  Erhebung der sprachlichen Bedürfnisse, insbesondere der fachsprachlichen (z.B. Rechts-, Verwaltungs-, Wirtschaftssprache), der zugewanderten Arbeitskräfte in Südtirol, unter besonderer Berücksichtigung von Angestellten in lokalen Unternehmen und von Unternehmern
-  Feststellung möglicher sprachlicher Bedürfnisse der eingewanderten Bevölkerung im beruflichen Kontext, um davon den Bedarf an weiteren, vertiefenden Erhebungen abzuleiten sowie konkrete Vorschläge für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen auszuarbeiten
-  Förderung und Verbesserung des Zugangs zum Arbeitsmarkt für die Immigranten und folglich der sozialen Integration unter Berücksichtigung des Prinzips der Chancengleichheit und der Geschlechtergleichstellung
-  Bereitstellung von Materialien und Informationen als Grundlage für die Entwicklung künftiger Strategien und Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen mit dem Ziel, die Stellung sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung der Zugewanderten im wirtschaftlichen und sozialen Kontext zu verbessern.

Das Projekt besteht aus mehreren, aufeinander aufbauenden Phasen: Analyse der aktuellen, einschlägigen Fachliteratur; Einholen von zusätzlichen Informationen durch Gespräche/Interviews mit Schlüsselfiguren; Ausarbeitung von Interviewleitfäden/Fragebögen und Durchführung von Interviews mit immigrierten Arbeitskräften (Arbeitnehmern und Selbständigen) sowie mit einheimischen Arbeitgebern; Auswertung und Verbreitung der Ergebnisse.

Dauer: 1 Jahr

Tätigkeiten

Schreibtischanalyse – Dokumentation
Interviews mit Schlüsselfiguren
Ausarbeitung der Interviewleitfäden/Fragebögen
Interviews mit den angestellten Immigranten, den Arbeitgebern und den selbständigen Immigranten
Auswertung der Ergebnisse und Verfassen des Abschlussberichts
Organisation und Durchführung des Abschlussseminars zur Verbreitung der Ergebnisse

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit den für die berufliche Weiterbindung zuständigen Abteilungen der Provinz Bozen durchgeführt (Abteilung 20. Deutsche und ladinische Berufsbildung; 21. Italienische Berufsbildung; 22. Land-, forst und hauswirtschaftliche Berufsbildung).

Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds kofinanziert.

 

Forschungsergebnisse



Last update: 20.4.2010 17:18
Erhebung der Bedürfnisse der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Südtirol, vor allem in Bezug auf berufsqualifizierende Fachsprachenkenntnisse. Pilotuntersuchung zu zugewanderten Arbeitskräften - Angestellten/Arbeitern sowie Selbständigen - im Raum Bozen
Beginndatum 06/2009
Enddatum 06/2011
Projektkontakte
Lorenzo Zanasi
Tel: +39 0471 055 126