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Wiesenmeisterschaft

​​

wiesenmeisterschaft-1.jpgWiesenmeisterschaft 2015 ist entschieden!

 

153 Bäuerinnen und Bauern haben an der zweiten Ausgabe der Südtiroler Wiesenmeisterschaften teilgenommen. Platz eins in der Kategorie „Weinberge“ belegte Martin Höller aus Terlan. In der Kategorie „Obstwiese“ siegte Marco Mittempergher aus Neumarkt. Die Kategorie „Einschnittwiesen“ führte Benno Franzelin aus Glen bei Montan an und in der Kategorie „Mehrschnittwiesen“ belegte Josef Alois Pixner aus St. Martin i. P. den ersten Platz. Die ersten zehn Platzierten aller vier Kategorien wurden heute in der EURAC prämiert und erhielten Gutscheine und Sachpreise im Gesamtwert von 5.000 Euro.

 

„Landwirtschaftliche Flächen so zu bewirtschaften, dass sie gutes Futter für das Vieh bzw. eine gute Obsternte liefern und zugleich möglichst vielen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum bieten, ist eine wichtige Leistung", erklärt Ulrike Tappeiner, Leiterin des EURAC-Instituts für Alpine Umwelt und Jury-Mitglied der Wiesenmeisterschaft. „Auch für den Schutz des Grundwassers und für den Tourismus hat die Erhaltung dieser Flächen Bedeutung. Dies alles soll mit der Wiesenmeisterschaft stärker ins Bewusstsein gerückt werden."

Bei der zweiten Auflage der Südtiroler Wiesenmeisterschaft konnten erstmals auch Betriebe mit Obstwiesen und Weinbergen teilnehmen. „Obwohl sie keine Wiesen im herkömmlichen Sinn sind, war es für uns Wissenschaftler äußerst interessant herauszufinden, wie es um die Artenvielfalt im Obst- und Weinbau in Südtirol bestellt ist", erklärt EURAC-Biologe Georg Niedrist, der die Wiesenmeisterschaft koordiniert hat. „Wie erwartet schneiden Obstwiesen aufgrund ihrer intensiven Bewirtschaftung in puncto Artenvielfalt nicht so gut ab. Allerdings ist es sehr positiv zu werten, dass vermehrt Apfelbauern bewusst auf Unkrautbekämpfungsmittel verzichten oder am Rand ihrer Anlagen eine Ausgleichsfläche mit alten Bäumen, Sträuchern und Hecken stehen lassen. Gerade in Zeiten heftiger Debatten über die Auswirkungen der Intensivlandwirtschaft zeigen uns diese positiven Beispiele, dass ein Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz möglich ist!".

Für die EURAC-Biologen stellt die Wiesenmeisterschaft auch eine Bestandsaufnahme dar: An den gesammelten Daten können sie erkennen, wo sich die artenreichsten Flächen befinden und wie sich die Artenvielfalt im Laufe der Zeit verändert. Im vergangenen Frühjahr und Sommer untersuchten sie die Flächen der 153 Teilnehmer, danach wertete eine Fachjury mit Vertretern aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Wissenschaft die Daten nach verschiedenen Kriterien aus. Dabei spielten Artenvielfalt, Ertrag, Futterqualität des Grünlandes, Unterstockpflege im Obst- und Weinbau sowie landschaftliche Aspekte eine Rolle.

„Mit der Wiesenmeisterschaft wollen wir das herausragende Engagement der Südtiroler Bäuerinnen und Bauern für die Erhaltung der Kulturlandschaft in der breiten Öffentlichkeit bekannter machen. Es soll aber auch gezeigt werden, dass nur eine standortangepasste Nutzung artenreiche Wiesen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere bewahren kann", so EURAC-Präsident Roland Psenner.

Im späten Frühjahr planen die EURAC-Wissenschaftler Exkursionen zu den Siegerwiesen, an denen alle Interessierten teilnehmen können.

Die Wiesenmeisterschaft wurde von der EURAC ausgerichtet. Weitere Partner waren die Landesabteilung Landwirtschaft, die Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, der Südtiroler Imkerbund, das Naturmuseum Südtirol, das land- und forstwirtschaftliche Versuchszentrum Laimburg, der Beratungsring BRING, die Universität Innsbruck, die Südtiroler Bauernjugend sowie der Südtiroler Dachverband für Natur- und Umweltschutz.

Kategorie Einschnittwiesen (u.a. Mager- und Feuchtwiesen, Trockenrasen)

1. Platz: Benno Franzelin aus Glen/Montan

2. Platz: Errico Mangutsch aus St. Kassian/Abtei

3. Platz: Anna Pattis Obkircher aus Tiers

4. Platz: Eduard Locher aus dem Sarntal

5. Platz: Adelheid Ursch aus Terlan

6. Platz: Josef Domanegg aus Flaas/Jenesien

7. Platz: Roberto Ploner aus Wengen

8. Platz: Josef Pitschl aus Aldein

9. Platz: Maria Salzburger Steiner aus Sterzing

10. Platz: Anton Saxl aus Trens/Freienfeld

 

Kategorie Zwei- und Mehrschnittwiesen (intensiv genutztes Grünland)

1. Platz: Josef Alois Pixner aus St. Martin i. P.

2. Platz: Brigitte Amort Schmidberger aus Ritzail/Freienfeld

3. Platz: Ernst Pinggera aus Stilfs

4. Platz: Josef Pixner aus Vernuer/St. Martin i. P.

5. Platz: Dolores Federer aus Völser Aicha/Völs am Schlern

6. Platz: Erich Mitterrutzner aus St.Andrä/Brixen

7. Platz: Josef Jennewein aus Vintl / Pfunders

8. Platz: Christian Vallazza aus Natz-Schabs

9. Platz: Isabella Gufler aus St. Martin i. P.

10. Platz: Aloisia Ruatti aus Naturns

 

Kategorie Weinberge

1. Platz: Martin Höller aus Terlan

2. Platz: Reinhard Maier aus Kurtatsch

3. Platz: Klaus Kapauer, Gutsverwalter des Deutschen Orden, Siebeneich

4. Platz: Andreas Berger aus Bozen

5. Platz: Markus Flarer aus Dorf Tirol

6. Platz: Josef Peterlin aus Kaltern

7. Platz: Paul Dissertori aus Kaltern

8 Platz: Anton Kieser aus Tramin

9. Platz: Günter Bologna aus Tramin

10. Platz: Michael Rettenbacher aus Schlanders

 

Kategorie Obstwiesen (Anbauflächen von Äpfeln, Marillen, Kirschen usw.)

1. Platz: Marco Mittempergher aus Neumarkt

2. Platz: Simon Ruatti aus Naturns

3. Platz: Thomas Hafner aus Terlan

4. Platz: Peter Pirhofer aus Algund

5. Platz: Christian Drescher aus Burgstall

6. Platz: Helmuth Alessandrini aus Bozen

7. Platz: Karlheinz Dalsant aus Kurtatsch

8. Platz: Eugen Tumler aus Göflan

9. Platz: Johann Tappeiner aus Latsch

10. Platz: Leonhard Wellenzohn aus Schlanders

  

Folgende Institutionen unterstützten die Wiesenmeisterschaft 2015:

Provinz_BZ.png Laimburg.png   Uni-Innsbruck_hohe_Auflösung.png bring_niedrige_Auflösung.png   Imkerbund_niedrige_Auflösung.jpgDachverband_niedrige_Auflösung.jpg

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Rückblick Wiesenmeisterschaft 2010

Zur Wiesenmeisterschaft 2010 wurden insgesamt 170 Wiesen angemeldet. Dieser Erfolg spiegelt damit das Interesse der Bauern und Bäuerinnen an diesem Wettbewerb wieder. Gleichzeitig zeigt die hohe Teilnehmerzahl aber auch, dass eine nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft und der damit verbundenen Biodiversität in der Bauernschaft einen hohen Stellenwert genießen.

Zwei Drittel der angemeldeten Flächen gehörten der Kategorie Intensiv-Wiesen an. Ein Drittel der Teilnehmer haben ihre Wiese für die Kategorie Extensivwiesen angemeldet. Die Anmeldungen waren über die gesamte Landesfläche verteilt. Die meisten Anmeldungen kommen mit mehr als 60 Wiesen aus dem Pustertal, dicht gefolgt vom Eisacktal mit über 40 Wiesen. Der Vinschgau und Bozen sind mit über 20 Wiesen vertreten, das Burggrafenamt mit 16. Eine angemeldete Wiese kam aus dem Unterland.

Die neunköpfige Expertenjury hatte es nicht leicht bei der Auswahl der schönsten Wiesen Südtirols. Fast jede der 170 eingereichten Flächen sei ein Beispiel vorbildlicher Bewirtschaftung und somit preiswürdig, so die Jury. Platz eins bis drei in der Kategorie „gedüngte Intensivwiesen" belegten Friedrich Prantl aus Naturns, Walter Moosmair aus St. Leonhard in Passeier und Martin Summerer aus Sexten. In der Kategorie „ungedüngte Extensivwiesen" siegte Rosina Aichner Spornberger aus Tiers. Ihr folgten Martin Frank aus Matsch und Carlo Comploi aus Wengen auf Platz zwei und drei. Die Preise wurden vom Sennereiverband Südtirol gestiftet.

Die Sieger wurden am 26. Januar 2011 in der EURAC in Bozen im Beisein der Landesräte Hans Berger und Michl Laimer ausgezeichnet. Beteiligt an der Organisation der ersten Wiesenmeisterschaft in Südtirol waren die EURAC-Institut für Alpine Umwelt zusammen mit der Südtiroler Bauernjugend, der Universität Innsbruck, dem Naturmuseum Südtirol, dem Sennereiverband, den Abteilungen Natur und Landschaft, Landwirtschaft und Forstwirtschaft und dem Heimatpflegeverband Südtirol.

 

Fotos der Gewinner der Wiesenmeisterschaft 2010, und der prämierten Wiese:

Aichner_mit_Preis.JPG Aichner_Wiese.JPG 

Foto: In der Kategorie Extensivwiesen gewann Rosina Aichner Spornberger aus Tiers (im Bild zusammen mit ihrem Mann) den ersten Platz.

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Foto: In der Kategorie Extensivwiesen gewann Martin Frank aus Matsch den zweiten Platz.

Comploi_mit_Preis.JPG Comploi_Wiese.JPG 

Foto: In der Kategorie Extensivwiesen gewann Carlo Comploi aus Wengen (vertreten durch seine Frau, im Bild) den dritten Platz

Prantl_mit_Preis.JPG Prantl_Wiese.JPG 

Foto: In der Kategorie Intensivwiesen gewann Friedrich Prantl aus Naturns (vertreten durch seine Frau, im Bild) den ersten Platz.

Moosmair.JPG Moosmair_Wiese.JPG 

Foto: In der Kategorie Intensivwiesen gewann Walter Moosmair aus St. Leonard i. P. den zweiten Platz.

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Foto: In der Kategorie Intensivwiesen gewann Martin Summerer aus Sexten den dritten Platz.

Euregio Umweltpreis 2010 für Wiesenmeisterschaft

    

Das EURAC-Institut für Alpine Umwelt erhielt mit dem Projekt „Wiesenmeisterschaft 2010" den Euregio Umweltpreis Tirol-Südtirol-Trentino 2010. Aus insgesamt 65 Bewerbungen aus Südtirol, dem Trentino und Tirol wurde die „Wiesenmeisterschaft" zum Gewinnerprojekt des Euregio-Wettbewerbs zum Thema Umwelt gekürt. Georg Niedrist konnte stellvertretend für das Institut den mit € 2.000 dotierten Preis in Trient in Empfang nehmen.

Beim Umweltpreis der EU-Region Tirol-Südtirol-Trentino geht es darum, Leistungen von Privatpersonen und Unternehmen zu würdigen, die in vorbildhafter Weise zum Schutz der Umwelt beitragen. Eingereicht werden konnten alle umweltrelevante Ideen oder Verbesserungsvorschläge, bereits durchgeführte oder geplante Maßnahmen, Initiativen, Veranstaltungen, Projekte, Produkte oder Dienstleistungen.

 P1150242.JPGUmweltpreis.png

Foto: (v.l.n.r.) Hannes Gschwenter (ehemaliger Tiroler Umweltlandesrat), Erich Tasser (Universität Innsbruck), Ulrike Tappeiner (Universität Innsbruck, EURAC), Georg Niedrist (EURAC), Michl Laimer (ehemaliger Südtiroler Umweltlandesrat) und Alberto Pacher (ehemaliger Umweltlandesrat der Provinz Trient).  

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