Bernstol/Lusèrn: Minderheiten und Tourismus
Projektziele

Das Projekt befasst sich mit Tourismus und Minderheiten im Fersental/Bernstol und in Lusern/Lusérn, zwei Sprachinseln des Trentino, und wird in Zusammenarbeit mit dem dem Institut für Minderheitenrecht und dem Institut für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit durchgeführt. Die finanziellen Mittel werden von der Region Trentino-Südtirol im Rahmen der Initiativen für den Schutz und die Förderung von Sprachminderheiten zur Verfügung gestellt.

Ziel des Projekts ist die Analyse des Tourismus als fördernder bzw. störender Faktor für die Entwicklung kleiner Sprachgruppen und -minderheiten. Das ist besonders ausschlaggebend bei numerisch begrenzten Sprachinseln in den Alpen, die in touristisch sehr attraktiven Gegenden siedeln und deren kulturelles Erbe erst seit Kurzem durch die regionale Gesetzgebung gezielt geschützt und gefördert wird.

Der Forschungsfrage "Inwiefern kann der Tourismus ein Vorteil für den Schutz und die Förderung des kulturellen Erbes kleiner autochtoner Minderheiten und Sprachgruppen darstellen?" wird in vier verschiedenen Projektphasen nachgegangen:

  1. qualitative Studie: ca. 12 Leitfadeninterwiews mit fachlich kompetenten Vertretern für beide Sprachinseln
  2. quantitative Studie: Fragebogenaktion mit den Touristen der Wintersaison 2009/10
  3. Öffentlichkeitsarbeit: 3 Workshops zu den Themen a) Minderheiten und Tourismus, b) kulturelles Erbe und c) Kommunikation im Tourismus
  4. Erstellung eines mehrjährigen nachhaltigen Entwicklungsplans (Veröffentlichung)

Das Projekt wird von der Region Trentino-Südtirol finanziert.


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