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Wie entstehen und funktionieren föderale Systeme?

29 Jungwissenschaftler aus aller Welt nehmen an der von Eurac Research und der Universität Innsbruck veranstalteten Winter School teil.

Weltweit ist das jährlich stattfindende Fortbildungsprogramm zu Föderalismus, Regionalismus und Governance eines der wenigen, das sich diesem Thema widmet. In der diesjährigen neunten Ausgabe geht es um die Entstehung und Entwicklung föderaler und regionaler Systeme. Gemeinsam mit Experten aus dem In- und Ausland setzen sich 29 Nachwuchsforscher aus 22 Ländern vom 5. bis zum 16. Februar mit verschiedenen Modellen und konkreten Fallbeispielen auseinander.

Was sind die Grundvoraussetzungen für föderale Systeme? Welche Faktoren entscheiden über Erfolg und Misserfolg? Wie sieht die Verfassung einer neu gegründeten Föderation aus? Was bewegt Staaten dazu, sich als föderales System zu organisieren? Gibt es politische, wirtschaftliche und rechtliche Motive? Wie gehen politische Systeme mit Regionen um, die Sonderautonomie genießen? Kann man die EU als föderales System bezeichnen? Diese und andere Fragen erörtern die Teilnehmer der diesjährigen Winter School, die wie immer eine Woche lang in Innsbruck und eine Woche lang in Bozen stattfindet. Das Programm besteht aus einem theoretischen Teil mit Vorlesungen internationaler Rechts- und Föderalismusexperten sowie aus praktischen Seminaren: Anhand von Fallstudien diskutieren die Teilnehmer Tendenzen und Entwicklungen in Afrika, Asien oder auch der EU. Im Vorlesungsblock in Bozen beschäftigen sie sich unter anderem auch mit dem Modell der Südtiroler Autonomie innerhalb des Regionalstaates Italien und statten dem Südtiroler Landtag einen Besuch ab.
Die 29 Teilnehmer, ausgewählt aus 136 Bewerbern, sind Studierende, Wissenschaftler und Praktiker aus den Disziplinen Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaften. Sie stammen aus 22 Ländern und fünf Kontinenten. Die Winter School wird von Eurac Research gemeinsam mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Innsbruck organisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs des Europarates, der Provinzen Bozen und Trient und des Landes Tirol.

Für weitere Informationen: Annika Kress, annika.kress@eurac.edu

12.02.2018

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