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Ausgezeichnete Integrationsforschung

Johanna Mitterhofer und Verena Wisthaler erhalten den Julius-Perathoner-Preis des Gemeindeverbands.

Der erstmals verliehene Preis würdigt eine langjährige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Migration und Integration: Vor welche Herausforderungen die Zuwanderung Südtirol stellt, wie bisher damit umgegangen wird und welche Möglichkeiten gerade die Gemeinden haben, das Zusammenleben in der neuen Vielfalt nachhaltig zu gestalten, untersuchten Mitterhofer und Wisthaler schon in verschiedenen Studien. Auf deren Erkenntnissen fußt die nun prämierte Arbeit „Südtiroler Gemeinden und Integration“. Die Autorinnen erörtern darin die Rahmenbedingungen kommunaler Integrationspolitik, zeigen Handlungsspielräume auf und wie sie schon genutzt werden, und analysieren, welche Faktoren eine nachhaltige Eingliederung der Neubürger begünstigen oder erschweren. Die umfassende empirische Untersuchung, die u. a. Erfahrungen bei der Aufnahme von Asylbewerbern auswertet und auch Vergleiche mit Tirol und dem Trentino einschließt, ergänzen die Forscherinnen durch konkrete Vorschläge, wie Gemeinden das Zusammenleben unterschiedlicher Sprachen, Religionen, Kulturen und Lebensweisen positiv gestalten können. Ihre Arbeit sehen die Wissenschaftlerinnen nämlich auch als Ermutigung: Die Südtiroler Gemeinden sollen sich zu selbstbewussten Akteuren im Politikfeld Integration entwickeln.
Begonnen hat diese Entwicklung bereits – dass der Gemeindeverband eine Forschungsarbeit zum Thema Integration auszeichne, bestätige dies, so Wisthaler. Die zentrale Rolle, die Gemeinden als Orte des täglichen Zusammenlebens bei der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Integration neuer Bürger spielen, wird auch von der Forschung längst anerkannt. Dabei zeichnen die Gemeinden sich durch einen pragmatischen Umgang mit den neuen Erfordernissen aus, so die Forscherinnen: Werde auf staatlicher Ebene häufig Symbolpolitik betrieben, handeln Gemeinde lösungsorientiert und setzen gezielt auf Netzwerke. „Statt identitäre Debatten zu führen, konzentriert man sich auf konkrete Probleme, zum Beispiel den Arbeitsmarkt“, erklärt Wisthaler.

Die Arbeit wurde vom Gemeindeverband publiziert und steht den Gemeinden und allen interessierten Akteuren zur Verfügung.

Für weitere Informationen: johanna.mitterhofer@eurac.edu

Foto: Manfred Furlan

14.05.2018

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