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Kooperation zwischen Grenzgemeinden stärken
Eine interdisziplinäre Forscherinnengruppe von Eurac Research hat untersucht, wie Grenzgemeinden in Zukunft noch effizienter zusammenarbeiten können und Empfehlungen veröffentlicht.
Grenzgemeinden innerhalb der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino arbeiten bereits seit Jahren erfolgreich zusammen. Die Bereiche sind dabei sehr unterschiedlich und reichen in den untersuchten Gemeindepaare Brenner und Gries am Brenner, Innichen und Sillian sowie Salurn und Mezzocorona von der Trinkwasserversorgung über den Hochwasserschutz bis hin zu Mobilität oder gemeinsame Feuerwehreinsätze.
Nun haben Forscherinnen von Eurac Research im Auftrag der Europaregion die bestehende Zusammenarbeit zwischen diesen drei Gemeindepaaren erstmals genauer unter die Lupe genommen und Bürgermeister, Gemeinderäte und -beamte dazu befragt. Wo liegen die Herausforderungen von Gemeinden, die an einer Grenze liegen? Wie wird die Grenze wahrgenommen und in welchen Bereichen besteht der Bedarf, noch enger grenzüberschreitend zu kooperieren? Und welche Rolle kann dabei die Europaregion einnehmen? „Besonders in den Bereichen Notfallmedizin, Zivilschutz, Umwelt und Mobilität ist es sehr wichtig grenzüberschreitend zusammenarbeiten“, sagt Alice Engl, Politikwissenschaftlerin von Eurac Research und Leiterin der Forschungsgruppe. „90 Prozent der befragten Gemeindevertreter nehmen die Grenze als Möglichkeit und nicht als Hindernis wahr, sie wünschen sich allerdings mehr Kontinuität auf politischer Ebene, wie beispielsweise Arbeitsgruppen mit Vertretern beider Grenzgemeinden oder gemeinsame Gemeinderatsitzungen in regelmäßigen Abständen. Eine der größten Herausforderungen seien die unterschiedlichen Rechtsordnungen bzw. Landesgesetze, die in den Grenzgemeinden zur Anwendung kommen, stellten die Forscherinnen fest. Um die Kooperationen zwischen den Gemeinden zu verstärken, schlagen die Forscherinnen unter anderem vor, in der Gemeindeverwaltung eine zuständige Person für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu ernennen und grenzüberschreitende Projekte zu dokumentieren. Ein gemeinsamer Veranstaltungskalender im Kultur-, Kunst- und Sportbereich sowie Grenzkooperationen im Bereich der Sprachförderung können zudem den Austausch zwischen der Bevölkerung fördern.
Auch die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino könne Maßnahmen umsetzen, um die Zusammenarbeit mit und zwischen den Grenzgemeinden zu fördern, meinen die Forscherinnen. Etwa regelmäßige Informationstreffen zwischen Vertretern der Gemeinde und der Europaregion oder Weiterbildungsveranstaltungen für die Grenzgemeinden zu spezifischen Projekten der Europaregion organisieren. „Als übergeordnete Institution ist die Europaregion Ansprechpartnerin für Grenzgemeinden und Impulsgeberin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf lokaler Ebene“, so Engl abschließend.

Die Publikation ist im Oktober 2019 erschienen und im Forschungszentrum Eurac Research kostenlos erhältlich.

Im Bild: Greta Klotz und Alice Engl übergeben die Publikation gemeinsam mit Christoph von Ach, Generaldirektor der Europaregion, Landeshauptmann Arno Kompatscher. Nicht im Bild die Mitautorinnen Ingrid Kofler und Elisabeth Alber.

31.10.2019

Für weitere Informationen: Greta Klotz, greta.klotz@eurac.edu

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