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Auf der Suche nach einer urbanen Identität für Bozen
Das Forschungsprojekt „MyBZ – Bozen in Bewegung“.


Wie soll sich die Stadt Bozen in den kommenden Jahren entwickeln? Ist es eine Stadt der Nachhaltigkeit oder eine Stadt der Kultur? Ist es eine Stadt, in der Menschen verschiedenster Herkunft aufeinander zugehen oder soll Bozen als Wirtschaftsstandort im Vordergrund stehen? Die urbane Identität ist das unverwechselbare Bild, mit dem sich eine Stadt sowohl jenen präsentiert, die in ihr leben, als auch jenen, die sie besuchen. Sie ist von materiellen Aspekten, wie Architektur, Landschaft und kulturellen Werken genauso beeinflusst, wie von weniger greifbaren, immateriellen Aspekten – etwa von der Geschichte, von Traditionen und Symbolen, aber auch von den Verbindungen zwischen Menschen, Vereinen, Organisationen und der Verwaltung. Viele dieser Aspekte verändern sich laufend. Identität ist immer in Bewegung.

„Je klarer das Profil einer Stadt ist, und je mehr Personen sich damit identifizieren und es mittragen, desto lebenswerter wird sie. Vor allem aber ist eine gemeinsame urbane Identität notwendig, um das Zugehörigkeitsgefühl der Einwohnerinnen und Einwohner zu stärken und eine gemeinsame Strategie für zukünftige Entwicklungen zu finden. Für die öffentliche Verwaltung kann sie eine wertvolle Ressource und Inspiration sein, wenn es darum geht, neue Entwicklungen im Stadtgebiet auf den Weg zu bringen“, betont Stephan Konder, Stadtrat für Wirtschaft und Konzessionen, Tourismus und Stadtmarketing. Daher hat die Stadtgemeinde Bozen Eurac Research damit beauftragt, eine urbane Identität für Bozen zu erarbeiten, die von so vielen Personen, wie möglich geteilt wird. Nicht nur die Boznerinnen und Bozner sollen ins Forschungsprojekt involviert werden, auch die Meinungen der Pendler und Gäste sind gefragt. 

Das Forschungsprojekt von Eurac Research

In den vergangenen Monaten haben Forscher des Center for Advanced Studies bereits bestehende Erhebungen und strategische Pläne zum Thema analysiert, um die Merkmale des wirtschaftlichen und sozialen Gefüges der Stadt zu identifizieren. Genauso wichtig sind aber auch die Meinungen jener, die in Bozen leben, arbeiten oder zu Gast sind. Bereits im Oktober haben drei Gruppeninterviews (Fokusgruppen) stattgefunden – nun sollen Bürger, Pendler sowie Gäste durch eine eigens entwickelte App in das Projekt mit einbezogen werden. 
Die Forscher möchten so viele Boznerinnen und Bozner wie möglich erreichen und laden dazu ein, die App MyBZ auf ihrem Smartphone zu installieren. Auch mit Gastbetrieben und Unternehmen arbeiten die Wissenschaftler zusammen, um auch Pendler und Gäste dazu zu animieren. Die App MyBZ ist kostenlos. Alle Daten werden in Übereinstimmung mit den geltenden Datenschutzbestimmungen gesammelt und anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf Personen möglich sind. 

In dieser Phase des Projektes soll sich herauskristallisieren, wie die Stadt Bozen wahrgenommen wird. Darüber soll schließlich mit allen Interessierten diskutiert werden. Zwischen Dezember und Jänner wird es daher fünf offene Treffen in je einem anderem Stadtviertel geben, an denen jeder Interessierte teilnehmen kann. Bei dreien davon wird es sich um Diskussionsrunden, sogenannte World Cafés handeln. Die kreative Gestaltung steht hingegen bei zwei Workshops im Vordergrund. Eines haben aber alle Treffen gemeinsam: Es geht um die Zukunft. Nicht nur die gemeinsame urbane Identität wird gesucht – Ziel der Treffen ist es auch, diese urbane Identität in einen Entwicklungsplan für die Stadt Bozen 2030 zu übersetzen. Im Herbst 2020 soll diese gemeinsame Vision vorgestellt werden. 

Für die Forscher ist dieses Projekt eine einmalige Gelegenheit, innovative Methoden in lokalem Kontext anzuwenden, die in anderen Disziplinen bereits erfolgreich sind. „Die App ist eine davon“, erklärt Anna Scuttari, Forscherin am Center for Advanced Studies von Eurac Research. „Dank der Sammlung standortbezogener Daten werden wir auf einer Karte zeigen können, wie die verschiedenen Zielgruppen (Einwohner, Pendler und Touristen) die Stadt erleben. Außerdem ist es eine neue Chance, aktiv an der Zukunft Bozens mitzuarbeiten. Dank der App können die Nutzerinnen und Nutzer sowohl in Worten als auch Bildern Input für die Forschung geben.“

„Die Meinungen und Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger sind Schlüsselelemente dieses Forschungsprojektes“, unterstreicht auch Harald Pechlaner, Leiter des Center for Advanced Studies von Eurac Research. „Wir zählen auf die Bereitschaft der Bozner, der Pendler und Gäste, sich am Projekt zu beteiligen und laden sie herzlich dazu ein, ihre Meinung zur Stadt Bozen und ihrer Zukunft mit uns zu teilen – entweder über die App MyBZ oder über die fünf Treffen. Um die Stadt dabei zu unterstützen, die gesammelten Eindrücke und Vorschläge so gut wie möglich in zukünftige Projekte einzubringen, stehen wir ihr in jedem Fall mit unserem Engagement zur Verfügung.“ 


Für alle, die sich am Projekt MyBZ beteiligen möchten:

App: Die App MyBZ ist auf Google Play und im App Store kostenlos erhältlich.


Offene Diskussionsrunden und Workshops

6.12.2019 | World Café I - Anne Frank Saal, Alte Mendelstraße 124
19.12.2019 | World Café II - Eurac Research (Conference Hall), Drususallee 1
10.01.2020 | World Café III - Guido Fronza Saal, Dalmatienstraße, Gebäude Cristallo, III Stock
24.01.2020 | Workshop I – noch zu vereinbaren
29.01.2020 | Workshop II - Bibliothek Firmian, Maria Montessori Platz 8

Jeweils von 17.30 bis 20 Uhr.

Online-Anmeldungen: https://opinio.eurac.edu/s?s=6497 

Alle Informationen zum Projekt finden Sie unter: http://bit.ly/mybz-de   

13.11.19

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