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Zusammenleben von Mensch und Wolf in den Alpen: neues EU-Projekt
Der Wolf ist in den vergangenen Jahren in die europäische Berglandschaft zurückgekehrt. 2012 ist das erste Rudel in den östlichen Zentralalpen dokumentiert worden, seither steigt die Anzahl der Wölfe im gesamten Alpenbogen kontinuierlich an. Diese Rückkehr hat große Auswirkungen auf das Leben und Arbeiten in den Bergen und ist Teil einer breiten Debatte zwischen den betroffenen Interessengruppen vor Ort und jenen, die die Gebiete verwalten und an die europäische Gesetzgebung gebunden sind. Der Schutz der Großwildtiere ist nämlich durch die europaweite Habitat-Richtlinie geregelt, die jedoch in jedem Land unterschiedlich ausgelegt wird. Dies macht Lösungen im Umgang mit dem Tier, das sich nicht an Staatsgrenzen hält, noch schwieriger.
 
Das Projekt WolfAlps.eu (2019-2024) – finanziert vom europäischen Life-Programm – ist das Nachfolgeprojekt von LIFE WolfAlps (2013-2018) und vereint 19 europäische Partner mit dem Ziel, die besten Beispiele für ein funktionierendes Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch zu verbreiten und in die Praxis umzusetzen. Die beteiligten Institutionen arbeiten an Schutzmaßnahmen, um Rissen vorzubeugen, an nachhaltigen ökotouristischen Initiativen und an gemeinsamen Leitlinien zum Umgang mit dem Wolf im gesamten Alpengebiet.
 
Ein wichtiger Schwerpunkt im Projekt ist die Sensibilisierung für ein positives Zusammenleben und für die bedeutende Rolle des Wolfes für die Biodiversität. Die Projektpartner arbeiten daran, das Wissen rund um den Wolf zu vergrößern und auch die Konflikte im Zusammenleben zur Sprache zu bringen, indem sie Daten zur Präsenz des Raubtieres in den Alpen veröffentlichen, sowie zu seinem Einfluss auf Wild- und Weidetiere.
Die Experten von Eurac Research werden eine Reihe von Indikatoren ausarbeiten, um zu bewerten, wie sich die Initiativen innerhalb des Projekts auf Gesellschaft und Wirtschaft auswirken – beispielsweise um zu sehen, inwiefern sich die Akzeptanz in den Pilotgebieten verändert. Eine weitere Aufgabe des Bozner Forschungszentrums ist es eine Methodologie auszuarbeiten, mit der alle Interessengruppen auf konstruktive Weise miteinbezogen werden können. Diese Methodologie wird dann in jährlichen Treffen in den verschiedenen beteiligten Ländern angewandt werden. 
 
Das Auftakttreffen zum offiziellen Start des Projekts fand in diesen Tagen in Valdieri im piemontesischen Naturschutzpark Alpi Marittime statt. Die Europäische Union untermauert mit dem Projekt ihr Ziel, das Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf über die Grenzen hinweg zu koordinieren und die derzeitige insitutionelle Zersplitterung im Wildtiermanagement zu überwinden, um bessere Lösungen zu ermöglichen.
 
Projektleiter sind die Aree Protette delle Alpi Marittime, beteiligt sind italienische Partner (13 öffentliche Institutionen und Forschungszentren), sowie slowenische, österreichische und französische Partner. Aus Trentino-Südtirol sind Eurac Research und das Museum für Wissenschaft Trient MUSE mit dabei.


Für weitere Informationen: filippo.favilli@eurac.edu

Credit: Adobe Stock/ Tomas Hulik

25.11.19
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