Im Bann der Mumien
Im Bann der Mumien

EURAC-Wissenschaftsmagazin ACADEMIA zum Thema Mumienforschung erschienen

 

Den Schreibtisch von Dario Piombino-Mascali, Anthropologe am EURAC-Institut für Mumien und den Iceman, schmückt ein seltsames Exponat. Aus einem DHL-Karton ragen Rumpf und Schädel eines mumifizierten Tieres. Dieter Hopf, ein deutscher Tierfotograf, hatte dem EURAC-Institut Fotos von der seltsamen Mumie geschickt und einen Brief, in dem er schreibt, dass das Exponat am einzigen Mumieninstitut der Welt wohl am besten aufgehoben wäre. Da es sich um ein mumifiziertes Tier jüngeren Ursprungs handelt, ist es für die Wissenschaft von keiner großen Bedeutung. Im Alltag beschäftigen sich die EURAC-Mumienforscher mit weitaus älteren menschlichen Überresten, etwa mit Ötzi, über 5000 Jahre alt, ägyptischen Mumien, über 3000 Jahre alt, Mumien in Korea, rund 600 Jahre alt und auf Sizilien, rund 150 Jahre alt. Ihnen ist die soeben erschienene Ausgabe des EURAC-Wissenschaftsmagazins ACADEMIA gewidmet.

 

„Die teils hochtechnologische Forschung an unseren Urahnen gibt nicht nur Auskunft über unsere Vergangenheit, sie ermöglicht auch einen Ausblick in unsere Zukunft, etwa in der Medizin“, erklärt der Leiter des EURAC-Instituts für Mumien und den Iceman Albert Zink. Zahlreiche Beiträge der ACADEMIA veranschaulichen die tägliche Arbeit der EURAC-Mumienexperten und ihrer internationalen Kollegen.

 

Mit einem Potrait über einen der weltweit renommiertesten Mumienforschern Arthur Aufderheide gibt ACADEMIA Einblick in die Paläopathologie, die Lehre von Krankheiten aus vorgeschichtlichen Epochen. Aufderheider ist Ehrenmitglied des EURAC-Instituts für Mumien und den Iceman. Der 86-jährige aus Minnesota hat über 7000 Gewebeproben von 600 Mumien gesammelt und sie auf uralte Krankheitserreger und Parasiten wie Tuberkulose und Malaria untersucht.

 

In der druckfrischen ACADEMIA gibt es außerdem ein Spezial über die erste Lange Nacht der Forschung, die Ende September des vergangenen Jahres in Bozen große und kleine Nachwuchsforscher in ihren Bann gezogen hat. Jede Menge Fotos und ein Auszug aus dem Tagebuch des 11-jährigen Phil zeigen einige Eindrücke.

 

ACADEMIA ist kostenlos an der Rezeption der EURAC in der Bozner Drususallee 1 erhältlich. Ebenfalls gratis ist das ACADEMIA-Abo. Es genügt eine E-Mail an press@eurac.edu. Im Internet ist das Magazin unter www.eurac.edu/Press/Academia zu finden.

 

Für weitere Informationen:

Stefanie Gius, Tel. 0471 055 034

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