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„Für die Positionierung Europas ist der Bereich Mensch-Technik entscheidend“

Als einer von 17 Experten steht Roland Benedikter von Eurac Research dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in Zukunftsfragen in den nächsten drei Jahren beratend zur Seite. 

Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung startet derzeit einen „Vorausschau-Prozess“, um strategische Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Welche Auswirkungen haben das Zusammenwachsen von Mensch und Technik, die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder der wachsende Einfluss neuer Medien auf die Demokratie? 17 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden in den nächsten drei Jahren die wichtigsten Zukunftsthemen festlegen und Ideen für die Zukunftsgestaltung entwickeln und diskutieren. Am 5. September wurde der Zukunftskreis in Berlin vorgestellt. Neben Persönlichkeiten wie Wolfgang Müller-Pietralla, der die Abteilung Zukunftsforschung und Trendtransfer der Volkswagen AG leitet, ist auch der Politikwissenschaftler und Soziologe Roland Benedikter von Eurac Research in der Expertengruppe vertreten.

„Für die Positionierung Europas ist der Bereich Technik-Mensch in den kommenden Jahren grundlegend. Derzeit herrschen Handelskriege im Pazifik und zum Teil auch im Atlantik, bei denen es hinter den Kulissen nicht primär um Handelsthemen, sondern vor allem um technologische Vorherrschaft geht“, erklärt Roland Benedikter. „Vor allem nicht-europäische Staaten wie China, die USA oder Saudi-Arabien gehen hohe Risiken ein, um auf der Überholspur zu sein“.

So gründete beispielsweise Tesla-Chef Elon Musk 2016 das Unternehmen Neuralink, das daran arbeitet, Gehirne mit Computern zu vernetzen. Mini-Elektroden sollen in das menschliche Gehirn eingepflanzt werden, um dessen Leistung zu erhöhen und dem Träger neue Fähigkeiten zu übermitteln. Was wie Science Fiction klingt, ist in Amerika bereits Realität: Nach ersten erfolgreichen Versuchen an Ratten und Affen möchte Neuralink das Konzept bereits im kommenden Jahr an Menschen testen. China experimentiert seit 2018 mit genetischen Veränderungen an Menschen. Japan erlaubt seit diesem Sommer, Tier-Mensch-Wesen zu züchten. Und Saudi-Arabien hat bereits 2017 dem „weiblichen“ Roboter Sophia die Staatsbürgerschaft verliehen. Soll Europa mitmachen oder verzichten? Was ist ethisch vertretbar und was nicht? Das sind zentrale Fragen sowohl für Wirtschaft, als auch für Politik und Gesellschaft.

Die Experten des Zukunftskreises werden sich mit zwei entscheidenden Fragen beschäftigen: Welche Zukunft wollen Deutschland und Europa? Und welche Zukunft wird sich, unabhängig von Regierungsentscheidungen, ergeben? „Wir leben in einer immer widersprüchlicheren, unübersichtlicheren und verletzlicheren Welt. Strategisches Vorausschauen bedeutet für mich, die Handlungsmöglichkeiten unter einem ethischen Aspekt auszuloten“, sagt Benedikter. „Entscheidend ist für mich die Ethik der Reversibilität, was so viel bedeutet, dass künftige Generationen unsere heutigen Entscheidungen noch verändern und wenn nötig umkehren können“. Für den Forscher sei es dabei grundlegend, verschiedene Bereiche und Disziplinen miteinander zu verbinden.

„Ich sehe meine Mitgliedschaft im Zukunftskreis auch als Anstoß, europäische Zukunftsthemen in Südtirol öffentlich zu diskutieren und so einen Beitrag für das Land zu leisten“, meint Roland Benedikter. Der Zukunftskreis wurde in Berlin vorgestellt gleichzeitig wurde im Regierungsviertel das Haus der Zukunft „Futurium“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeweiht.

Am Center for Advanced Studies von Eurac Research beschäftigt sich Roland Benedikter mit zukunftsrelevanten Fragestellungen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Die Forscher des Centers bringen Themen und Fragestellungen von regionaler Relevanz mit globalen Herausforderungen in Verbindung.

06.09.2019

Für weitere Informationen: Ieva Kudure, ieva.kudure@eurac.edu, Tel. 0471 055081

Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel

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