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Integration: Viel guter Wille, wenig weitsichtige Planung

Eine Studie analysiert, wie Gemeinden das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Kulturen, Sprachen und Religionen gestalten.


68 der 116 Südtiroler Gemeinden haben an der detaillierten Fragebogenumfrage teilgenommen, mit der die Forscherinnen Johanna Mitterhofer, Verena Wisthaler und Agnieszka Elzbieta Stawinoga die kommunalen Integrationspolitiken evaluierten. Dabei wurden so unterschiedliche Realitäten erfasst wie die von Franzensfeste, mit einem Ausländeranteil von 25 Prozent, oder von Kuens und Laurein, wo man die Einwohner ohne italienische Staatsbürgerschaft an den Fingern einer Hand abzählen kann. Die unterschiedliche Ausgangslage spiegelt sich in der Aufmerksamkeit, die Gemeinden einem Thema widmen, das von Schule bis Wohnen, Gesundheit und Arbeit all ihre zentralen Politikbereiche berührt: Wo mehr als 5 Prozent der Einwohner Migrationshintergrund haben, befasst man sich deutlich intensiver mit Fragen der Integration. Leicht nachvollziehbar, aber dennoch problematisch, meinen die Forscherinnen: Auch in Gemeinden, wo noch wenige Menschen mit Migrationshintergrund wohnen, sei eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig, damit Konflikte erst gar nicht entstehen. Auf ein anderes großes Manko weist die Studie ebenfalls hin: Die meisten Gemeinden versuchen zwar, das Zusammenleben mit verschiedenartigsten Initiativen zu fördern, haben jedoch keine langfristige Strategie für diesen Politikbereich; nur in einer einzigen Gemeinde, Bruneck, gibt es bisher ein Integrationsleitbild, nur in zehn ein eigenes Budget für den Bereich Integration.
Und welche Barrieren stehen einem gelungenen Zusammenleben besonders im Weg? Die Vorurteile der Alteingesessenen nicht weniger als mangelnde Sprachkenntnisse oder ungenügender Integrationswillen der Zugezogenen, lautet die Antwort aus den Gemeinden. Weshalb die Forscherinnen unterstreichen: „Eine inklusive Gemeindepolitik kann nicht nur auf eine als zu integrierend definierte Bevölkerungsgruppe ausgerichtet sein, sondern muss die gesamte Gemeindebevölkerung einbeziehen.“ Die Studie findet sich unter folgenden Links:
www.eurac.edu/integrationspolitik
www.eurac.edu/integrazione


22. 11. 2016

Für weitere Informationen: Johanna Mitterhofer (johanna.mitterhofer@eurac.edu)

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