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Schöner neuer Mensch: Transhumanismus, Smart Cities und Massenüberwachung
Eurac Research und der Arbeitskreis „Wissenschaft und Verantwortlichkeit“ der Universität Innsbruck laden zum Vortragsabend mit Stefan L. Sorgner, Philosophieprofessor an der John Cabot University in Rom.

Der Transhumanismus beschäftigt sich mit zentralen aktuellen Herausforderungen und verdeutlicht, welche radikalen Paradigmenwechsel gegenwärtig im Gange sind, wie etwa eine Revision des Begriffs der Menschenwürde, neue Familien-Konzepte, Eltern-Sein in Zeiten genetischer Modifikationen. Auf Einladung von Eurac Research und des Innsbrucker Arbeitskreises „Wissenschaft und Verantwortlichkeit“ spricht der Philosoph Stefan L. Sorgner am Freitag, 11. Jänner, um 19 Uhr über Transhumanismus, Smart Cities und Massenüberwachung. Der Vortrag findet im Forschungszentrum Eurac Research in Bozen statt.

Jeremy Bentham, britischer Philosoph und Begründer des Utilitarismus, entwarf im 18. Jahrhundert das Panoptikum als idealen Gefängnis- und Erziehungsbau: Im Mittelpunkt eines kreisförmigen Gebäudes sitzen Aufseher, die Verbrecher permanent überwachen. Das Konzept des Gebäudes war Bestandteil von Benthams Vorschläge für rechtliche und soziale Reformen. Auf der Basis seines Modells wurden mehrere Gefängnisse und Fabriken in allen Teilen der Welt gebaut. Mit der Entwicklung von Smart Cities und Cyber-Architektur begeben wir alle uns in ein Panoptikum. Die Idee des Panoptikums ist bereits im Sozialkredit-System in China umgesetzt, auch die Netflix-Serie Black Mirror hat diese Entwicklungen thematisiert. Handelt es sich um eine enorme Gefahr oder besteht hierin auch eine Chance für die Menschheit?
Darüber spricht Stefan L. Sorgner am 11. Jänner. Roland Psenner, Präsident von Eurac Research hält die Grußworte und Roland Benedikter, Co-Leiter des Centers for Advanced Studies von Eurac Research eine kurze Einführung zum Thema.
Stefan L. Sorgner ist Philosophieprofessor an der John Cabot University in Rom und gilt als einer der weltweit führenden Philosophen des Post- und Transhumanismus. Er ist unter anderem Autor von „Transhumanismus – Die gefährlichste Idee der Welt?!“ (2016) und „Schöner neuer Mensch“ (2018).

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Der Eintritt ist frei.

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Die Zukunft der EU: Zerbricht Europa am Osten?

Eurac Research und die Stiftung Südtiroler Sparkasse laden zum Vortragsabend mit Ireneusz Pawel Karolewski, Professor für Politikwissenschaften an der Universität Breslau-Wroclaw in Polen.

Vergangenen Sommer schloss Polen eine Justizreform ab, mit der die nationalkonservative Regierungspartei PiS die Kontrolle über das Justizwesen übernehmen wollte: Mehr als 20 Richter des Obersten Gerichtshofes wurden vorzeitig in den Ruhestand geschickt und mit jungen, regierungsnahen Richtern ersetzt. Erst nachdem die EU-Kommission gegen das Gesetz klagte, hob das polnische Parlament in einem Eilverfahren die Zwangspensionierung der Richter wieder auf. Laut Politologen ist in Polen, unter dem Vorwand notwendiger Strukturreformen des Staates, derzeit ein Prozess der Entdemokratisierung im Gang. Welche Folgen haben diese Entwicklungen auf die Funktionsweise und den Zusammenhalt der EU? Und welche sind die Prognosen für die Europawahlen im Mai 2019? Darüber spricht der Politologe und Osteuropa-Experte Ireneusz Pawel Karolewski, der auf Einladung von Eurac Research und der Stiftung Südtiroler Sparkasse nach Bozen kommt. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 29. Jänner, um 19 Uhr im Tagungssaal der „Sparkasse Academy Cassa di Risparmio“ in Bozen statt.

Nach der Ermordung des Danziger Bürgermeisters Pawel Adamowicz vor zwei Wochen fand EU-Ratspräsident Donald Tusk klare Worte: „Lieber Pawel, wir versprechen Dir, dass wir für Dich unser Danzig, unser Polen und unser Europa vor Hass und Verachtung beschützen werden“. Nicht nur in Danzig, sondern auch in Warschau, Krakau und Katowice gedachten zehntausende Menschen des beliebten Bürgermeisters. Sie protestierten gegen Hass, Spaltung und Vorurteile. Wie in anderen Ländern Zentralosteuropas ist die Gesellschaft gespalten. Wie wirken sich diese Entwicklungen auf Europa aus? Zerbricht Europa am Osten? In seinem Vortrag 29. Jänner in Bozen greift Pawel Karolewski die Entwicklungen in Polen und Ungarn auf und erörtert, wie relevant sie für die Zukunft Europas sind. Moderiert wird die Veranstaltung von Roland Benedikter, Co-Leiter des Centers for Advanced Studies von Eurac Research.

Ireneusz Pawel Karolewski ist Professor für Politikwissenschaften am Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Breslau.  Er beschäftigt sich mit europäischer Integration, kollektiver Identität sowie mit Theorien des Nationalismus und der Außenpolitik. 

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt, eine Simultanübersetzung ins Italienische ist vorgesehen.  Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich unter 0471/316017.

25.01.2019

Für weitere Informationen: Mirjam Gruber, mirjam.gruber@eurac.edu, Tel. 0471 055 178 

Photo credits: Adobe Stock/De Visu

Zum Interview von Rai Südtirol: http://www.raisudtirol.rai.it/de/index.php?media=Pra1548774000

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