CELTS ALPS

"Kelten" in den Alpen: Ursprungs- und Mobilitätsmuster auf beiden Seiten der Alpen während der späten Eisenzeit (4.-1. Jh. v. Chr.)

  • Project duration: December 2020 - December 2023
  • Project status:
    Laufend
  • Funding:
    Provincial P.-L.P. 14. Research projects (Province BZ funding /Project)
  • Total project budget: 325.000,00 €

Die genetische Geschichte und die Mobilität, die die „keltische“ Bevölkerung während der späten Eisenzeit (4.-1. Jahrhundert v. Chr.) charakterisiert, sind zu zentralen Themen in der Archäologie und Anthropologie geworden. Trotz stetigem Anstieg archäologischer, biomolekularer und biogeochemischer Studien zu mitteleuropäischen und britischen Kontexten sind nur wenige Daten für das Gebiert Norditalien und Schweiz verfügbar.
Während der späten Eisenzeit spielten die geografischen Gebiete, die der modernen Schweiz und Norditalien entsprechen, eine entscheidende Rolle bei der Verbindung von Mittel- und Südeuropa. Diese Verbindung ist nicht nur durch Formen der kulturellen Überlieferung repräsentiert (z. B. Verbreitung der materiellen La Tène-Kultur), sondern auch von der tatsächlichen Bewegung von Menschen durch den Alpenraum.
Der europäische Raum war während dieser Zeit von Migrationen verschiedener menschlicher Gruppen geprägt. Vor allem Migrationsprozesse nach Süden sind historisch und durch archäologische Spuren sowohl in Nord- als auch in Mittelitalien dokumentiert. Es ist jedoch wenig bekannt über die Ähnlichkeiten und Unterschiede in der genetischen Variabilität, den Mobilitätsmustern und der sozialen Organisation zwischen den Populationen der Späteisenzeit, die auf beiden Seiten des Alpenraums verteilt waren.
Dieses Projekt will durch multidisziplinäre (genetische und isotopische) Analysen einer großen Skelettprobe, die Populationen der späten Eisenzeit in der modernen Schweiz und in Norditalien (Cenomani von Verona) zwischen dem 4. und 1. Jh. v. Chr. repräsentiert, der oben genannten Fragestellung auf dem Grund gehen.
Ziele des vorliegende Projekts sind 1) die genetische Geschichte und Variabilität der „keltischen“ Gruppen, der schweizerischen und norditalienischen Gebieten, zu rekonstruieren mittels Analyse der genetische Beziehung zwischen den Gruppen und deren genetischen Struktur; 2) die Schätzung des Mobilitätsgrades der beiden Populationen, und die Schätzung der Unterschiede und Ähnlichkeiten in der Mobilität (z. B. Häufigkeit von Nichtlokalen, Geschlechts- und Altersmuster, Lang- oder Kurzstreckenmobilität) zwischen ihnen; 3) das Analysieren von möglichen Zusammenhängen der Mobilität, Verwandtschaftsmustern und sozialer Organisation, sowie mögliche Ähnlichkeiten und Unterschiede in der sozialen Organisation zwischen der schweizerischen und der norditalienischen Gemeinschaft.
Zu den geplanten Methoden gehört die Untersuchung der antiken DNS (aDNA) und stabiler Isotope (δ15N, δ13C, δ34S, δ18O, δ2H) mit zusätzlicher quantitativer Analyse der archäologischen Proben.
Es ist das erste Projekt mit einem multidisziplinären Ansatz für die Untersuchung von Populationen der späten Eisenzeit aus Kontinentaleuropa und zusätzlich generiert es neue, offen-zugängliche Isotopen- und Genomdaten für zukünftige Studien von Populationen auf beiden Seiten der Alpen.
Die Ergebnisse sollen über verschiedene Zielgruppen verbreitet werden: i) wissenschaftliche Arbeiten, Teilnahme an internationalen Konferenzen und Open-Access-Datenarchiv für Wissenschaftler; ii) soziale Netzwerke und Medienplattformen, didaktische Aktivitäten in Schulen, öffentliche Konferenzen und Interviews/Artikel in lokalen Zeitungen für das nichtwissenschaftliche Publikum.
Partner
University of Bern, Department of Physical Anthropology, Institute of Forensic Medicine
Museum für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung
University of Bern, Department of Physical Anthropology, Institute of Forensic Medicine
Sovrintendenza per i Beni Culturali (Trento)
University of Bern - Departement for Chemistry and Biochemistry
Soprintendenza Archeologia, Belle Arti e Paesaggio per le province di Verona, Rovigo e Vicenza
Projekt Team
1 - 5

Projects

1 - 7
Project

MummyLabs

Ausbau der Laborinfrastrukturen des Instituts für Mumienforschung im NOI Techkpark

Duration: December 2017 - September 2021Funding:
FESR (EU funding / Project)

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