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Fake News erkennen und kontern: Ein Interview mit Ingrid Brodnig

Fake News erkennen und kontern: Ein Interview mit Ingrid Brodnig
Ingrid Brodnig ist Autorin und Journalistin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft. Ein Schwerpunkt ist dabei der Umgang mit Desinformation und Hasskommentaren.Credit: Gianmaria Gava | All rights reserved

Eurac Research: Frau Brodnig, gibt es denn überhaupt noch eine gemeinsame Wirklichkeit, auf die wir uns als Gesellschaft beziehen können? Es gibt ja auch jene, die überzeugt behaupten, die Erde sei flach.

Aber die Diskrepanz zwischen Fakten und Meinung hat durchaus zugenommen?

Man hat den Eindruck, dass einige sich in bestimmten Bereichen auch selbst überschätzen und sich nicht mehr auf die Expertise anderer verlassen können. Wo ist uns denn dieses Vertrauen in andere verloren gegangen?

Wenn es darum geht, Verunsicherung zu reduzieren, wirken unseriöse Behauptungen attraktiver. Sie kennen keinen Zweifel, nur die angebliche Wahrheit.

Ingrid Brodnig

Haben auch Sie blinde Flecken?

Sie sprechen von einem Gefühl der Überforderung, das viele Menschen angesichts des Informationstornados überkommt, dem wir täglich ausgesetzt sind. Eigentlich sollten die klassischen Qualitätsmedien gerade jetzt doch der natürliche Ankerpunkt sein. Woher kommt denn dieses Misstrauen, Stichwort „Lügenpresse“?

Wir sehen täglich Falschnachrichten in sozialen Netzwerken oder anderen Kanälen. Da wird munter geteilt: Bekannte, Freunde, die Oma… Doch wer setzt Fake News überhaupt in die Welt und zu welchem Zweck?

Falsches gab es schon immer, aber es war für eine Falschdarstellung noch nie so einfach, um die Welt zu reisen und sie fast zeitgleich in Indien, Brasilien und Deutschland zu streuen. Damit können im digitalen Zeitalter auch Einzelpersonen rasch zu weltweiten Feindbildern werden.

Credit: Eurac Research

In Ihrem neuesten Buch geben Sie Tipps, wie auf Verschwörungserzählungen reagiert werden kann. Welchen Tipp würden Sie hervorheben?

Was macht Ihnen Sorgen, was macht Hoffnung?

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