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Ein neuer Blick auf die Beziehungen zwischen Ost und West

Internationaler Workshop „Redefining Europe“


Dreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und fünfzehn Jahre nach Beginn der Ost-Erweiterung der Europäischen Union ist die Kluft zwischen Ost- und West-Europa noch immer zu spüren. Die Unterschiede sind an vielen Faktoren festzumachen. Die Einstellungen zu sozialen Fragen, zu Religion oder Minderheiten driften zwischen West-, Mittel- und Osteuropa mitunter weit auseinander. Am 9. und 10. Juli haben es sich das Center for Advanced Studies von Eurac Research und das Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig daher zur Aufgabe gemacht, die Beziehungen in Europa neu zu bewerten und damit einen Beitrag zur Definition einer tatsächlich geeinten Europäischen Union zu leisten.


Im Rahmen des Internationalen Online-Workshops „Redefining Europe? East-West relations revisited“ diskutieren Expertinnen und Experten aus ganz Europa darüber, wofür die EU stehen soll. Klar ist: Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise und der politischen Instabilität ist es dringend notwendig, eine stärkere Identität und Gemeinschaft aufzubauen, um nach außen hin geschlossen aufzutreten, wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben und auf globaler Ebene politisches Gewicht zu haben. Die Covid-19-Pandemie hat diese Dringlichkeit nur nochmals verstärkt.

Die zentralen Fragen der zweitägigen Workshops: Wie können europäische Länder eine interkulturelle Kompetenz erreichen und entwickeln, um Partnerstaaten besser zu verstehen und mit ihnen zu verhandeln? Wie können Stereotype und gegenseitige Fehleinschätzungen abgebaut werden, um die Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung zu fördern?

Impulsvorträge zu verschiedensten Themen

In diesem Zusammenhang stellen Harald Pechlaner und Mirjam Gruber vom Center for Advanced Studies einen Zwischenbericht aus einem aktuellen Projekt, das sich mit Kooperationsbemühungen zwischen Ost- und West-Europa beschäftigt. Dorota Szelewa vom University College Dublin schneidet am Beispiel von Ungarn und Polen ein weiteres disziplinenübergreifendes Thema an, nämlich die Gleichberechtigung der Geschlechter und den Diskurs rund um die Familie im Kontext des Rechtspopulismus. Einen ähnlichen Schwerpunkt legt Carlo Ruzza von der Universität Trient in seinen Ausführungen zu Populismus, Anti-Populismus und die EU, während Andrey Meleshevich von der National University of Kyiv-Mohyla Academy eine Fallstudie über das ukrainische Parteiensystem präsentiert, die sich mit dem institutionellen Aufbau in postsowjetischen Staaten beschäftigt.

Europäische und eurasische Integration: Gibt es eine Gelegenheit zur Annäherung im postsowjetischen Raum? Diese Frage stellt Yulia Nikitina vom Center for the Post-Soviet Studies, Moscow State University of International Relations. Karol Chwedczuk-Szulc von der Universität Breslau zieht hingegen Vergleiche zur US-amerikanischen Geschichte und stellt die Frage, ob die europäische Integration einen Hamilton Moment braucht. Aleksandra Sojka, von der Universidad Carlos III de Madrid thematisiert die europäische Identität in Zeiten der globalen Krise. Ireneusz Paweł Karolewski vom Institut für Politikwissenschaften der Universität Leipzig wird über die Rückschritte der Demokratie in Mittel- und Osteuropa sprechen. Polens zögerliche Haltung gegenüber der Mitgliedschaft in der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und die Rolle Deutschlands werden von Sebastian Plocienik von der Universität Warschau thematisiert. Filip Keereman von der Europäischen Kommission spricht über die „Wiener Initiative“, eine öffentlich-private Partnerschaft für die finanzielle Zusammenarbeit zwischen Ost- und Westeuropa. Ob das West-Ost-Gefälle in den Beziehungen der USA zu den EU-Mitgliedstaaten eine Rolle spielt, beantwortet Magdalena Gora vom Institut für Europastudien an der Jagiellonen-Universität. Warum eine „Next-Generation-EU“ nach dem Pandemie-Schock und den Konvergenzprozessen entscheidend ist, legt Marcello Messori von der Luiss School of European Political Economy dar.

Wertvolle Inspiration für die Zukunft der europäischen Integration

Weiters auf der Tagesordnung stehen drei Diskussionsrunden. Unter der Leitung von Harald Pechlaner werden Perspektiven der Ost-West-Beziehung sowie ökonomische und politische Entwicklungen besprochen während Ireneusz Paweł Karolewski die Diskussion über Identität und Integration leitet.

Das Thema der interkulturellen Kommunikation zwischen Ost- und Westeuropa wird in einem Input-Speech von Denys Lifintsev von der Nationalen Wirtschaftsuniversität Kiew, benannt nach Vadym Hetman, diskutiert. Als abschließender Input und Ausblick wird Viachaslau Nikitsin von der Fakultät European Campus Rottal-Inn, Pfarrkirchen, über aktuelle Möglichkeiten europäischer Projekte sprechen.

All diese Impulse sollen genutzt werden, weitere Studien und Bemühungen auf den Weg zu bringen, um eine europäische Integration mit einem starken Zusammenhalt sowie ein tieferes Verständnis und eine gegenseitige Wertschätzung zwischen den EU-Mitgliedern sowie ihren politischen und wirtschaftlichen Partnern wie etwa Russland zu erreichen.

Programm: Program_Workshop_Redefining_Europe.pdf

Information: mirjam.gruber@eurac.edu 

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