Der Südtiroler Strombedarf könnte bilanziell ausschließlich durch Wasserkraft gedeckt werden.
Brutto-Gesamtstromerzeugung und -verbrauch
Stromsektor
Die Erfassung von Daten, die die Brutto-Gesamtstromerzeugung und den Verbrauch in Südtirol darstellen, ermöglicht eine genaue Analyse des Gleichgewichts zwischen Stromerzeugung und -verbrauch. Das dient der Planung, Entwicklung und Optimierung der Energieinfrastruktur. Durch die Überwachung der Brutto-Gesamtstromerzeugung kann die Effizienz und Diversifizierung der Energiequellen bewertet werden, während die Verbrauchsdaten Einblicke in die Energiebedürfnisse verschiedener Sektoren und Nutzer liefern. Dies ermöglicht es, gezieltere Maßnahmen zur Förderung von Energieeffizienz, Lastmanagement und erneuerbaren Energien zu ergreifen.
KLIMAPLAN-MONITORING SÜDTIROLby
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UPDATES
November 2025
Die Bruttostromerzeugung in Südtirol ist im Jahr 2024 deutlich angestiegen und erreichte insgesamt 8.652 GWh. Dieser Zuwachs ist vor allem auf das außergewöhnlich wasserreiche Jahr zurückzuführen. Die Wasserkraftproduktion stieg im Vergleich zu 2023 um mehr als 1.550 GWh (+25 %). Auch die Photovoltaikproduktion legte weiter zu und erreichte 395 GWh (+15 %), während die Kraft-Wärme-Kopplung stabil blieb.
November 2024
Die 2023er Zahlen liegen im Moment auf Provinzebene in den regionalen Statistiken von Terna noch nicht vor. Im Jahresbericht 2023 werden jedoch Regionalwerte aufgeführt. Hier zeigt sich für die Region Trentino-Südtirol ein deutlicher Anstieg der Stromproduktion um knapp 50 % von 6.378 GWh im Jahr 2022 auf 9.502 GWh im Jahr 2023.
Der Gesamtstromverbrauch für 2024 wurde von Terna bislang nicht veröffentlicht (nur Werte für die gesamte Region Trentino-Südtirol stehen zur Verfügung). Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt jedoch, dass Südtirol traditionell deutlich mehr Strom erzeugt, als im Land verbraucht wird, wodurch eine Netto-Exportposition entsteht. Im Jahr 2019 überstieg die Stromproduktion den Verbrauch beispielsweise um +111 %.
Der kontinuierliche Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung – insbesondere Photovoltaik – bleibt dennoch entscheidend, um fossile Energieträger auch im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung zunehmend zu ersetzen. Langfristig sollten KWK-Anlagen verstärkt auf erneuerbare Energieträger umgestellt oder durch Technologien wie PV, Windkraft oder Geothermie ersetzt werden.
Hinweis: Für den Stromsektor bestehen derzeit keine spezifischen CO₂-Reduktionsziele, aber es besteht im KlimaPlan ein Effizienz-Ziel für den Strom-Verbrauch. Dieses wurde mit -20% für die herkömmlichen Verbraucher angegeben. Ausgeschlossen sind davon der Neu-Verbrauch durch Anwendungen wie Elektromobilität und Wärmepumpen. In der Grafik wird der Reduktions-Pfad – bis 2030 um 20 % gegenüber 2019 aufgeführt.
Klimaplan 2040 Ziele
Innerhalb 2024 soll eine Planung für den Netzausbau und die Effizienzsteigerung bei bestehenden Anlagen abgeschlossen sein.
Innerhalb 2025 soll ein Konzept für die langfristig notwendigen Speicher- und Nutzungskapazitäten, einschließlich einer Resilienz Analyse gegenüber diversen Störimpulsen, vorliegen. Mit der Umsetzung wird nach Abschluss der Planung begonnen.
Bis 2030 soll Strom von zusätzlichen 400 MW Leistung aus Photovoltaik aufgenommen werden, und bis 2037 weitere 400 MW.
Durch das Monitoring des Stromverbrauchs (und unterstützt durch die höheren Energiepreise) soll ein Impuls gesetzt werden (Nudging), um mit Sparmaßnahmen und Effizienzsteigerung den Verbrauch bis 2030 um 20 % gegenüber 2019 zu senken. Dies ist notwendig, um die Energie für die Elektromobilität und die Wärmepumpen zur Verfügung zu haben.
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Eurac Research ist ein privates Forschungszentrum mit Sitz in Bozen, Südtirol. Unsere Forscherinnen und Forscher kommen aus allen Teilen der Welt und arbeiten in vielen verschiedenen Disziplinen. Gemeinsam widmen sie sich dem, was ihr Beruf und ihre Berufung ist – Zukunft zu gestalten.
Was wir tun
Unsere Forschung befasst sich mit den größten Herausforderungen, vor denen wir in Zukunft stehen: Menschen brauchen Gesundheit, Energie, gut funktionierende politische und soziale Systeme und ein intaktes Umfeld. Dies sind komplexe Fragen, und wir suchen nach Antworten in der Interaktion zwischen vielen verschiedenen Disziplinen.
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