Auf 1500 Höhenmetern und in inspirierender Runde wurde im vigilius mountain resort über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren debattiert. Als Hauptreferentin war die deutsche Philosophin Svenja Flaßpöhler geladen
Diskussionsrunde mit Expertinnen und Experten aus Kunst, Kultur, Bildungswesen, Wirtschaft und Wissenschaft
Verschiedenste Ausprägungen und Erfahrungen mit Sensibilität wurden in der anschließenden Diskussionsrunde mit Magdalena Maria Messner (Leiterin der Messner Mountain Museen), Manuela Kerer (Komponistin), Siglinde Doblander (Verantwortliche des Arbeitsbereiches der Begabungs- und Begabtenförderung an der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion), Hannes Obermair (Historiker, Eurac Research) und Ulrich Ladurner, dem Ideator des Formats, besprochen. Moderiert wurde die Diskussion von Harald Pechlaner, dem Leiter des Center for Advanced Studies von Eurac Research.
„Auch nach Abflauen der Pandemie habe ich sowohl bei den Besucherinnen und Besuchern als auch bei den Mitarbeitenden eine große Verunsicherung bemerkt“, erzählte Magdalena Messner. Eine Verunsicherung, die noch immer anhalte und ein generelles Gefühl, von den Geschehnissen überrannt zu werden. Dass sich in Warteschlangen vor dem Museum eine gereizte Stimmung aufbaue, sei etwas, was noch vor der Pandemie kaum vorgekommen sei, jetzt aber öfter passiere. Man dürfe nicht annehmen, dass diese Zeit keine Spuren hinterlassen habe, sondern müsse versuchen, die Menschen besser abzuholen.
Auf Sensibilität und Kunst ging hingegen Manuela Kerer ein, Komponistin der Oper „Toteis“: „Musik ist die sensibelste Kunst. Sie kommt ohne Worte aus und kann trotzdem starke Botschaften vermitteln“. Man könne durch Musik alle Stimmungen erfahren, nicht nur das Schöne, das Angenehme. Kerer bezeichnet sich selbst als politische Komponistin und ist überzeugt: Kunst und Kultur sind Spiegel der Gesellschaft und tragen damit auch Verantwortung.
Über vigilius sensus
vigilius sensus versteht sich als Plattform, um zukunftsrelevante Fragestellungen zu diskutieren und diese in den regionalen und globalen Kontext zu stellen. In der besonderen Atmosphäre des vigilius mountain resorts gelingt es, die Voraussetzungen für wichtige gesellschaftliche Themen aus einer bestimmten Distanz anzugehen.

