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Center for Advanced Studies - News & Events - Auftakt für das Projekt „Tiny FOP MOB“ in Schlanders

26 Juli 21

Auftakt für das Projekt „Tiny FOP MOB“ in Schlanders

Erfolgreiche Eröffnung und zuversichtlicher Blick in die Zukunft

© SamuelHolzner-Fotografie | SamuelHolzner

Das mit Spannung erwartete Launching des „Tiny FOP MOB“, des kleinen FOrschungs- und Praxis-MOBils, fand am Donnerstag, 22.07.2021, in der BASIS Vinschgau Venosta in Schlanders statt. Reges Interesse der Bevölkerung und vielversprechende Aussichten der Verantwortlichen gingen Hand in Hand mit Lob und Unterstützung aus Politik und Wirtschaft. Ein würdiger Beginn einer vielversprechenden Reihe von Veranstaltungen, die anhand dieses vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 finanzierten Reallabors die Möglichkeiten für eine nachhaltige Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft aufzeigen werden.

Schon seit einigen Tagen weckte das Bauwerk aus Holz und Hanf das Interesse der Passantinnen und Passanten am Sparkassenplatz. Nun wurde es im Rahmen des Launching-Events endlich vorgestellt und die Bedeutung als innovatives Bauprojekt, aber auch als Bildungs- und Forschungsinitiative von lokalen wie internationalen Vortragenden unterstrichen.

Gleich zu Beginn würdigte der Bürgermeister von Schlanders, Dieter Pinggera, die großartig funktionierende Kooperation zwischen dem Center for Advanced Studies von Eurac Research, dem Institut für Erneuerbare Energie, der Freien Universität Bozen und den Vinschger Unternehmen, den Handwerksbetrieben Habicher Holzbau GmbH und Schönthaler Bausteinwerk GmbH. Nach einer detaillierten Vorstellung aller beteiligten Partner und des geplanten Verlaufs des Projekts durch Ingrid Kofler vom Center for Advanced Studies erörterte Daria Habicher weiterführend die beiden grundlegenden Säulen des Tiny FOP MOB. Zum einen die Bewusstheitsebene, die durch Workshops und Sensibilisierung der Bevölkerung geschehe, zum anderen aber auch die handfeste Praxis der Planung und Realisierung des Reallabors. Sie verwies auch auf die Wichtigkeit des Vinschgaus als Standort für das Projekt, dessen oft propagierte Strukturschwäche idealen Nährboden für Innovation darstellen könne. Einen Exkurs in die technischen Hindernisse und Möglichkeiten der Planungs-, Test und Bauphase lieferte schließlich Silvia Gigante, die die Entstehung der Hanfziegel- und Holzfaserkonstruktion, die intensiven Tests im NOI Techpark durch das Institut für erneuerbare Energien und die schlussendliche Bauphase noch einmal veranschaulichte.

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© Eurac Research/Cinemepic - Elias Gianordoli
© Eurac Research/Cinemepic - Elias Gianordoli
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© Eurac Research/ Cinemepic - Elias Gianordoli
© Eurac Research/ Cinemepic - Elias Gianordoli
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Der renommierte Nachhaltigkeitsforscher Oliver Parodi, per Livestream zugeschaltet, betonte daraufhin die Wichtigkeit der gesellschaftlichen Transformation zur Nachhaltigkeit am Beispiel Reallabor. Bestrebungen zur nachhaltigen Entwicklung gebe es bereits seit Jahrzehnten, doch sei es noch ein weiter Weg. Ein großflächiger Umschwung müsse stattfinden, der Umwelt- und Klimaschutz ebenso wie einen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft und Förderung von globaler Kooperation beinhalte. Hier lobte er das Konzept Reallabor, das der Forschung den sterilen Laborcharakter nehme und die (auch räumliche) Distanz zwischen Forschungseinrichtungen und besonders ländlicher Bevölkerung überbrücke.

Einen grundlegenden Wandel zu einem neuen Lebens- und Wirtschaftsstil nannte auch der, ebenfalls zugeschaltete, Gründer des Monviso-Instituts, Tobias Luthe, die größte Chance für alpine Gemeinden. Ein solidarischer Kreislauf zwischen Stadt und Land, der ihnen erlaubt, zu wachsen und sich innovativ zu verändern, ohne ihre Naturverbundenheit und Verwurzelung zu verlieren, sei nötig. Eine Umstellung der grundlegenden Denkmodelle müsse stattfinden und realistische, praxisorientierte Lösungen gefunden werden. Reallabore böten hier besonders im alpinen Raum einen Schritt in die gewünschte Richtung; ein anderer sei etwa das Hinwenden zum achtsamen, langsamen Tourismus im Einklang mit Umwelt und Mensch.

Nach den Abschlussworten von Ingrid Kofler, die noch einmal die Rolle von Reallaborforscherinnen als Brückenbauer von Gesellschaft und Wissenschaft unterstrich, endete der Abend mit einem geselligen Umtrunk und natürlich der mit Spannung erwarteten Besichtigung des Tiny FOP MOB vor Ort.

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© SamuelHolzner-Fotografie - SamuelHolzner
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© Eurac Research - vvm
© SamuelHolzner-Fotografie - SamuelHolzner
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Weitere Termine in Schlanders:

  • Unternehmenstalk

Holz und Hanf im Fokus: Wie abhängig sind wir von globalen Lieferketten?
27. Juli 2021 | 17.30 Uhr
Mit: Werner Schönthaler, Schönthaler Bausteinwerk GmbH und Florian Erlacher, IDM Südtirol Wood & Construction Innovation
Anmeldung innerhalb des Vortages

  • Öffentliche Veranstaltung

Ein ungleiches Spiel: Woher kommen unsere Rohstoffe?
30. Juli 2021

16.00 Uhr: Schokokoffer für Kinder
Mit: oew - Organisation für Eine solidarische Welt

18.00 Uhr: Offene Abendveranstaltung
Mit: Guido Orzes, Professor für Wirtschaftsingenieurwesen, Freie Universität Bozen und Philipp C. Sauer, Juniorprofessor für Wirtschaftsingenieurwesen, Freie Universität Bozen

Alle weiteren Termine finden Sie HIER.

Kontakt

Ingrid Kofler

Project ManagerT 633 550 1740 93+ude.carue@relfok.dirgni

Daria Habicher

Vice Project ManagerT 308 550 1740 93+ude.carue@rehcibah.airad

Silvia Gigante

Junior ResearcherCenter for Advanced StudiesT 424 550 1740 93+ude.carue@etnagig.aivlis

Other News & Events

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Eurac Research ist ein privates Forschungs-Zentrum mit Sitz in Bozen, Südtirol. Unsere Forscher kommen aus einer Vielzahl von wissenschaftlichen Bereichen und aus allen Teilen der Welt. Gemeinsam widmen sie sich dem, was ihr Beruf und ihre Berufung ist – die Zukunft gestalten.

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