Höhenmedizin

14 März 24


70 Jahre nach der italienischen Erstbesteigung: Die erste Frauenexpedition zum K2 wird von einer medizinischen Studie begleitet

Die Alpinistinnen kommen vor und nach der vom CAI organisierten Expedition nach Bozen in den terraXcube, das Zentrum für Extremklimasimulation von Eurac Research

Acht Frauen – vier Italienerinnen und vier Pakistanerinnen – werden im Juni zum Karakorum-Gebirge aufbrechen. Ihr Ziel ist der zweithöchste Gipfel der Welt, der zugleich einer der schwierigsten ist. Sie werden auf den Spuren der italienischen Expedition wandeln, die Lacedelli und Compagnoni 1954 auf den Gipfel des K2 führte. Anlässlich des Jubiläums hat der italienische Alpenverein CAI (Club Alpino Italiano) dieses Projekt ins Leben gerufen. Das Ziel ist dieses Mal jedoch nicht nur der Gipfel, vielmehr ist es auch eine Initiative für Ausbildung, sowie für die Forschung und die Förderung kultureller und sozialer Werte. Dass es sich um eine reine Frauenseilschaft handelt, macht die Expedition zu einer einzigartigen Gelegenheit für die Wissenschaft: Forscherinnen und Forscher von Eurac Research werden die Expedition mit einer Studie begleiten, um mehr über die weibliche Physiologie in extremen Höhen herauszufinden, einen Bereich, über den – immer noch – nur wenig bekannt ist. Die Expedition und die medizinische Studie wurden heute auf einer Pressekonferenz in Mailand vorgestellt.

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01 Juni 23


Erstversorgung: Drohnen machen den Unterschied

Die Ergebnisse einer Studie von Eurac Research und der Bergrettung Südtirol liegen vor.

Eurac Research und Bergrettung Südtirol haben in der unwegsamen Bletterbachschlucht den Einsatz von Drohnen für die Lokalisierung und Erstversorgung von Unfallopfern erprobt. Fazit: Es spart kostbare Zeit und sorgt für mehr Sicherheit bei den Einsatzkräften. Die Ergebnisse des interregionalen Forschungsprojekts START sind nun im *American Journal of Emergency Medicine* erschienen.

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11 Mai 22


Notfall-Ausbildung in den Bergen

Startschuss für den internationalen Masterstudiengang in Alpiner Notfallmedizin, der von der Universität Insubria, der Universität Mailand-Bicocca und Eurac Research durchgeführt wird

Es sind zwölf junge Menschen aus Italien, der Schweiz und anderen europäischen Ländern sowie aus den Vereinigten Staaten, die in diesen Tagen die Rettung von unterkühlten Patienten bei starkem Wind und Minusgraden trainiert haben. Der praktische Teil im terraXcube, dem Extremklimasimulationszentrum von Eurac Research in Bozen, hat den internationalen Masterstudiengang in Alpiner Notfallmedizin eröffnet. Der von der Universität Insubria, der Universität Mailand-Bicocca und Eurac Research durchgeführte Studiengang ist eine einzigartige Ausbildung, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf das Management von Notfällen im unwegsamen Gelände in Gebirgsregionen und auch auf Katastrophenereignisse überall auf der Welt vorbereiten soll.

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03 März 22


Ins Hochgebirge trotz neurologischer Erkrankung?

Eurac Research, die Universitäten von Trient und Padua und das Krankenhaus Aosta geben dazu Empfehlungen

Migräne, Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose: In einer Studie hat ein Forscherteam für die wichtigsten neurologischen Erkrankungen jeweils die Risiken bei einem Aufenthalt in der Höhe bewertet. Dazu haben die Forscherinnen und Forscher Empfehlungen erarbeitet: Sie reichen von absoluten Gegenanzeigen – die einen Aufenthalt in der Höhe verbieten – bis hin zu relativen Kontraindikationen, bei denen es nötig ist, die Situation von Fall zu Fall abzuklären. Die Empfehlungen wurden kürzlich im Journal of Central Nervous System Disease veröffentlicht.

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06 Dezember 21


Flugrettung: In großen Höhen sollten sich Einsatzkräfte bei der Wiederbelebung häufiger abwechseln

Notfallmediziner von Eurac Research veröffentlichen die Ergebnisse einer Studie im Extremklimasimulator terraXcube.

Bei Rettungseinsätzen im Hochgebirge auf 3.000 Metern verschlechtert sich die Qualität der Herzdruckmassage nach 60 bis 90 Sekunden. Noch mehr trifft das bei Einsätzen auf 5.000 Metern zu. Das zeigt ein Experiment im terraXcube, das Notfallmediziner von Eurac Research mit rund fünfzig Einsatzkräften der Flugrettung in Zusammenarbeit mit der Internationalen Kommission für Alpines Rettungswesen (IKAR) und unterstützt vom Weißen Kreuz durchgeführt haben. Um die derzeit gültigen Rettungsmaßnahmen zu optimieren, wäre es laut den Testergebnissen ratsam, dass sich die Einsatzkräfte bei der Wiederbelebung öfter als im vorgesehenen Zwei-Minuten-Takt abwechseln, beziehungsweise, dass ein automatisches Herzmassagegerät zum Einsatz kommt. Die Studienergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of the American Heart Association veröffentlicht.

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24 Juni 21


Erstversorgung aus der Luft

Eurac Research und Bergrettung Südtirol erproben in der Bletterbachschlucht den Einsatz von Drohnen für Noteinsätze

Die Bletterbachschlucht, ein UNESCO-Welterbe, ist einzigartig, nicht nur für Geologen, Naturliebhaber und Touristen: In den letzten Monaten hat es immer wieder auch Forschungsteams aus der Notfallmedizin, Bergrettung, Drohnen- und Elektrotechnik hierher verschlagen, um Rettungseinsätze zu simulieren. Sie gingen im Zuge des interregionalen Forschungsprojekts START der Frage nach, ob Drohnen bei der Lokalisierung und Erstversorgung von Verletzten in schwer zugänglichem Gelände helfen können.

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04 Mai 21


Corona-Schutzausrüstung beeinträchtigt nicht die Qualität der Herzdruckmassage

Eine Studie von Eurac Research und Weißem Kreuz zeigt, dass Schutzausrüstungen die Qualität der Wiederbelebungsmaßnahmen nicht vermindern

Bei einem Herzkreislaufstillstand ist die erste lebensrettende Maßnahme die Herzdruckmassage. Für die routinierten Rettungsteams gibt es seit gut einem Jahr eine grundlegende Veränderung: Aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus gilt es, die Herzdruckmassage mit Schutzausrüstung durchzuführen. An und für sich schon körperlich sehr anstrengend, wird das Ausführen der Herzdruckmassage mit FFP2- oder FFP3-Maske und Schutzanzug von den Rettungskräften als noch anstrengender und schwieriger empfunden. Ob die Schutzausrüstung tatsächlich die Qualität der Herzdruckmassage beeinträchtigt, untersuchte ein Forscherteam von Eurac Research gemeinsam mit ausgebildeten Ersthelferinnen und Ersthelfern des Weißen Kreuzes Bozen, Meran und Bruneck. Das Ergebnis: Bei den Tests wurde kein Unterschied in der Effizienz der Ausführung gemessen.

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