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04 Mai 21

Corona-Schutzausrüstung beeinträchtigt nicht die Qualität der Herzdruckmassage

Eine Studie von Eurac Research und Weißem Kreuz zeigt, dass Schutzausrüstungen die Qualität der Wiederbelebungsmaßnahmen nicht vermindern

Bei einem Herzkreislaufstillstand ist die erste lebensrettende Maßnahme die Herzdruckmassage. Für die routinierten Rettungsteams gibt es seit gut einem Jahr eine grundlegende Veränderung: Aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus gilt es, die Herzdruckmassage mit Schutzausrüstung durchzuführen. An und für sich schon körperlich sehr anstrengend, wird das Ausführen der Herzdruckmassage mit FFP2- oder FFP3-Maske und Schutzanzug von den Rettungskräften als noch anstrengender und schwieriger empfunden. Ob die Schutzausrüstung tatsächlich die Qualität der Herzdruckmassage beeinträchtigt, untersuchte ein Forscherteam von Eurac Research gemeinsam mit ausgebildeten Ersthelferinnen und Ersthelfern des Weißen Kreuzes Bozen, Meran und Bruneck. Das Ergebnis: Bei den Tests wurde kein Unterschied in der Effizienz der Ausführung gemessen.

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07 April 21

Welt-Parkinson-Tag am 11. April: Die Forschung setzt auf Früherkennung

Ein Dossier von Eurac Research beschreibt den aktuellen Stand von Diagnostik und Behandlung und erklärt, wie die Krankheit in Südtirol erforscht wird

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die bei Menschen über 60 Jahren häufiger auftritt – ihre Verbreitung wird in den alternden westlichen Gesellschaften deshalb aller Voraussicht nach zunehmen. Auch in Südtirol ist ein Prozent der über 60-Jährigen betroffen. Männer erkranken etwa doppelt so häufig wie Frauen. Die Krankheit wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts ausführlich beschrieben; bis heute gibt es keine Behandlung, die ihr Fortschreiten aufzuhalten vermag. Die Forschung konzentriert sich auf die Mechanismen bei der Entstehung der Krankheit, um sie so früh wie möglich diagnostizieren zu können. Die Genetikerin Irene Pichler und der Neurowissenschaftler Mattia Volta stellen die neuesten Forschungsergebnisse, veranschaulicht durch Videoanimationen und Bilder, in einem Dossier im Online-Magazin von Eurac Research vor.

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08 März 21

In Bozen entwickelte Software hat die genetische Forschung weltweit revolutioniert

Software, die Forscher von Eurac Research und Medizin Uni Innsbruck entwickelt haben, ist nun Standard-Technologie für große internationale Forschungskonsortien, um genetische Ursachen von Krankheiten zu untersuchen

Das Genom eines einzelnen Menschen vollständig zu sequenzieren ist aufwändig und kostet rund 1.000 Euro. Mit der Technologie, die ein Forscherteam von Eurac Research und Medizin Uni Innsbruck entwickelt hat, reicht es, nur einen Teil des Genoms zu sequenzieren – der Rest wird von der Software „aufgefüllt“ beziehungsweise hochgerechnet. Die Kosten verringern sich um das 50-100fache, und die genetischen Daten einer Vielzahl von Menschen können so viel schneller untersucht werden. Die 2012 in Bozen entwickelte Methode wurde nun verfeinert, mit einer enormen Datenbank verknüpft und der Wissenschaftsgemeinschaft zugänglich gemacht. Die weltweit größte Sequenzier-Studie zu genetischen Risikofaktoren von Krankheiten, deren Ergebnisse kürzlich im Fachmagazin Nature publiziert wurden, griff auf die Software zurück.

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