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23 Dezember 22

Studie: Torfabbau in Südtirol verursacht jährliche Emission von 15.900 Tonnen CO2 pro Hektar

Forschungsteam von Eurac Research und Universität Innsbruck untersuchte und berechnete Kohlenstoff- und Stickstoffgehalt, sowie Methanemissionen des in Südtirol abgebauten Torfs

In Torf, der sich in einem Zeitraum von Jahrtausenden gebildet hat, wird bis zu einem Drittel des weltweiten Bodenkohlenstoffs gebunden – doppelt so viel Kohlenstoff wie in den Wäldern der Welt. Forscherinnen und Forscher von Eurac Research haben in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck zum ersten Mal Kohlenstoff- und Stickstoffgehalte, sowie Methanemissionen des in Südtirol abgebauten Torfs genauer untersucht. Die kürzlich veröffentlichte Studie (https://www.eurac.edu/doi/10-57749-acng-fv67) zeigt, dass durch den Torfabbau in Südtirol 15.900 Tonnen CO2-Äquivalente pro Hektar und Jahr ausgestoßen werden (bisheriger Gesamtausstoß: 400.000 Tonnen). Die aktuell aktiven Konzessionen würden einen weiteren Ausstoß von 300.000 Tonnen verursachen. Auf der Grundlage der berechneten Daten und im Einklang mit dem Weltklimarat (IPCC) sollten laut dem Forschungsteam nach dem Ablaufen der Konzessionen keine weiteren Torfabbaugenehmigungen mehr ausgestellt werden.

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20 Dezember 22

Frühmittelalter in Südtirol: Genetischer Austausch und abwechslungsreiche Ernährung

Die Bioarchäologie rekonstruiert die Lebensweisen der Vergangenheit

In einer paläogenetischen Studie wurden Skelettreste von 94 Individuen untersucht, die an 11 archäologischen Fundstellen im Vinschgau, im Eisacktal, im Etschtal und in Meran gefunden wurden. Sie stammen aus der Zeit zwischen dem 5. und 12. Jahrhundert n. Chr. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass sich die Menschen in ganz Südtirol bewegt und miteinander genetisch vermischt haben, wenn auch mit interessanten Unterschieden zwischen den Tälern. Auch die Ernährung war abwechslungsreich. Das Forschungsteam hat die gesamte mitochondriale DNA analysiert, d. h. die DNA, die über die mütterliche Linie vererbt wird, sowie einige Isotope, die Aufschluss über Ernährung und Mobilität geben.

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19 Dezember 22

Grüne Korridore: Bautechnische und administrative Barrieren

Ein europäisches Projekt analysierte die ökologische Vernetzung von Südtirol bis Griechenland. Detaillierte Karten sind online zugänglich

Die ökologische Vernetzung – das ist die Möglichkeit für Tiere, sich in ihrem Lebensraum zu bewegen – ist zusammen mit der Biodiversität der Gradmesser für die Gesundheit der Natur und damit auch für unsere eigene. Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts DINALPCONNECT haben Forscherinnen und Forscher von Eurac Research Karten erarbeitet, die sichtbar machen, wie viel Bewegungsfreiheit Wildtiere von Südtirol bis Griechenland haben und wie sie verbessert werden kann. Die Ergebnisse werden am 20. und 21. Dezember 2022 im Forschungszentrum Eurac Research vorgestellt.

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01 Dezember 22

Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Fokus

Die Zusammenarbeit zwischen italienischen und österreichischen Forschungseinrichtungen schafft eine Grundlage für die Entwicklung neuer Medikamente

Rund 30 Prozent der europäischen Bevölkerung leiden an Herz-Kreislauf-Erkrankungen; etwa 40 Prozent der Todesfälle in Italien und 45 Prozent in Österreich sind auf diese Erkrankungen zurückzuführen. Innovative Therapien zu entwickeln und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern ist das Ziel des Projekts INCardio, an dem Eurac Research gemeinsam mit anderen italienischen und österreichischen Forschungszentren beteiligt war. Die Ergebnisse des Projekts wurden gestern in Bozen vorgestellt.

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29 November 22

Sport in den Bergen: Wie schätzen Menschen das Risiko ein und wie bereiten sie sich vor?

Eine Studie von Eurac Research gibt Einblicke

Der Wunsch, mehr in der Natur zu sein, zieht immer mehr Menschen in die Berge. Dieser Trend ist zum einen positiv zu werten, führt jedoch auch zu mehr Unfällen und wirft die Frage nach der rechtlichen Verantwortung auf. Vor diesem Hintergrund führte ein Forschungsteam von Eurac Research eine Studie durch, um das Verhalten von Bergsportlern und -sportlerinnen zu untersuchen. Die Studie ist nicht repräsentativ, vermittelt aber nützliche Einblicke, die dabei helfen, wichtige Aspekte der Thematik besser zu verstehen. Mehr als 3.800 Online-Fragebögen wurden von der Bevölkerung in Trentino-Südtirol und Tirol ausgefüllt, zudem wurden etwa 300 Gäste in ihrem Urlaub im Gebiet Sexten-Pustertal persönlich befragt. Die Ergebnisse wurden in Innsbruck im Rahmen der Abschlusskonferenz des Projekts M_Risk vorgestellt, an der neben Eurac Research auch die Universitäten Innsbruck, Trient und Bozen teilnahmen.

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28 November 22

Lebendiges Kulturerbe: Inspiration für eine zukunftsfähige Lebensweise

Projektabschluss: Ein Forschungsteam unter der Leitung von Eurac Research erfasste Praktiken und Beispiele für lebendiges Kulturerbe im italienisch-schweizerischen Grenzgebiet und macht auf das Potential des wertvollen Erbes aufmerksam

Eine der letzten drei Handwebereien in der Schweiz, die kurz vor dem Aus steht, rafft sich noch einmal auf, überarbeitet ihr Sortiment und ihr Marketing und schafft es schlussendlich, im von Abwanderung geprägten Val Müstair den Menschen mit qualitätsvollen Arbeitsplätzen wieder eine Perspektive zu bieten. Oder die Palabirne im Obervinschgau, einst Grundnahrungsmittel, die heute immer noch – bekannt und beliebt in gedörrter Form, als Birnenbrand destilliert oder als Palabirnenbrot – verschiedene Gruppen im Tal in ihrem Interesse für die jahrhundertealte Birnensorte vereint und gleichzeitig lokale Identität schafft. Dies sind nur zwei von 25 Beispielen für lebendiges Kulturerbe, die ein Forschungsteam unter der Leitung von Eurac Research im Projekt „Living Intangible Cultural Heritage“ im italienisch-schweizerischen Grenzgebiet erfasst hat. Ziel war es, Bewusstsein für die Vielfalt und den Reichtum dieses kulturellen Erbes zu schaffen. Die Abschlussveranstaltung mit allen Projektpartnern fand am Freitag, 25.11.22 in Glurns statt.

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24 November 22

Nachhaltigkeit und Biolandbau in Südtirol

Die aktuellen Herausforderungen und neue Perspektiven werden in einem Workshop erörtert, der von Eurac Research organisiert wird

Eine nachhaltigere Landwirtschaft – das ist die Herausforderung, der sich die Südtiroler Landwirtschaftsbetriebe und die Landesverwaltung in den kommenden Jahren stellen müssen. Der vom Land veröffentlichte Landwirtschaftsplan 2030 beschreibt die Grundsätze für diese Entwicklung und betont, wie wichtig es zum Beispiel ist, kleine landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen, die Kreislaufwirtschaft zu fördern und den Klimaschutz zu beachten. Der Workshop, der am 29. November 2022 von Eurac Research organisiert wird, befasst sich mit diesen Themen. Es werden Fachleute aus den Bereichen Agrarwissenschaft, Geschichte, Gender und Kultur zu Wort kommen. Verschiedene Projekte werden vorgestellt, die darauf abzielen, auf lokaler Ebene das Bewusstsein für die Themen Nachhaltigkeit und ökologische Landwirtschaft zu schärfen und Erfahrungen in diesem Bereich auszutauschen.

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09 November 22

Artenreiche Anger

Im Rahmen des Biodiversitätsmonitorings Südtirol hat ein Forschungsteam den Lebensraum Streuobstwiese untersucht – und außerordentliche Vielfalt gefunden

Fünf Streuobstwiesen – gemähte oder beweidete Wiesen, in denen verstreut Obstbäume wachsen – verteilt über ganz Südtirol, hat das Team untersucht. Heute werden im Naturmuseum Südtirol die Ergebnisse vorgestellt. Sie zeigen, dass die besonderen Eigenschaften der „Anger“ oder „Pangerter“, wie sie in Südtirol genannt werden, sie zu einem wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl von Arten machen. In keinem anderen Lebensraum Südtirols wurden etwa so viele Vogelarten erhoben, darunter einige gefährdete Arten. Besonders eindrucksvoll auch die Ergebnisse zu Wildbienen: In den Streuobstwiesen kamen im Schnitt fast 23 Arten vor – in intensiven Apfelanlagen sind es nur knapp über neun.

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25 Oktober 22

Science Slam Bozen: Wissenschaft, die begeistert!

Drei Forscherinnen und drei Forscher haben beim ersten Science Slam Bozen den voll besetzten Saal in Eurac Research zum Brodeln gebracht. Das Publikum hat den Biotechnologen Giacomo Antonello zum Slammer des Abends gekürt. In seinem Vortrag mit dem Titel „Du bist nicht allein“ hat er unter Beifall und Lachsalven erklärt, welche Mikroorganismen in und auf uns leben, und wie sie unsere Gesundheit und unser Gemüt beeinflussen. Die nächsten beiden Science Slam Termine sind am Donnerstag, 27. Oktober, am NOI Techpark und am Freitag, 28. Oktober, an der Freien Universität Bozen. Beginn ist jeweils um jeweils 19.30 Uhr.

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21 Oktober 22

Südtirol erhält UNESCO-Lehrstuhl

Mit dem UNESCO-Lehrstuhl für Interdisziplinäre Antizipation und global-lokale Transformation am Forschungszentrum Eurac Research wird auch Südtirol Teil des weltweiten Netzwerks

Die UNESCO, die Bildungs-, Kultur- und Wissenschaftsorganisation der Vereinten Nationen, umfasst nahezu alle Länder der Welt. Um die Ziele der UNESCO in Wissenschaft und Bildung zu verankern, kooperieren weltweit über 900 Lehrstühle, die sich durch herausragende Forschung und Lehre in den Arbeitsgebieten der Organisation auszeichnen. Eurac Research wurde kürzlich der UNESCO-Lehrstuhl für Interdisziplinäre Antizipation und global-lokale Transformation zugesprochen, der sowohl Forschung als auch Lehrtätigkeiten umfasst und Südtirol das weltweite Netz der UNESCO eröffnet. Am Montag, 24. Oktober wird der neue und erste UNESCO-Lehrstuhl Südtirols am Bozner Forschungszentrum offiziell vorgestellt.

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