CLIMATE CHANGE MONITORING SOUTH TYROL
17.034 Blitze
im Jahr 2024
Anzahl der Blitze
Es besteht eine Verbindung zwischen der Anzahl der Blitze und der Häufigkeit der Gewitter, die jedoch keine zwingenden Rückschlüsse erlaubt. So können viele Blitze auf viele Gewitterzellen hindeuten, aber auch wenige Gewitter können viele Blitze generieren und umgekehrt können viele kleinere Gewitter nur wenige Blitze verursachen.
Hintergrundinformation
Gewitter sind meist mit starken Winden, Starkregen und teilweise auch Hagel verbunden. Sie können Überschwemmungen und große Schäden an Wäldern, landwirtschaftlichen Flächen, Gebäuden und der Infrastruktur verursachen. Sie sind eine häufige Ursache für Einsätze des Bevölkerungsschutzes (Feuerwehr) und können Menschenleben gefährden. Die Klimaforschung geht davon aus, dass die Häufigkeit und Intensität von Gewittern mit steigenden Temperaturen zunehmen werden.
Beschreibung des Graphs und Ergebnisse
Bisher können aus den vorliegenden Daten keine fundierten Schlüsse gezogen werden, da in den letzten Jahren neue, genauere Sensoren aufgestellt wurden, um die Messqualität zu verbessern, und die Messreihe zu kurz ist. Auffällig ist das Jahr 2015, das mit 54 153 Boden- und Wolkenblitzen das blitzreichste seit Beginn der Aufzeichnungen war. Es war besonders heiß und zeichnete sich durch eine Rekordanzahl an Tropennächten aus. Im Jahr 2024 wurden 17.034 Blitze registriert.
Methode
Die Ortung der Blitze erfolgt durch ein Netzwerk aus Sensoren, das ganz Italien und Europa abdeckt. Diese Sensoren erkennen das elektromagnetische Feld, das jeder Blitz ausstrahlt, und ermöglichen mittels GPS-Synchronisation eine präzise Ortung. Dazu muss ein Blitz gleichzeitig von mindestens zwei Sensoren erfasst werden. Anhand der Laufzeit und der Richtung der elektromagnetischen Welle kann seine genaue Position berechnet werden. Das Blitzortungssystem ist Teil des europäischen Netzwerks EUCLID, das eine optimale Abdeckung jedes europäischen Landes gewährleistet. In Südtirol wurden in den letzten Jahren jährlich rund 20.000 bis 30.000 Blitze registriert.
Betroffene Sektoren
Wasser
Naturgefahren
Wassermanagement
Forstwirtschaft
Siedlungen und Verkehrsinfrastrukturen
Landwirtschaft
Verwandte Indikatoren
Kontakt
Eurac Research: Marc Zebisch, Center for Climate Change and Transformation
Daten bereit gestellt vom Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung der Autonomen Provinz Bozen: Dieter Peterlin

