Eurach Research

13 Tage früher

als im Jahr 1975 (im linearen Mittel)

Beginn der Vollblüte des Apfels

FolgenFolgen

Der Indikator zeigt den Kalendertag im Jahr, an dem ein Apfelbaum der Sorte „Golden Delicious” in Vollblüte steht. Er veranschaulicht die Reaktion der Vegetation auf steigende Temperaturen und die damit einhergehende Verschiebung der Phänologie, also der jährlich wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen von Pflanzen.

    Klimawandel Monitoringby
    loading ...

    Hintergrund

    Der Zeitpunkt der Blüte hängt stark von den Durchschnittstemperaturen im Spätwinter und Frühling ab. Außerdem wird er von den Nachttemperaturen beeinflusst. Die Apfelblüte ist besonders empfindlich gegenüber Spätfrost. Zwar werden Spätfröste aufgrund des Klimawandels ebenfalls seltener, der Rückgang ist jedoch weniger ausgeprägt, sodass eine verfrühte Apfelblüte dennoch ein größeres Risiko für Frostschäden birgt.

    Beschreibung des Graphs und Ergebnisse 

    Der Graph zeigt den Kalendertag der Vollblüte der Apfelsorte „Golden Delicious” in den einzelnen Jahren von 1975 bis 2025.

    Trotz hoher Variabilität in einzelnen Jahren ist deutlich erkennbar, dass die Blüte in den letzten 51 Jahren immer früher eingetreten ist. Im Jahr 2025 war dies am 8. April. Im linearen Mittel beginnt die Apfelblüte somit ca. 13 Tage früher als noch im Jahr 1975.

    Methode

    Der Graph basiert auf den phänologischen Erhebungen des Versuchszentrums Laimburg an der Sorte „Golden Delicious”, die in Anlehnung an die internationalen BBCH-Codelisten (Entwicklungsstadien nach Fleckinger) für Äpfel angepasst wurden. Die Abkürzung BBCH steht für „Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Bundessortenamt und Chemische Industrie”. Sie gibt Auskunft über das morphologische Entwicklungsstadium einer Pflanze. Die Beobachtung fand auf dem Bodentyp „sandiger Lehm“ mit 2,1 bis 2,7 % organischer Substanz und einem pH-Wert von 7,1 bis 7,4 auf dem Standort Laimburg (220 m NN) statt. Die Bewirtschaftung folgt den Richtlinien des integrierten Anbaus.

    Betroffene Sektoren

    • Landwirtschaft

    • Biodiversität

    Verwandte Indikatoren

    + 2.2 °C

    seit 1980 für ganz Südtirol im Durchschnitt

    Jahresmitteltemperatur

    Kontakt

    Eurac Research: Georg Niedrist, Institut für Alpine Umwelt

    Daten bereit gestellt vom Versuchszentrum Laimburg, Walter Guerra

    Science Shots Eurac Research Newsletter

    Die besten Wissenschafts-Stories und Veranstaltungen des Monats.

    Sprache wählen
    Eurac Research logo

    Eurac Research ist ein privates Forschungszentrum mit Sitz in Bozen, Südtirol. Unsere Forscherinnen und Forscher kommen aus allen Teilen der Welt und arbeiten in vielen verschiedenen Disziplinen. Gemeinsam widmen sie sich dem, was ihr Beruf und ihre Berufung ist – Zukunft zu gestalten.

    No Woman No Panel

    Was wir tun

    Wo wir sind

    Eurac Research Headquarter

    Viale Druso 1

    39100 Bolzano

    Italy

    Get directions

    Eurac Research NOI Techpark

    Via A.-Volta

    39100 Bolzano

    Italy

    Get directions
    ARBEITE MIT UNS

    Except where otherwise noted, content on this site is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International license.

    Folge uns
    • Facebook icon
    • X icon
    • Instagram icon
    • Youtube icon
    • linkedin icon