Epigenetik der zellulären Seneszenz im Alterungsprozeß
Aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung kommen der Untersuchung und Vorsorge altersassoziierter Erkrankungen, welche ein Kernforschungsgebiet des Instituts für Biomedizin darstellen, eine zentrale Bedeutung in der Gesundheitsversorgung zu. Das Risiko von Krebserkrankungen steigt beispielsweise mit zunehmendem Alter sprunghaft an. Dabei spielen zelluläre Alterungsprozesse, die man als zelluläre Seneszenz bezeichnet, eine maßgebliche Rolle. Die Seneszenz betrifft auch weite Teile des Immunsystems. Dieser Alterungsprozess führt zum Nachlassen der Funktionsfähigkeit des Immunsystems und aufgrund der geschwächten anti-tumoralen Aktivität zu einem erhöhten Krebsrisiko im Alter.
Ziel des SENECA-Projektes ist es, diese Alterungsprozesse zu entschlüsseln und neue therapeutische Wirkstoffe gegen Krebs zu erforschen. Die Stärken des SENECA Netzwerkes liegen in der komplementären und synergetischen Expertise der beteiligten Partner, die bereits in gemeinsamen Kooperationsprojekten erfolgreich interagierten. Durch die Integration multidisziplinärer Ansätze, gepaart mit gezielten Ausbildungsmaßnahmen für junge Wissenschafter und Wissenschafterinnen und breite Disseminationsstrategien, leistet SENECA einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Forschungs- und Innovationskompetenzen der grenzüberschreitenden Regionen bei der Prävention und Therapie altersassoziierter Erkrankungen.
Das Netzwerk wurde ursprünglich für das EPIC Interreg Projekt ins Leben gerufen und wird im SENECA Projekt weitergeführt. Die breit aufgefächerte Kompetenz des Netzwerks ist gegeben durch
- Prof. Claudio Brancolini, SENECA Projektleiter an der Universität Udine, mit einer langjährigen Erfahrung im Bereich der Krebsforschung: sein Labor ist spezialisiert auf Krebszellmodelle und entwirft Experimente für Hochdurchsatz Sequenzierungen zur Untersuchung von Genaktivität und räumlicher Anordnung von DNA im Zellkern.
- Prof. Fulvia Felluga von der Universität Triest ist spezialisiert auf organische Chemie. Während unserer Zusammenarbeit im EPIC Projekt lieferte das Labor in Triest rechnerisch verbesserte Wirkstoffe und synthetisierte diese zum Testen in den Partnerlabors. Diese Rolle wird auch im SENECA Projekt beibehalten, wo unser Ziel die Verbesserung von Wirkstoffen zum Entgegenwirken von zellulärer Seneszenz ist.
- Prof. Fritz Aberger und Prof. Jutta Horejs-Hoeck von der Universität Salzburg sind Experten in onkogenen Signalwegen und Tumor:Immunsystem Interaktionen, mit Betonung auf bestimmte tumorbezogene Stoffwechselwege. Beide Labors führen komplementäre Forschung durch und tragen damit gleich doppelt zum Mehrwert der Forschungsziele von SENECA bei.
- Dr. Christian X. Weichenberger von Eurac Research, der Expertise in rechnerischen und statistischen Analysen von großen Datensätze zur Verfügung stellt. Die Bioinformatiker an der Eurac sind hingebungsvolle Datenanlysten und haben Erfahrung im Umgang mit Sequenzierungsdaten aus einer Vielzahl von Quellen und setzen diese in Kontext unter Zuhilfenahme einer Vielfalt von modernsten Algorithmen und spezialisierten biologischen Datenbanken.
Das SENECA Team freut sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit, die in spannender Forschung, neuen Einsichten, wissenschaftlichen Publikationen, Konferenzbesuchen und Öffentlichkeitsarbeit resultiert, und das alles aufbauend auf hochmotivierte Forscher, junge wie auch langdienende.

- Project duration: -
- Project status:
- Funding: Italy-Austria 2021-2027 (EUTC / EU funding / Project)
- Institute: Institut für Biomedizin
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