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Biomedizin
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01 Dezember 22

Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Fokus

Die Zusammenarbeit zwischen italienischen und österreichischen Forschungseinrichtungen schafft eine Grundlage für die Entwicklung neuer Medikamente

Rund 30 Prozent der europäischen Bevölkerung leiden an Herz-Kreislauf-Erkrankungen; etwa 40 Prozent der Todesfälle in Italien und 45 Prozent in Österreich sind auf diese Erkrankungen zurückzuführen. Innovative Therapien zu entwickeln und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern ist das Ziel des Projekts INCardio, an dem Eurac Research gemeinsam mit anderen italienischen und österreichischen Forschungszentren beteiligt war. Die Ergebnisse des Projekts wurden gestern in Bozen vorgestellt.

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06 Oktober 22

Arrhythmogene Kardiomyopathie: Neu entdecktes Molekül könnte die Krankheit aufhalten

Das Ergebnis von sieben Jahren Laborversuchen öffnet den Weg für Arzneimittelforschung

Der Name des synthetisch, d. h. im Labor hergestellten Moleküls ist MB-3. Es wird eingesetzt, um die Aktivität des Enzyms GCN5 zu hemmen und dadurch die Fettansammlung in den Herzzellen zu reduzieren, die die arrhythmogene Kardiomyopathie kennzeichnet – eine genetische Erkrankung, die in Italien zum Beispiel den Fußballer Piermario Morosini aus Livorno oder den Eishockeyspieler Darcy Robinson aus Asiago in jungen Jahren tötete. Ein Team von Biologinnen von Eurac Research machte die Entdeckung nach jahrelanger Forschung in Zusammenarbeit mit der medizinischen Universität Innsbruck, dem Centro Cardiologico Monzino und der Universität Mailand.

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02 Dezember 21

CHRIS-Studie im Vinschgau: Die zweite Phase startet, 13.000 nehmen teil

„Eine etablierte Ressource für die medizinische Forschung in Südtirol und weltweit, die immer wichtiger wird“

So langsam kehrt – nach einer pandemiebedingten Studienunterbrechung – wieder Leben in die Räumlichkeiten des CHRIS-Zentrums im Krankenhaus Schlanders ein. Für mehr als 13.000 Vinschgauerinnen und Vinschgauer, die von 2011 bis 2018 an der CHRIS-Studie teilgenommen haben, ist es wieder Zeit, die Untersuchungen zu wiederholen. Mit dieser zweiten Phase wird die Bevölkerungsstudie von Eurac Research und Südtiroler Sanitätsbetrieb zu einer prospektiven Langzeitstudie: Sie wird weiterhin Daten zur Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln und sie der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und dem lokalen Sanitätsbetrieb zur Verfügung stellen. Am Donnerstag, 2. Dezember, traf die Arbeitsgruppe des Instituts für Biomedizin von Eurac Research mit der Spitze des Sanitätsbetriebs zusammen, um die ersten zehn Jahre der Studie Revue passieren zu lassen, ihre Wiederaufnahme zu feiern und Zukunftsperspektiven zu diskutieren.

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14 Juli 21

Nierenversagen: Eurac Research veranstaltet Summer School für lösungsorientierte Forschung

Junge Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt werden angeregt, wissenschaftliche Erkenntnisse in neue Behandlungsmethoden zu übersetzen

Biomedizinische Forschung zielt darauf ab, die biologischen Mechanismen hinter Krankheiten zu verstehen. Damit dieses Wissen sich in konkrete Lösungen zur Verbesserung menschlicher Gesundheit verwandelt, müssen Grundlagenforschung und Therapieentwicklung sich annähern; Voraussetzung ist, dass beide Seiten die Fähigkeiten und Möglichkeiten der jeweils anderen kennen. In diesem Sinne will die Summer School junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befähigen, im Laufe ihrer Karrieren aus den Erkenntnissen der Grundlagenforschung neue Therapien oder Medikamente zu entwickeln. Die Sommerschule, mit einem international renommierten Dozententeam aus Italien, Deutschland, Frankreich, der Schweiz und den USA, ist weltweit das erste wissenschaftliche Ausbildungsprogramm, das sich mit genetischer Epidemiologie der Nierenfunktion befasst.

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12 Juli 21

Südtiroler Daten fließen in die weltweit umfangreichste Forschung zu Genetik und Covid-19 ein

Ein internationales Forschungskonsortium entdeckt mehrere Positionen im menschlichen Genom, die einen schweren Covid-19-Verlauf verursachen können. Eurac Research ist eine der beteiligten Institutionen.

Im März 2020 schlossen sich weltweit tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um der Frage auf den Grund zu gehen: Warum erkranken manche Menschen schwer an Covid-19, ja sterben vielleicht sogar daran, während andere nur leichte bis gar keine Symptome entwickeln? Kann es sein, dass genetische Faktoren den Verlauf der Infektion beeinflussen? Das renommierte Magazin Nature hat am Donnerstag das Ergebnis einer der weltweit größten genetischen Studien veröffentlicht: Es wurden 13 Loci identifiziert – das sind die Positionen im menschlichen Genom,die mit einer schweren Covid-19-Infektion in Verbindung gebracht werden können. Untersucht wurde das Genom von fast 50.000 Covid-19-Patienten und zwei Millionen nicht infizierten Menschen, darunter auch von Studien, die von Eurac Research im vergangenen Jahr durchgeführt wurden.

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07 April 21

Welt-Parkinson-Tag am 11. April: Die Forschung setzt auf Früherkennung

Ein Dossier von Eurac Research beschreibt den aktuellen Stand von Diagnostik und Behandlung und erklärt, wie die Krankheit in Südtirol erforscht wird

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die bei Menschen über 60 Jahren häufiger auftritt – ihre Verbreitung wird in den alternden westlichen Gesellschaften deshalb aller Voraussicht nach zunehmen. Auch in Südtirol ist ein Prozent der über 60-Jährigen betroffen. Männer erkranken etwa doppelt so häufig wie Frauen. Die Krankheit wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts ausführlich beschrieben; bis heute gibt es keine Behandlung, die ihr Fortschreiten aufzuhalten vermag. Die Forschung konzentriert sich auf die Mechanismen bei der Entstehung der Krankheit, um sie so früh wie möglich diagnostizieren zu können. Die Genetikerin Irene Pichler und der Neurowissenschaftler Mattia Volta stellen die neuesten Forschungsergebnisse, veranschaulicht durch Videoanimationen und Bilder, in einem Dossier im Online-Magazin von Eurac Research vor.

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08 März 21

In Bozen entwickelte Software hat die genetische Forschung weltweit revolutioniert

Software, die Forscher von Eurac Research und Medizin Uni Innsbruck entwickelt haben, ist nun Standard-Technologie für große internationale Forschungskonsortien, um genetische Ursachen von Krankheiten zu untersuchen

Das Genom eines einzelnen Menschen vollständig zu sequenzieren ist aufwändig und kostet rund 1.000 Euro. Mit der Technologie, die ein Forscherteam von Eurac Research und Medizin Uni Innsbruck entwickelt hat, reicht es, nur einen Teil des Genoms zu sequenzieren – der Rest wird von der Software „aufgefüllt“ beziehungsweise hochgerechnet. Die Kosten verringern sich um das 50-100fache, und die genetischen Daten einer Vielzahl von Menschen können so viel schneller untersucht werden. Die 2012 in Bozen entwickelte Methode wurde nun verfeinert, mit einer enormen Datenbank verknüpft und der Wissenschaftsgemeinschaft zugänglich gemacht. Die weltweit größte Sequenzier-Studie zu genetischen Risikofaktoren von Krankheiten, deren Ergebnisse kürzlich im Fachmagazin Nature publiziert wurden, griff auf die Software zurück.

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