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Technologie
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15 Juni 21

Ein unabhängiges Leben im Alter: das Potential technologischer Assistenzlösungen

Ein Forscherteam von Eurac Research führte eine Feldstudie in Südtirol durch und testete ein Jahr lang ein technologisches Lösungspaket mit älteren Menschen und ihren Angehörigen.

Im Jahr 2070 wird in Europa voraussichtlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Heute schon liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei deutlich über 80. Das bedeutet, dass der Betreuungsbedarf steigen wird. Technologische Lösungen für ältere Menschen können das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle erhöhen – besonders dann, wenn die Technik intensiv genutzt wird. Das zeigt die Studie im Rahmen des internationalen europäischen Projekts i-evAALution, die ein Forscherteam von Eurac Research in Südtirol mit 72 meist allein lebenden älteren Menschen und ihren Unterstützungspersonen von Oktober 2019 bis März 2021 durchgeführt hat. Die Details zur Studie und ihre Ergebnisse werden im Rahmen von SMARTER LIVES, einem Praxisforum für Digitalisierung in der Pflege und Lebensqualität im Alter am 16. Juni 2021 vorgestellt. Die Veranstaltung findet online statt und wird vom AAL Competence Network der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit Eurac Research organisiert.

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08 März 21

In Bozen entwickelte Software hat die genetische Forschung weltweit revolutioniert

Software, die Forscher von Eurac Research und Medizin Uni Innsbruck entwickelt haben, ist nun Standard-Technologie für große internationale Forschungskonsortien, um genetische Ursachen von Krankheiten zu untersuchen

Das Genom eines einzelnen Menschen vollständig zu sequenzieren ist aufwändig und kostet rund 1.000 Euro. Mit der Technologie, die ein Forscherteam von Eurac Research und Medizin Uni Innsbruck entwickelt hat, reicht es, nur einen Teil des Genoms zu sequenzieren – der Rest wird von der Software „aufgefüllt“ beziehungsweise hochgerechnet. Die Kosten verringern sich um das 50-100fache, und die genetischen Daten einer Vielzahl von Menschen können so viel schneller untersucht werden. Die 2012 in Bozen entwickelte Methode wurde nun verfeinert, mit einer enormen Datenbank verknüpft und der Wissenschaftsgemeinschaft zugänglich gemacht. Die weltweit größte Sequenzier-Studie zu genetischen Risikofaktoren von Krankheiten, deren Ergebnisse kürzlich im Fachmagazin Nature publiziert wurden, griff auf die Software zurück.

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