Eurach Research

Kultur

28.11.2025

„Bauerngeschichten“: Forschung und Literatur widmen sich bäuerlichen Lebenswelten

Workshop und Lesungen vom 3. bis 5. Dezember 2025 im Forschungszentrum Eurac Research in Bozen



Wie wird das bäuerliche Leben früher und heute erzählt – in Literatur, Film und Wissenschaft? Welche Bilder, Mythen und Realitäten prägen die Vorstellung vom Leben auf dem Land? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der internationalen Tagung „Bauerngeschichten. Bauern und bäuerliche Lebenswelten in aktuellen Erzählungen und Diskursen“, die Eurac Research vom 3. bis 5. Dezember 2025 in Bozen veranstaltet.


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14.05.2025

Die vielen Gesichter der Südtirol-Autonomie

Eurac Research veröffentlicht einen interdisziplinären Autonomiereport



Das Südtiroler Autonomiemodell gilt als Beispiel für die erfolgreiche Lösung ethnischer Konflikte. Doch wie genau funktioniert dieses System, das weitreichende Selbstverwaltung mit Minderheitenschutz verbindet und dem Land Frieden und Wohlstand brachte? Wie prägt die Autonomie die Südtiroler Politik und Wirtschaft, das Zusammenleben der Sprachgruppen, den Alltag der Menschen? Ein interdisziplinärer Report beleuchtet zentrale Aspekte, von der Schlüsselrolle der paritätischen Kommissionen und der Systemsäule Proporz bis zu den Wünschen der Jugend und Fragen der Identität. Für ein allgemeines Publikum beschreiben 31 Autorinnen und Autoren die Grundzüge des politischen Systems und der Finanzautonomie, erklären institutionelle Besonderheiten, zeichnen das Netz an Beziehungen nach, das Südtirol mit seinen Nachbarn und der Welt verbindet, dokumentieren die historische Entwicklung. Und blicken in die Zukunft – auf die großen gesellschaftspolitischen Veränderungen, die das Modell vor neue Aufgaben stellen.


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17.06.2024

Naturkatstrophe oder Opferritus? Wie 20 Kelten vor mehr als 2.000 Jahren ums Leben kamen

Ein Forschungsteam von Eurac Research und der Universität Bern hat das Rätsel von Cornaux/Les Sauges in der Schweiz untersucht



Bei den Überresten einer eingestürzten späteisenzeitlichen Brücke im Drei-Seen-Land (Schweiz) wurden 1965 bei Bauarbeiten rund zwanzig uralte menschliche Skelette entdeckt. Seither wird darüber gerätselt, was an diesem Flussbett in Cornaux/Les Sauges wirklich passiert ist, wer die Toten waren und was ihnen damals zugestoßen ist. Jetzt haben Forschende aus den Bereichen Archäologie, Anthropologie, Thanatologie, Biochemie und Paläogenetik den Fall erneut untersucht. Die Ergebnisse ihrer vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und von der Autonomen Provinz Bozen (Südtirol) unterstützten Arbeit wurden vor Kurzem in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.


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23.10.2023

Fakten und Fiktion: Die sich verändernde Bergwelt in Literatur und Wissenschaft

Vom Südtiroler Geschichtsroman bis zur Dorfgeschichte im ländlichen Raum – Ein Workshop von Eurac Research erörtert die Beziehungen zwischen literarischen Texten und wissenschaftlichen Erkenntnissen im Alpenraum.



Seit 1980 gibt es schätzungsweise 64 Prozent weniger Landwirtschaftsbetriebe im Alpenraum. Das sind mehr als 350.000 Betriebe, die aufgegeben worden sind. Diese Zahlen beschreiben die zum Teil drastischen Veränderungen im ländlichen Raum. Was dies konkret für die Menschen bedeutet, welche Einzelschicksale dahinter stecken, kann von wissenschaftlichen Arbeiten nur begrenzt erfasst werden. Der Literatur hingegen steht eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten zur Verfügung, um Einblicke in die Lebens- und Gefühlswelt der Menschen zu gewähren. Welche Wechselwirkungen zwischen Literatur und Wissenschaft existieren, inwieweit zeitgenössische literarische Texte eine Quelle des Wissens sein können und welche Rolle wissenschaftliche Erkenntnisse in belletristischen Werken spielen, erkundet der Workshop „Literatur und Wissen(schaft)“, der vom 26. bis 27. Oktober im Forschungszentrum Eurac Research stattfindet.


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12.07.2022

„Was für manche altmodisch erscheinen mag, ist in Wirklichkeit moderner denn je“

Eurac Research präsentiert „Hüter der Vielfalt“, eine Ausstellung zum lebendigen Kulturerbe im Vinschgau, Unterengadin und Val Müstair.



Irmgard aus Galsaun bei Kastelbell-Tschars fertigt Körbe, Taschen und sogar ganze Schränke aus Weidenbast. Damit wurden bereits vor 10.000 Jahren Seile und Fischernetze hergestellt. Josin aus Susch (Unterengadin) ist – wie schon sein Großvater und Vater – Sgraffito-Künstler. Im 16. Jahrhundert brachten Renaissance-Baumeister diese besondere Ornament-Technik nach Graubünden. Die „Tessanda“ in Santa Maria, Val Müstair, ist eine der drei letzten Handwebereien in der Schweiz. Dort arbeiten Handweberinnen auf teils über 100-jährigen Webstühlen. Das sind nur drei von 25 „Hütern der Vielfalt“ – Persönlichkeiten, deren Tätigkeit und Lebenseinstellung in der gleichnamigen Wanderausstellung vom 15. Juli bis 14. Oktober erzählt werden. Ziel der Ausstellung ist es, den großen Reichtum des Kulturerbes dieser Region und die dahinterstehenden Menschen kennenzulernen. Die Ausstellung wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts konzipiert, in dem sich Forscherinnen von Eurac Research mit dem lebendigen Kulturerbe in der Grenzregion zwischen Italien und der Schweiz beschäftigen. Damit wollen sie das Bewusstsein für das lebendige Kulturerbe dieser Region schärfen, die Wertschätzung hierfür steigern und seine Widerstandsfähigkeit langfristig stärken. Die Vernissage findet am Freitag, 15. Juli um 18:00 Uhr, in der Kartause des Klosters Allerengelberg in Karthaus (Schnals) statt. Die Ausstellung wird außerdem in Laas, Glurns und Valchava (CH) gezeigt. Der Eintritt ist kostenlos.


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Eurac Research ist ein privates Forschungszentrum mit Sitz in Bozen, Südtirol. Unsere Forscherinnen und Forscher kommen aus allen Teilen der Welt und arbeiten in vielen verschiedenen Disziplinen. Gemeinsam widmen sie sich dem, was ihr Beruf und ihre Berufung ist – Zukunft zu gestalten.

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