PACE

PACE: Partnership to Accelerate Covid-19 rEsearch in South Tyrol

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  • English
  • Italiano
  • Project duration: January 2021 - June 2022
  • Project status:
    Approval by the Scientific Committee
  • Funding:
    Provincial P.-L.P. 14. Research projects (Province BZ funding /Project)

Die Ausbreitung einer durch ein neues Coronavirus verursachten Infektionskrankheit gegen Ende 2019 (COVID-19) hat sich zu einer globalen Pandemie entwickelt, die die Gesundheitssysteme aller Länder bedroht und schwere gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Folgen hat. Die Pandemie hat Südtirol mit einer sehr hohen Inzidenz von COVID-19 sehr hart getroffen: Bis Anfang August 2020 wurden >2700 kumulative Fälle und ~300 Todesfälle registriert. Nach der jüngsten Erhebung des nationalen Statistikinstituts ISTAT liegt Südtirol mit 3,3 % aller Einwohner, die Antikörper gegen SARS-Cov-2 aufweisen, an dritter Stelle unter allen italienischen Regionen. Die mangelnde Vorbereitung der Gesundheitssysteme sowohl bei der Früherkennung der Fälle als auch bei der Eindämmung der infizierten Personen und der Ermittlung der Kontaktpersonen, die Schwierigkeit, die Symptome von COVID-19 von denen anderer Atemwegsinfektionen, einschließlich der Grippe, zu unterscheiden, und die hohe Prävalenz von Fällen mit leichten Symptomen haben zu einer Ausbreitung der Krankheit geführt. Darüber hinaus gibt es möglicherweise asymptomatische Patienten, deren tatsächliche Zahl und Rolle bei der Pandemie weitgehend unbekannt sind.

Die Kenntnis der tatsächlichen Prävalenz der Krankheit ist von grundlegender Bedeutung, um Erkenntnisse über die Epidemiologie und die Ausbreitung der Infektion zu gewinnen und eine Grundlage für politische und gesundheitspolitische Entscheidungen zu schaffen, um Prozesse zu entwickeln und zu steuern, die dazu beitragen, die Ausbreitung der Infektion zu bekämpfen und gleichzeitig unnötige Einschränkungen zu vermeiden. Darüber hinaus ist die Kenntnis der Prävalenz unerlässlich, um den Nutzen von Teststrategien zu bestimmen, insbesondere jetzt, da kommerzielle serologische Tests für die Bevölkerung verfügbar werden.

Von größter Bedeutung ist auch die Beantwortung mehrerer ungelöster Fragen, wie z. B. die Zahl der sekundären Übertragungen, das Ausmaß der Übertragungen innerhalb der Familie, die Wirksamkeit von Isolierungsmaßnahmen und spezifischen epidemiologischen Interventionen, die Dauer der Immunität positiver Fälle und die Identifizierung genetischer, endogener und umweltbedingter Faktoren, die den Verlauf und die Schwere der COVID-19-Infektion bestimmen.

Im Rahmen des immunologischen Aspekts, der den Kern der COVID-19-Krankheit ausmacht, rückt die Rolle der angeborenen Immunität in den Mittelpunkt der Debatte: Während serologische Tests nur einen kleinen Teil der Reaktion des Immunsystems auf SARS-Cov-2 widerspiegeln, fehlen Daten über die Aktivität des angeborenen Immunsystems, von dem angenommen wird, dass es einen größeren Teil der Reaktion abdeckt. Mit unserem vorgeschlagenen Forschungsplan wollen wir diese Wissenslücke schließen.

Um diese Ziele zu erreichen, hat das Eurac-Forschungsinstitut für Biomedizin in Bozen einen mehrstufigen Kooperationsvorschlag ausgearbeitet, um die wichtigen Fragen im Zusammenhang mit den COVID-19-Pandemien zu beantworten. An dieser Zusammenarbeit sind drei Partner beteiligt: das Eurac-Forschungsinstitut für Biomedizin, insbesondere die Studie Cooperative Health Research In South Tyrol (CHRIS), die von Prof. P. Pramstaller und Dr. C. Pattaro von Eurac Research geleitet wird und die die wichtigste Ressource in diesem Projekt sein wird; die Südtiroler Gesundheitsbehörde (SABES), insbesondere die Grödner COVID-19-Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Mian (Hämatologie). Dr. M. Mian (Abteilung für Hämatologie, Zentralkrankenhaus Bozen), und die Medizinische Universität Innsbruck (MUI), insbesondere die Studie zu COVID-19 bei stationären und ambulanten Patienten unter der Leitung von Prof. G. Weiss (Abteilung für Innere Medizin, MUI). Die Zusammenarbeit wird es ermöglichen, eine Gesamtdarstellung von COVID-19 in allen Umgebungen und Bevölkerungsgruppen durch die Analyse und Integration von Daten aus drei verschiedenen, aber sich ergänzenden Kontexten zu erhalten: [1] die Allgemeinbevölkerung eines Gebiets mit scheinbar geringer Prävalenz, dem Vinschgau; [2] die Allgemeinbevölkerung eines Gebiets mit hoher Prävalenz, dem Grödnertal; [3] eine an der Medizinischen Universität Innsbruck gesammelte Patientenkohorte.

Publications
Prevalence and determinants of serum antibodies to SARS-CoV-2 in the general population of the Gardena Valley
Melotti R, Scaggiante F, Falciani M, Weichenberger CX, Foco L, Lombardo S, De Grandi A, von Laer D, Mahlknecht A, Pramstaller PP, Pagani E, Meier H, Gaertner T, Troi C, Mascalzoni D, Pattaro C, Mian M (2021)
Cambridge University Press (CUP)
Zeitschriftenartikel
Epidemiology and Infection

Weitere Informationen: http://dx.doi.org/10.1017/s0950268821001886

https://doi.org/10.1017/S0950268821001886

http://hdl.handle.net/10863/18210

A RANDOM POPULATION SAMPLE AND 10 FOLLOW-UPS: ONE YEAR OF COVID-19 PANDEMIC SEEN
THROUGH THE CHRIS COVID-19 STUDY.
Barbieri G, Gögele M, Melotti R, Weichenberger CX, Foco L, Giardiello D, Bottigliengo D, Pramstaller PP, Pattaro C (2021)
Beitrag in Konferenzband

Konferenz: XI Congresso Nazionale SISMEC | Bari | 15.9.2021 - 18.9.2021

Partner
Medizinische Universität Innsbruck
SABES Sanitätsbetrieb
Projekt Team
1 - 8

Projects

1 - 4
Project

EPIC

Epigenetik der Immunität bei Krebserkrankungen

Duration: September 2019 - October 2021Funding:
Italy-Austria 2014-2020 (EUTC / EU funding / Project)

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Eurac Research ist ein privates Forschungs-Zentrum mit Sitz in Bozen, Südtirol. Unsere Forscher kommen aus einer Vielzahl von wissenschaftlichen Bereichen und aus allen Teilen der Welt. Gemeinsam widmen sie sich dem, was ihr Beruf und ihre Berufung ist – die Zukunft gestalten.

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Unsere Forschung befasst sich mit den größten Herausforderungen, vor denen wir in Zukunft stehen: Menschen brauchen Gesundheit, Energie, gut funktionierende politische und soziale Systeme und ein intaktes Umfeld. Dies sind komplexe Fragen, und wir suchen nach Antworten in der Interaktion zwischen vielen verschiedenen Disziplinen. Unsere Forschungsarbeit umfasst dabei drei Hauptthemen: lebensfähige Regionen, Vielfalt als lebensförderndes Merkmal, eine gesunde Gesellschaft.

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