PrehistoricAlps

Die genetischeVielfalt prähistorischer Individuen aus dem Gebiet des Mannes aus dem Eis ,den ostitalienischen Alpen.

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  • Project duration: September 2020 - December 2022
  • Project status:
    Approval by the Scientific Committee
  • Total project budget: 300.000,00 €

Die ostitalienischen Alpen (Region Trentino-Südtirol) sind ein wichtiges Grenzgebiet zwischen demMittelmeer und den nördlichen Teil der Alpen. Archäologische Daten in diesem Gebiet deuten darauf hin, dass es während der Kupferzeit (~3500-2200 v. Chr.) mehrere Kontakte mit Kulturen aus Ost- und Westeuropa gegeben hat. Der Mann aus dem Eis (3360-3100 v. Chr. cal.) ist das bekannteste repräsentative Individuum der Kupferzeit in Europa. In den ostitalienischen Alpen wurde bisher neben dem Mann aus dem Eis nur eine weitere mesolithische Probe (Veneto-Dolomiten; 14.180-13.780 kal. BP) auf genomische Variation untersucht. Daher fehlt es an genetischen Daten von prähistorischen Individuen aus diesem strategisch wichtigen, geographischen Gebiet. Mit diesem Projekt wollen wir diese Lücken schließen.

In der Eurac, dem antiken DNA-Labor des Instituts für Mumienstudien in Bozen, planen wir, genomische Daten aus mehreren prähistorischen Proben (50) aus den ostitalienischen Alpen (datiert vom Neolithikum bis zur mittleren Bronzezeit) zu erstellen. Das Projekt sieht folgende Arbeitsschritte und Analysen vor: die menschlichen Überreste für die genetischen Analysen zu sammeln und zu beproben (WP1), die Erhaltung und die Qualität der antiken DNA der Proben durch die sogenannte „Shotgun“-Sequenzierung abzuschätzen und die genomische Variation der besten Proben durch Anreicherung und einen Capture-Ansatz zu analysieren (WP2), die Radiokarbonmehode zur Datierung der Proben anzuwenden (WP3), die genomischen Daten statistisch zu analysieren, um die genetische Beziehung zwischen alpinen prähistorischen Individuen und anderen antiken und modernen europäischen Populationen zu untersuchen, und die Ergebnisse mit archäologischen Informationen zu vergleichen (WP4). Zum Abschluss werden die Daten in Peer-Review-Journalen veröffentlicht und die Ergebnisse durch verschiedene Strategien verbreitet (WP5).

Das Hauptziel des Projekts besteht darin, die genomische Vielfalt und Struktur alpiner prähistorischer Proben aus dem Gebiet des Mannes aus dem Eis zu charakterisieren, um Antworten auf spezifische Fragen zu erhalten: i) bilden alpine prähistorische Proben eine gemeinsame Gruppe? iii) zeigen sich hohe Ähnlichkeiten zwischen den alpinen Individuen aus der Kupferzeit mit den Bauern des frühen Neolithikums, wie es beim Mann aus dem Eis der Fall ist? iii) teilen sie die gleichen angestammten genetischen Komponenten und in welchen Anteilen? Letztendlich wird der Vergleich mit archäologischen Daten es auch ermöglichen, das Vorhandensein einer "alpinen Kulturgruppe" während der Kupferzeit, wie von Archäologen vorgeschlagen, zu erforschen und einen Einblick in die Beziehung zwischen den prähistorischen Alpen und den neolithischen Migrationswellen von Anatolien nach Südeuropa zu gewinnen. 


Projekt Team
1 - 5

Projects

1 - 7
Project

MummyLabs

Ausbau der Laborinfrastrukturen des Instituts für Mumienforschung im NOI Techkpark

Duration: December 2017 - October 2021Funding:
FESR (EU funding / Project)

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