Sie sind Momentaufnahmen vergangener Zeiten. Gleichzeitig verhelfen sie uns zu einzigartigen Erkenntnissen über unsere Gegenwart. Wir erforschen Skelette und Mumien aus aller Welt und aus verschiedenen historischen Epochen und gewinnen so Erkenntnisse zur Bevölkerungsgeschichte, der Entwicklung von Krankheitserregern und zur Konservierung archäologischer Funde.
Institut für Mumienforschung
Bei der Analyse archäologischer Überreste kombinieren wir konventionelle Methoden der Anthropologie mit innovativen Techniken wie Computertomographie, Nanotechnologie und Molekularbiologie. Entwickelt haben wir diesen multidisziplinären Ansatz während unserer Forschungsarbeiten an der weltberühmten Gletschermumie „Ötzi“ und den Arbeiten an ägyptischen Königsmumien wie Tutanchamun und Ramses III. Unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Todesursache und Verwandtschaftsbeziehungen dieser Mumien sind von internationalem Interesse und verhelfen unserem kulturellen Erbe zu mehr Sichtbarkeit.
In Kooperation mit Universitäten und Museen auf der ganzen Welt erarbeiten wir neue Techniken zur Konservierung und Ausstellung von Mumien.
Doch liegt uns nicht nur Erforschung und Erhalt der Vergangenheit am Herzen. Aus der Analyse alter DNA gewinnen wir neue Erkenntnisse über die Entwicklung von Mikroorganismen und Krankheitserregern. Krankheiten wie Tuberkulose, Lepra und Syphilis können mit Blick auf ihre Evolution besser verstanden - neue Ansätze zur Krankheitsvermeidung entwickelt werden. Untersuchungen zur Zusammensetzung der Darmflora (Mikrobiom) unserer Vorfahren erlauben Rückschlüsse auf die Rolle des Mikrobioms für unsere Entwicklung und Gesundheit.
Seit seiner Gründung 2007 gehen von unserem Institut neue Impulse aus für die Forschung in den Bereichen Anthropologie, Paläopathologie, Genetik und der Medizin aus.






























