CCI Strategy - Valorization

Eine Strategie für die Kreativwirtschaft Südtirol - Werschöpfung der Forschungsdaten und Entwicklungsmaßnahmen

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  • Project duration: -
  • Project status: finished
  • Funding:
    Public institutions (Other projects /Project)
  • Total project budget: 30.000,00 €
  • Institute: Institut für Regionalentwicklung

Für eine nachhaltige Entwicklung und regionale Strategie der Kultur- und Kreativwirtschaft in Südtirol

Eleonora Psenner, Eurac Research Institut für Regionalentwicklung

Kunst und Kultur in Südtirol brauchen Vertretung, Sichtbarkeit, Konzept und Vision

Die Covid-19-Krise bedroht die Existenzgrundlagen der lokalen Künstler, Kreativen und Kulturschaffenden, da Kultureinrichtungen seit beinah einem Jahr an Einnahmen verlieren, ihre Mitarbeiter entlassen müssen und in allen Bereichen ihrer Existenz und Zukunftsaussichten mit Unsicherheiten konfrontiert sind. Gleichzeitig wenden sich Menschen weltweit (einschließlich politischer Entscheidungsträger) der Kultur als Quelle für Innovation, Komfort und Wohlbefinden zu, in der Hoffnung, dass kreative Menschen neue Perspektiven einbringen und gesellschaftliche Probleme lösen können.  Die Corona-Krise hat überdeutlich gemacht, dass es (lebens)notwendig ist, jeglichen Berufsbildern der Kultur- und Kreativszene in Südtirol, die noch nicht in einer eigenen beruflichen Vereinigung organisiert sind, besondere Aufmerksamkeit zu schenken und ihren Anliegen Gehör zu verschaffen, damit sie auch weiterhin existieren und mit ihren vielseitigen Qualitäten und Ressourcen der Südtiroler Gesellschaft und Wirtschaft in der Krisenbewältigung und der darauffolgenden Aufbauphase aktiv zur Seite stehen und vielleicht sogar zu einem entscheidenden gemeinschafts- und innovationsorientierten Antriebsmotor werden können.

Doch wer gehört zu den Kreativen und wie sind die Kreativ- und Kultursektoren in Südtirol aufgestellt? Es gilt, sich der bestehen Ressourcen im Lande klar zu werden, ein Profil der lokalen Kreativwirtschaft zu definieren, die Bedürfnisse und Potenziale dieser Branche aufzuzeigen, und die betroffenen Akteure aus dem Sektor sowie Entscheidungsträger auf politischer Ebene dazu zu bewegen, sich für gemeinsame Ziele einzusetzen. Erste Schritte sind getan, die Akteure mit den Vertretern der Landesregierung in Kontakt zu setzen und bereits bestehende Daten und Ideen zu verbreiten: Aus dem Treffen mit Landesrat Philipp Achammer geht hervor, dass die Zusammenarbeit mit der KKW-Vertretung und Eurac begrüßt wird. Es geht darum, die Profilierung der einzelnen kreativen und kulturellen Berufsbilder zu vertiefen. Man benötigt den Kontaktpunkt zu den Akteuren, um aus politischer Seite zu erkennen, wer in ein Landesverzeichnis aufgenommen werden kann und wer zu den Begünstigten eines “Lohnausgleiches für Kulturschaffende zählt.“

Ziel der Untersuchung ist es, eine Diskussion über die Auswirkungen und Potenziale der Kreativwirtschaft auszulösen und zu verstehen, wie die Kultur- und Kreativwirtschaft mit der territorialen Entwicklung zusammenhängt. Das Projekt bildet die kreativen Unternehmen in Südtirol ab und fördert einen partizipativen Ansatz. Es erleichtert den Informations- und Wissensaustausch, unterstützt institutionelle Entscheidungsträger und bemüht sich um die Einbeziehung lokaler Akteure, um die Entwicklung der KKW im Hinblick auf Innovation und Vernetzung in Südtirol weiter zu untersuchen.

Der erste umfassende Bericht zur Südtiroler Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Daten zur Südtiroler Situation vor der Covid-19 Krise stammen aus dem kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekt zur Kreativwirtschaft in Südtirol. Die Studie wurde von IDM Südtirol in Auftrag gegeben und vom Eurac Research Institut für Regionalentwicklung und der Freien Universität Bozen zwischen 2018-2019 durchgeführt. Der daraus gewonnene Report und die Arbeitsgruppe, die im Zuge der Studie ins Leben gerufen wurde, stellen eine wertvolle wissenschaftliche Grundlage der aktuellen Situation der KKW und ihrer Initiativen im Bereich der Kreativwirtschaft in Südtirol dar und können sowohl für die wirtschaftliche als auch für kultur-politische Agenda unserer Region als Inputgeber dienen.

Siehe: https://www.idm-suedtirol.com/en/publications/29-first-creative-industries-report-south-tyrol.html.

Publications
Exploiting the technology-driven structural shift to creative work in regional catching-up: toward an institutional framework
Vermeulen B, Psenner E (2022)
Informa UK Limited
Zeitschriftenartikel
European Planning Studies

Weitere Informationen: https://doi.org/10.1080/09654313.2022.2028737

https://doi.org/10.1080/09654313.2022.2028737

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