PLANFenster

PLANFenster: Planung und Optimierung von Südtiroler Holzfenstern samt Einbaulösung

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PLANFenster

Holzfenster spielen in Südtirol eine wichtige Rolle, im Neubau und in der Sanierung - insbesondere im Ensemblebereich. Insbesondere die kleineren Fensterhersteller haben die Flexibilität, auf Kundenwünsche und Gebäudeeigenheiten ohne nennenswerten Zusatzaufwand zu reagieren. Diese Kompetenz gilt es zu erhalten, und die Qualität durch Innovationen am Fenster, aber besonders am Anschluss des Fensters an die Wand – einer potentiell kritischen Stelle – zu fördern.

Das Projekt PLANFenster zielt darauf ab, gemeinsam mit Fensterbauern und Planern in insgesamt 4 Workshops Standarddetails für verschiedene Einbausituationen mit Blindstock zu entwickeln (sowohl für den Neubau als auch für typische Sanierungsfälle) und in einem zweiten Schritt die individuellen Fenstertypen auch für historische Gebäude in Verbindung mit der Einbausituation energetisch und bauphysikalisch zu bewerten und zu optimieren. Vorbereitet und begleitet werden die Workshops von Simulationen und Messungen – im Labor und vor Ort. Besonders innovativ ist hierbei die Entwicklung einer Apparatur zur Messung von Luftdichtigkeit und U-Wert des Fensters samt Anschluss vor Ort: Damit werden erstmals empirische Daten zum thermischen Verhalten der eingebauten Fenster zur Verfügung stehen.

Die in einem Online-Wärmebrückenatlas gesammelten Ergebnisse, sowie die im Projekt entwickelten Weiterbildungsmodule befähigen Fensterbauer und Architekten selbst verbesserte Lösungen für den Anschluss Fenster-Wand zu finden und umzusetzen. ​

Das Gesamtbudget des Projekts PLANFenster beträgt 234.700,00 Euro.​​

© Eurac Research | Florian Berger

Scientific Output

Ertüchtigungen​

PLANFen​ster: Energetische Sanierungsansätze für historische Fenster Aus Sicht der Denkmalpflege, aber auch aus Gründen der Ressourcenschonung steht bei der Sanierung von historischen Fenstern der Erhalt der Konstruktion im Mittelpunkt. Gleichzeitig müssen die Fenster aber auch den Ansprüchen an heutigen Wohnkomfort und Energieeffizienz gerecht werden. Baudenkmalpflege und Energieeffizienz stehen dabei nicht zwangsläufig im Widerspruch – durch Lösungen von der behutsamen Reparatur von Rahmen und Glas, über konstruktive energetische Optimierung mit unterschiedlichem Grad des Eingriffs auf die Substanz bis hin zum Komplettaustausch mit Nachbildung kann das Bestandsfenster auf den energetischen Standard eines modernen Fensters angehoben und gleichzeitig denkmalgerecht ertüchtigt werden.

Im Folgenden sind verschiedene energetischer Ertüchtigungen von historischen Fenstern zum Download dokumentiert. Nach dem Grad ihrer Invasivität in die sind die Sanierungsansätze in die Stufen 1 (nur Instandhaltung) bis 7 (kompletter Fensteraustausch) eingeteilt. [Legende zum Download]

Allgemeine Richtlinien und Anweisungen​

Unter folgenden Link finden Sie einen Überblick über die Fenstersanierungslösungen sowie zu den bauphysikalischen Aspekten der Fenstersanierung und Planungshinweise, insbesondere zur Wärmebrücke Einbau, zum Wärmedurchgang am Fenster und zu U-Werten verschiedener Fenstertypologien und Sanierungslösungen.

Quantifizierung Wärmebrücken (Fenster- und Fensteranschluss)

Leitdetails für Fenstersanierungslösungen unter Angabe der Wärmedurchgangskoeffizienten und der Psi-Werte.

Berechnungstools für die Sanierung historischer Fenster

Bei der energetischen Ertüchtigung historischer Fenster ist es oft hilfreich die Sanierungsmaßnahme thermisch zu bewerten. Im Rahmen des Projekts PLANFenster wurden hierfür zwei einfache Berechnungswerkzeuge zur Bewertung des Wärmedurchgangs und des Energieeinsparpotentials entwickelt.

  • Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten für Verbund- und Kastenfenster (Uw-Werte): Berechnungshilfe zum Wärmedurchgangskoeffizienten (Uw-Wert) von Verbund- und Kastenfenstern (basierend auf der Norm DIN EN ISO 10077). [Download]
  • Überschlägige energetische Bilanzierung einer Fenstersanierung: Einfache Energiebilanz zur Berechnung der Energieeinsparung von Sanierungsmaßnahmen an Fenster. Die Berechnung beruht auf einem Vergleich der solaren Gewinne und der Wärmeverluste über die Fensterflächen, abhängig vom Klima und von der Ausrichtung der Fenster.[Download]

Online Seminar: Energetische Sanierung von historischen Fenstern

Zentrales Thema dieses Webinars ist die energetische Ertüchtigung von historischen Fenstern. Aus Sicht der Denkmalpflege, aber auch aus Gründen der Ressourcenschonung steht bei der Sanierung von historischen Fenstern der Erhalt der Konstruktion im Mittelpunkt. Gleichzeitig müssen die Fenster aber auch den Ansprüchen an heutigen Wohnkomfort und Energieeffizienz gerecht werden. Baudenkmalpflege und Energieeffizienz stehen dabei nicht zwangsläufig im Widerspruch – durch Lösungen von der behutsamen Reparatur von Rahmen und Glas, über konstruktive energetische Optimierung mit unterschiedlichem Grad des Eingriffs auf die Substanz bis hin zum Komplettaustausch mit Nachbildung kann das Bestandsfenster auf den energetischen Standard eines modernen Fensters angehoben und gleichzeitig denkmalgerecht ertüchtigt werden. Das Weiterbildungsmodul zum Thema steht hier in Form eines Videos zur Verfügung.

  • Teil 1 mit Schwerpunkt auf Sanierungslösungen und denkmalpflegerische Aspekte: Die Entwicklung der Fensterkonstruktion – Ein Überblick zur Geschichte des Fensters (M. Weiss, Amt für Bau- und Kunstdenkmäler) Denkmalpflegerische Aspekte und Erfassung Bestandsfenster vor Ort, gelungene Sanierungsbeispiele aus Sicht der Denkmalpflege (M. Weiss, Amt für Bau- und Kunstdenkmäler) Sanierungsansätze für historische Fenster (D. Exner / D. Richter, EURAC) Überblick über die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt PlanFenster - Lösungskatalog, Literatur zum Thema und Berechnungstools (D. Exner / D. Richter, EURAC) Fenstersanierungslösungen, umgesetzte Beispiele in Nord- und Südtirol (K. Zoller, Fa. Zoller Prantl, J. Moser, Tischlerei Moser)

Zum Webinar und den Präsentationen – Teil 1

  • Teil 2 mit Schwerpunkt auf der bauphysikalischen und energetischen Bewertung: Bauphysikalische Grundlagen am Fenster: U-Wert-Wert-Berechnung von Verbund- und Kastenfenster mit verschiedenen Sanierungslösungen und Abschätzung Energieeinsparung, mithilfe des PlanFenster-Tools (A. Troi / M. Larcher, EURAC) Demonstration unterschiedlicher Lösungen an der alten Schäfflerei des Klosters Benediktbeuren, energetische Sanierung zum Kastenfenster – Wärmebrückenberechnungen, Feuchteverhältnisse im Kastenfensterzwischenraum, Simulation eines Kastenfensters und energetische Gesamtbetrachtung (S. Bichlmair, Fraunhofer IBP)

Zum Webinar und den Präsentationen – Teil 2

Leitfäden und Literatur zum Thema Fenstersa​nierung

Unter folgenden Link finden Sie eine Reihe von Leitfäden und Literatur aus dem deutschsprachigen Raum zum Thema der Sanierung historischer Fenster zum Download: Angefangen von der Bestandserfassung und Schadenskartierung, den verschiedenen Fenstertechnologien und der Entwicklung des Fensters in der Geschichte über Möglichkeiten der Erhaltung und Reparatur bis hin zur energetischen Sanierung der Fenster und deren bauphysikalischen Aspekte sowie zu Instrumenten der Wärmebrückenberechnung, erhalten Sie einen Überblick über Veröffentlichungen zum Thema.

Zu den Leitfäden und Literatur

Servicepaket für Fensterbauer und Architekten

Basierend auf den in den im EFRE-Projekt „PlanFenster" definierten Strategien und Methoden wurde durch EURACresearch (Forschungsgruppe „Energetisch Sanierung historischer Gebäude") ein Dienstleistungsinstrument für Fensterproduzenten und Planer entwickelt, das die Produktinnovation und die Entwicklung von Fenstersanierungslösungen mithilfe von Messungen und Simulationen von wissenschaftlicher Seite unterstützt.

Informationsblatt zu den Dienstleistungen

Kontakt

Dagmar Exner - Eurac Research, Institute for Renewable Energy

+39 0471 055 655

dagmar.exner@eurac.edu

Contact

Dagmar Elisabet Exner

Project managerT 556 550 1740 93+ude.carue@renxe.ramgad

Alexandra Troi

Vice project managerT 206 550 1740 93+ude.carue@iort.ardnaxela

Cristiana Losso

Project assistantT 806 550 1740 93+ude.carue@ossol.anaitsirc

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Was wir tun

Unsere Forschung befasst sich mit den größten Herausforderungen, vor denen wir in Zukunft stehen: Menschen brauchen Gesundheit, Energie, gut funktionierende politische und soziale Systeme und ein intaktes Umfeld. Dies sind komplexe Fragen, und wir suchen nach Antworten in der Interaktion zwischen vielen verschiedenen Disziplinen. Unsere Forschungsarbeit umfasst dabei drei Hauptthemen: lebensfähige Regionen, Vielfalt als lebensförderndes Merkmal, eine gesunde Gesellschaft.

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