Eurach Research

Klimawandel

05.08.2026

Der Klimawandel verändert die Verbreitungsgebiete von Schmetterlingen weltweit stärker als bisher angenommen

Eine neue Studie zeichnet anhand von Daten aus 105 Ländern erstmals ein globales Bild: Für jede zehnte Art sind Veränderungen in der Verbreitung dokumentiert. Eurac Research steuerte Beobachtungen zu Südtirol und dem Alpenraum bei.



Auf allen Kontinenten verändern sich die Verbreitungsgebiete von Schmetterlingsarten in bislang unterschätztem Ausmaß. Dies zeigt eine internationale Studie, die mehr als 6.100 dokumentierte Veränderungen der Verbreitungsgebiete von 1.758 Arten auswertete. Fast 80 Prozent dieser Veränderungen hängen mit dem Klimawandel und extremen Wetterereignissen zusammen. Um die Entwicklungen weltweit möglichst vollständig zu erfassen, werteten die Forschenden auch Veröffentlichungen aus, die nicht auf Englisch erschienen sind. Außerdem steuerten 68 Expertinnen und Experten Beobachtungen bei, darunter der Biologe Elia Guariento von Eurac Research. Die Studie ist heute in der Zeitschrift „Nature Ecology & Evolution“ erschienen.


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28.04.2026

Hochgebirgsquellen sind aufgrund des Gletscherrückgangs häufiger verunreinigt als angenommen

Die chemische Analyse von 80 Wasserquellen in Trentino, Südtirol und Tirol zeigt hohe Konzentrationen von Schwermetallen, die mit der Geologie sowie dem Rückgang von Gletschern und Permafrost zusammenhängen.



Eine Studie hat das Wasser von 80 hochgelegenen Quellen in verschiedenen Gebirgsgruppen der Zentralen Ostalpen untersucht. Die Analysen zeigen, dass von Permafrostgebieten und Gletschern gespeiste Quellen in Tälern mit bestimmten, häufig vorkommenden Gesteinsarten erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen aufweisen. Das Phänomen hängt mit der lokalen Geologie und dem Rückgang von Eis zusammen und betrifft Quellen, die aus Gletschern, Blockgletschern, jungen Moränen und Schuttkegeln hervorgehen – Landschaftsformen, die zugleich wichtige alpine Wasserspeicher darstellen.


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17.12.2025

Zunehmende Klimarisiken: Studie zeigt, wie Südtirol resilienter werden kann

Eurac Research legt eine umfassende Analyse der Klimarisiken und notwendigen Anpassungsmaßnahmen für Südtirol vor



Südtirol spürt die Folgen des Klimawandels bereits heute – und sie werden sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Ein neues Fachgutachten von Eurac Research zeigt: Steigende Temperaturen, häufigere Extremwetterereignisse und längere Trockenperioden gefährden zentrale Lebens- und Wirtschaftsbereiche des Landes. Landwirtschaft, Wälder, Wasserhaushalt, Energieversorgung, Tourismus, Biodiversität, Gesundheit, Wirtschaft und Siedlungsstrukturen und kritische Infrastrukturen stehen unter großem Anpassungsdruck. Der Bericht macht deutlich: Südtirol braucht eine systematische, sektorübergreifende und sozial ausgewogene Klimaanpassungsstrategie, um den Lebensraum langfristig zu schützen und zugleich neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen.


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21.10.2025

Wenn der Klimaschutz an Grenzen stößt

Eurac Research lädt zu zwei öffentlichen Veranstaltungen rund um den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit der Klimakrise – mit Gästen aus Soziologie, Rechtswissenschaft und Philosophie



Die Klimakrise stellt politische Systeme, gesellschaftliche Strukturen und individuelle Überzeugungen gleichermaßen auf die Probe. Weshalb wird Klimaschutz immer wieder aufgeschoben, obwohl wir seit Jahrzehnten um die Klimaerwärmung und ihre gefährlichen Folgen wissen? Wie können Demokratie und Rechtsstaat in Zeiten eskalierender Krisen bestehen? Und weshalb droht der Kampf gegen den Klimawandel an den Strukturen der Moderne zu scheitern? Diesen Fragen widmen sich zwei öffentliche Veranstaltungen im Forschungszentrum Eurac Research in Bozen. Sie beleuchten das Verhältnis von Politik, Gesellschaft und Klimaschutz aus unterschiedlichen Perspektiven und mit hochkarätigen Gästen – unter anderem mit Jens Beckert, Soziologe, Bestseller-Autor und Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln.


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03.09.2025

Biodiversitätsmonitoring Südtirol zeigt: reiche Artenvielfalt, wachsende Belastung

Eurac Research veröffentlicht Ergebnisbericht über die erste Phase des Monitorings



Artenreich, vielfältig, außergewöhnlich – Südtirol zählt zu den Hotspots der Biodiversität Mitteleuropas. Doch was auf den ersten Blick wie ein Naturparadies wirkt, gerät zunehmend unter Druck. Landwirtschaft, Klimawandel und Urbanisierung verändern Lebensräume und bringen empfindliche ökologische Dynamiken aus dem Takt. Das Biodiversitätsmonitoring Südtirol (BMS) ist eines der ambitioniertesten Forschungsprojekte seiner Art im Alpenraum: Seit 2019 erhebt ein Forschungsteam unter der Leitung von Eurac Research systematisch Daten zur Arten- und Lebensraumvielfalt in ganz Südtirol. Die erste ausführliche Analyse bestätigt: Südtirols Biodiversität steht unter Druck. Die gesammelten Daten und vertiefende Recherchen zeigen jedoch nicht nur, wo Biodiversität rückläufig ist, sondern auch, wo gehandelt werden muss. Welche Entwicklungen sich bereits jetzt abzeichnen – und wie sie als Grundlage für gezielte Maßnahmen dienen können.


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06.08.2025

Alpine Libellenarten profitieren nicht von künstlichen Teichen

Eine detaillierte Untersuchung von Libellengemeinschaften in Südtirol zeigt: In hohen Lagen können vom Menschen geschaffene Gewässer den Verlust natürlicher Stillgewässer und Moore nicht ausgleichen.



Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit dem Biodiversitätsmonitoring Südtirol und untersuchte die Libellenfauna an natürlichen und künstlichen Gewässern in verschiedenen Höhenlagen. Dabei zeigte sich: Mit zunehmender Höhe unterscheiden sich die Gemeinschaften der Libellen an natürlichen und anthropogenen Standorten immer deutlicher. Künstliche Teiche über 1600 Meter beherbergen keine der in dieser Höhe natürlich vorkommenden alpinen Libellenarten. Stattdessen werden sie von Arten besiedelt, die typisch für tieferliegende Gebiete sind. Künstliche Teiche zur Förderung der Biodiversität anzulegen, wie es auch in den Alpen propagiert wird, erscheint damit für diese Höhenlagen, zumindest was die Libellengesellschaften betrifft, als fragwürdige Strategie. Die Autoren der Studie plädieren deshalb dafür, die Anstrengungen zum Schutz der natürlichen alpinen Süßwasserlebensräume zu verstärken. An der Untersuchung waren Forscher von Eurac Research sowie der Universitäten Wien, Würzburg und Marburg beteiligt.


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06.06.2025

20 Jahre Institut für Erneuerbare Energie

Von Solarzellen bis Verkehrswende: Wie das Forschungsteam von Eurac Research die Weichen für eine erneuerbare Zukunft stellt.



Was vor 20 Jahren mit einem kleinen Team technischer Expertinnen und Experten begann, ist heute das größte Institut von Eurac Research: 160 Mitarbeitende aus über 20 Ländern, elf hochmoderne Labore und mehr als 800 Projekte – alle mit einer Mission: Wie kommen wir weg von fossilen Energieträgern?


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19.05.2025

Wie geht Klimaschutz im Tourismus?

Eurac Research lädt zum Vortragsabend mit der Klima- und Nachhaltigkeitsforscherin Helga Weisz



Viele Reiseziele leiden bereits unter klimatischen Veränderungen, die die Tourismusbranche zum Teil selbst mit anheizt. Mit möglichen Wegen für eine nachhaltige Entwicklung setzt sich der Vortrag „Klimaschutz im Tourismus“ von Helga Weisz auseinander. Sie ist Professorin für Industrielle Ökologie und Klimawandel an der Humboldt-Universität zu Berlin und Leiterin des Future Lab „Gesellschaftlicher Stoffwechsel“ am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und ist am 22. Mai zu Gast am Forschungszentrum Eurac Research. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.


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26.02.2025

Europäischer Rekord: Zwergspitzmaus in Südtirol in 3.280 Metern Höhe entdeckt

Die Funde eines Forschungsteams von Eurac Research könnten mit der globalen Erwärmung zusammenhängen.



Forschende von Eurac Research haben in Südtirol an zwei hochalpinen Standorten in über 3.000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel drei Exemplare der Eurasischen Zwergspitzmaus (*Sorex minutus*) gefunden. Der Fund ist ein europäischer Rekord, da die Art bisher noch nie in einer Höhe über 2.500 Metern gesichtet wurde. Es stellt sich die Frage, ob *S. minutus* schon länger in solchen Höhen lebt oder ob sich ihr Lebensraum aufgrund der globalen Erwärmung erst kürzlich weiter in die Höhe verschoben hat.


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03.02.2025

Wassernutzung neu denken

Eurac Research, BASIS Vinschgau Venosta, die Bürger*Genossenschaft Obervinschgau und die Raiffeisenkassen Prad-Taufers und Obervinschgau laden zu Vortragsabenden in Schluderns und Graun im Vinschgau



Wasser ist mehr als eine Ressource – es ist unsere Lebensgrundlage und zugleich ein knappes Gut. Konflikte um die Verteilung nehmen zu. Doch wie können wir Wassernutzung nachhaltiger und gerechter gestalten? Und welche Rolle spielt der Vinschgau, der historisch wie geografisch ein Brennpunkt in Sachen Wassermanagement ist, als Vorreiter für eine gerechte Wasserzukunft? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwei Vortragsabende am 5. Februar in Schluderns und am 6. Februar in Graun im Vinschgau mit Beginn um jeweils 18 Uhr.


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03.12.2024

Rückgang des Schneefalls in den Alpen: ein Drittel weniger in hundert Jahren

Neue Studie zu den Niederschlägen zwischen 1920 und 2020



Der Rückgang reicht von 23 Prozent weniger Schneefall in den Nordalpen bis zu nahezu einer Halbierung im südwestlichen Teil der Alpen: Zwischen 1920 und 2020 haben die Schneefälle im gesamten Gebirgszug deutlich abgenommen, insgesamt um 34 Prozent. Dies geht aus einer von Eurac Research koordinierten Studie hervor, die im „International Journal of Climatology“ veröffentlicht wurde. Bei der Analyse wurde auch berücksichtigt, wie stark die Höhe und klimatologische Parameter wie Temperatur und Gesamtniederschlag die Schneesituation beeinflussen.


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08.07.2024

Wie der Klimawandel die Weinbauregionen in Europa verändert

Eine neue Studie von Eurac Research zu den europäischen Weinregionen, in der Daten zu Rebsorten und Klima zusammenfließen, zeigt, wie sich die Gebiete in Zukunft entwickeln könnten.



Rebsorten, Anbaugebiete und Klima von 1.085 europäischen Weinregionen – diese Vielfalt an Daten hat ein Forschungsteam von Eurac Research erstmals in Relation gesetzt und in einer Webapplikation aufbereitet – Winemap by Eurac Research ([https://winemap.eurac.edu](https://winemap.eurac.edu)). Aus den Daten lässt sich auf der einen Seite ableiten, welche Gebiete am meisten unter dem Temperaturanstieg leiden werden, auf der anderen, welche Möglichkeiten es gibt, den Weinbau klimaresilienter zu machen. Die Studienergebnisse sind in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht worden.


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10.06.2024

Umfrage zur Klimakrise: 80 Prozent der Südtiroler Bevölkerung machen sich Sorgen

Eurac Research und das Landesinstitut für Statistik ASTAT haben erhoben, wie die Menschen in Südtirol emotional auf den Klimawandel und seine Folgen reagieren, und analysiert, welche gesellschaftlichen Spannungen und Konflikte sich daraus ergeben



Die Sorge um die Zukunft unseres Planeten und unserer Lebensgrundlage ist auch in Südtirol weit verbreitet. Das zeigt das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Eurac Research und des Landesinstituts für Statistik ASTAT. 1.028 Südtirolerinnen und Südtiroler wurden im Sommer 2023 dazu befragt, welche Gefühle und Einstellungen sie mit der Klimakrise und den derzeitigen Bewältigungsstrategien verbinden. Es sind vor allem negative Emotionen, etwa Besorgnis und Angst, aber auch Frustration und Machtlosigkeit, die dabei am häufigsten genannt wurden. Es ist die erste Studie, die das Phänomen Klimaangst für Südtirol untersucht.


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27.07.2023

Neue Heuschreckenarten in Südtirol: „ Eingereist“ mit dem Wind oder mit der Bahn

Neufunde im Rahmen des Biodiversitätsmonitorings Südtirol zeigen: Für wärmeliebende Arten ist unsere Region durch den Klimawandel ein zunehmend geeigneter Lebensraum.



Die Zweifarbige Beißschrecke und der Dickkopf-Grashüpfer können mithilfe des Windes weite Strecken zurücklegen und kamen womöglich fliegend zu uns; die kurzflügelige Kleine Knarrschrecke hingegen ist vermutlich mit dem Zug nach Südtirol gekommen – gefunden wurde die Heuschreckenart erstmals im Unterland, 600 Meter von der Brennerbahnlinie entfernt. Das Biodiversitätsmonitoring Südtirol, mit dem Eurac Research seit 2019 die Artenvielfalt erfasst, erbrachte einige Neufunde, darunter auch Pflanzen- und Fledermausarten. Dafür gibt es mehrere Gründe: Einerseits wurden Südtirols Tier- und Pflanzenarten noch nie so systematisch erhoben wie mit dem Biodiversitätsmonitoring. Andererseits finden nun immer mehr wärmeliebende Arten durch den Klimawandel einen geeigneten Lebensraum. Zudem werden neue Arten auch durch Waren- und Personentransporte eingeführt.


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15.03.2023

Schneefall in Südtirol und Trentino: starker Rückgang in den vergangenen 40 Jahren

Der Zusammenhang mit der Klimaerwärmung ist eindeutig erwiesen



Eine Forschungsgruppe von Eurac Research hat zusammen mit der Universität Trient historische Schneefalldaten für Südtirol und das Trentino zusammengetragen, für verschiedene Höhenstufen analysiert und in Bezug zu anderen klimatologischen Parametern gesetzt. Die Daten sind von den autonomen Provinzen und dem Verein Meteo Trentino Alto Adige zur Verfügung gestellt worden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schneefälle von 1980 bis 2020 in ganz Trentino-Südtirol stark zurückgegangen sind, mit Spitzenwerten von bis zu minus 75 Prozent über den untersuchten Zeitraum. Die stärksten Rückgänge wurden zu Beginn und am Ende des Winters aufgezeichnet; nur in der Mitte, zwischen Januar und Februar, und nur in Höhen um die 2.000 Meter ist der Schneefall stabil oder nimmt sogar an einigen Messstationen zu, wie z.B. am Rolle- und Tonale-Pass – die beiden Pässe verzeichnen etwa 15 Prozent mehr Schneefall. In den Tälern hingegen hat der Schneemangel zwar nicht direkt den Skibetrieb beeinträchtigt, aber die Wahrnehmung des Winters völlig verändert. Überall sind die Durchschnittstemperaturen gestiegen, an manchen Orten sogar um bis zu 3 Grad in den vergangenen 40 Jahren.


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23.12.2022

Studie: Torfabbau in Südtirol verursacht jährliche Emission von 15.900 Tonnen CO2 pro Hektar

Forschungsteam von Eurac Research und Universität Innsbruck untersuchte und berechnete Kohlenstoff- und Stickstoffgehalt, sowie Methanemissionen des in Südtirol abgebauten Torfs



In Torf, der sich in einem Zeitraum von Jahrtausenden gebildet hat, wird bis zu einem Drittel des weltweiten Bodenkohlenstoffs gebunden – doppelt so viel Kohlenstoff wie in den Wäldern der Welt. Forscherinnen und Forscher von Eurac Research haben in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck zum ersten Mal Kohlenstoff- und Stickstoffgehalte, sowie Methanemissionen des in Südtirol abgebauten Torfs genauer untersucht. Die kürzlich veröffentlichte Studie (https://www.eurac.edu/doi/10-57749-acng-fv67) zeigt, dass durch den Torfabbau in Südtirol 15.900 Tonnen CO2-Äquivalente pro Hektar und Jahr ausgestoßen werden (bisheriger Gesamtausstoß: 400.000 Tonnen). Die aktuell aktiven Konzessionen würden einen weiteren Ausstoß von 300.000 Tonnen verursachen. Auf der Grundlage der berechneten Daten und im Einklang mit dem Weltklimarat (IPCC) sollten laut dem Forschungsteam nach dem Ablaufen der Konzessionen keine weiteren Torfabbaugenehmigungen mehr ausgestellt werden.


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19.10.2022

Der Klimawandel in Südtirol: Die Entwicklung in Zahlen und Daten auf einen Blick

Eurac Research: Erstmals sind wichtige Klimakennzahlen und ihre zeitliche Entwicklung auf einer gemeinsamen Plattform online abrufbar.



Dass sich die Jahresdurchschnittstemperatur in Südtirol von 1980 bis heute um zwei Grad Celsius erhöht hat – in Bozen und Brixen im Sommer sogar um drei Grad –, dürfte niemanden mehr überraschen. Beeindruckender ist vielleicht die Entwicklung der Frosttage in Südtirol, also jener Tage, in denen die Mindesttemperatur unter null Grad liegt: In Höhen über 1.000 Metern sind es jährlich rund 40 Tage weniger als in den 1980er Jahren, mit Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Bodenstabilität, die Ökosysteme von Berggebieten und nicht zuletzt auch auf den technischen Schnee. Diese und viele weitere Informationen finden sich nun online im Klimawandel Monitoring Südtirol unter https://www.eurac.edu/de/data-in-action/klimawandel-monitoring. Die Graphiken helfen, die oft schleichenden Veränderungen des Klimawandels besser sichtbar zu machen oder Extremereignisse wie den Sommer 2022 besser einzuordnen. Die Zahlen, die von verschiedensten Institutionen landesweit stammen, werden jährlich aktualisiert und stehen der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung.


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24.09.2021

Grüne Lösungen für klimafreundlichere, lebenswertere Städte

Bozen und Meran sind Pilotgebiete in einem von Eurac Research koordinierten EU-Projekt, das neue Wege erforscht, mit Hilfe der Natur urbanen Herausforderungen zu begegnen



Der Entstehung von Hitzeinseln entgegenzuwirken, gehört zu den wichtigen Funktionen städtischer Grünflächen, denn durch Beschattung und Evaporation sorgen die Pflanzen für Abkühlung. In der Stadtplanung auf naturbasierte Lösungen zu setzen, bringt aber noch eine Vielzahl anderer Vorteile für unsere Lebensqualität und spielt eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer emissionsarmen, gerechteren Gesellschaft. Aber wie kann man diese Lösungen so umsetzen, dass sie den Bedürfnissen der Menschen entsprechen und eine möglichst große Wirkung entfalten? Mit dieser Frage befasst sich in den kommenden fünf Jahren ein Konsortium aus 19 europäischen Partnern im Rahmen des Projekts JUSTNature, das vor wenigen Tagen startete. Koordiniert von Eurac Research werden sieben europäische Städte, darunter Bozen und Meran, naturbasierte Maßnahmen umsetzen, die technologischen Fortschritt mit einem partizipativen, auf die gerechte Verteilung der Vorteile zielenden Ansatz verbinden. Die Erfahrungen und Ergebnisse dieser Arbeit können dann anderen Städten als Beispiel dienen und Grundlage für Leitlinien sein, die die weitere Verbreitung solcher Lösungen fördern.


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18.03.2021

Weniger weiß: Erstmals zeigt eine Studie für die gesamten Alpen, wie die Schneebedeckung seit 1971 zurückging

Im Winter liegt vor allem unterhalb 2000 Metern weniger Schnee, im Frühling in allen Höhenlagen und Regionen



Bisherige Untersuchungen beschränkten sich auf einzelne Regionen oder Staaten und fußten auf den Daten von ein paar Dutzend, höchstens ein paar Hundert Messstationen. Koordiniert von Eurac Research wurden nun erstmals die Daten aller verfügbaren Messstationen, über 2000, in Italien, Österreich, Slowenien, Deutschland, der Schweiz und Frankreich gesammelt und nach einheitlicher Methode ausgewertet. Die in der renommierten Zeitschrift *The Cryosphere* veröffentlichten Ergebnisse zeichnen ein zuverlässiges Bild der Entwicklung bis auf 2000 Meter Höhe; in höheren Lagen gibt es zu wenige Messtationen, um gesicherte Aussagen für den gesamten Alpenbogen zu treffen. Der homogene, fünf Jahrzehnte umfassende Datensatz, geschaffen durch die Zusammenarbeit von über 30 Wissenschaftlern aus allen Alpenstaaten, ist von großem Wert für künftige Studien, etwa zum Klimawandel.


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03.03.2021

Schnee: Die Entwicklungen in Südtirol und den Alpen und wie sie sich auswirken

Ein Dossier von Eurac Research fasst den Stand der Forschung zusammen



Der zu Ende gehende Winter war ungewöhnlich schneereich, im Dezember und Januar hat es südtirolweit viermal so viel geschneit und geregnet wie im langjährigen Durchschnitt. In Orten wie Sexten oder Pfelders lag der Schnee im Januar so hoch wie seit 40 Jahren nicht. Langfristige Studien aber zeigen: Im Mittel wird es künftig als Folge des Klimawandels weniger Schnee geben. Ein aktuelles Dossier von Eurac Research befasst sich mit Schnee in Südtirol und im Alpenraum aus Sicht der Wissenschaft. Welche Veränderungen sind schon eingetreten, welche noch zu erwarten? Wie wirken sie sich aus? Wie kann man sich anpassen?


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Eurac Research ist ein privates Forschungszentrum mit Sitz in Bozen, Südtirol. Unsere Forscherinnen und Forscher kommen aus allen Teilen der Welt und arbeiten in vielen verschiedenen Disziplinen. Gemeinsam widmen sie sich dem, was ihr Beruf und ihre Berufung ist – Zukunft zu gestalten.

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