Die Biobank von Eurac Research wurde 2011 parallel zum Start der Langzeitbevölkerungsstudie CHRIS eingerichtet. Seitdem werden an den Standorten Meran und Bozen biologische Proben der Studienteilnehmenden nach höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards aufbewahrt. Neben den Proben werden auch klinische Daten, Informationen zu Lebensgewohnheiten sowie genetische und demografische Daten erhoben und archiviert.
Für das Institut für Biomedizin stellt die Biobank eine Schlüsselressource dar, durch die biologische Proben und klinische Daten mit modernsten Laboren und datenwissenschaftliche Analysen zusammengeführt werden können. Diese Synergie ermöglicht einen kontinuierlichen Forschungszyklus – von der Probenentnahme über die Analyse bis hin zur konkreten Anwendung der Ergebnisse im Gesundheitsbereich. Insgesamt kann die Biobank mehr als 2,9 Millionen biologische Proben aufbewahren – in verschiedenen Formaten (0,2 / 0,5 / 1,0 mL) und bei Temperaturen von +4 °C bis −190 °C. Dafür stehen über 20 Lagersysteme zur Verfügung, darunter Kühlschränke, Gefrierschränke und Flüssigstickstofftanks.
Die Sammlung und Lagerung der Proben und Daten erfolgt stets mit Zustimmung der Teilnehmenden, nach dem Prinzip der dynamischen, informierten Einwilligung, und unter vollständiger Einhaltung der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO, it. GDPR). Die Biobank garantiert höchste Sicherheitsstandards, sowohl physisch als auch digital: Nur autorisiertes, geschultes Personal hat Zugang zu den Ressourcen, die in gesicherten Einrichtungen mit modernen Sicherheitssystemen aufbewahrt werden. Die Biobank-Ressourcen stehen auch anderen Forschungseinrichtungen über klar definierte Verfahren zur Verfügung. So unterstützt die Biobank nicht nur die lokale Forschung, sondern fördert auch internationale Kooperationen.
Die Biobank von Eurac Research ist Teil des europäischen BBMRI-ERIC-Konsortiums, eine Forschungsinfrastruktur für Biobanking, die Biobanken aus 23 Ländern vereint.





