Eine Vision für die Gesundheit.
Im Jahr 2001 starteten Eurac Research und die Autonome Provinz Bozen ein Programm, um die Grundlagen für die biomedizinische Forschung in der Region zu schaffen. Mit dem Projekt GeNova, das Teilnehmer und Teilnehmerinnen der vorausgehenden bevölkerungsbasierten Kohorte MICROS (Micro Isolates in Südtirol) einschloss, begann die Mission, die Zusammenhänge zwischen Genetik, komplexen Erkrankungen und deren assoziierten Merkmalen zu erforschen.
Lokale Studien für die internationale Forschungsgemeinschaft.
Aufbauend auf der GeNova-Studie wurde 2004 das Institut für Genetische Medizin von Eurac Research gegründet, mit dem Ziel die Gesundheit der Bevölkerung durch multidisziplinäre Forschung zu fördern. Dies war der richtige Moment für uns, um Experten aus den Bereichen Molekularbiologie, Genetik, Epidemiologie, Biostatistik und Bioethik für gemeinsame Projekte zusammenzubringen. Auch internationale Kooperationen und Partnerschaften waren seit unserer Gründung entscheidend für unser Wachstum. Beginnend mit EUROSPAN (European Special Populations Research Network), sind wir ab 2006 schrittweise den führenden internationalen Konsortien in der genetischen Epidemiologie beigetreten und sind in Studien involviert, die mit Daten von Millionen von Menschen weltweit arbeiten, um Gesundheitsmerkmale zu identifizieren. Einige dieser Studien werden von unseren Forscherinnen und Forschern geleitet. Sie arbeiten dabei an vielversprechenden Behandlungs- und Therapieansätzen. MICROS hat uns als kleine, regionale Studie für diese internationalen Zusammenarbeiten die Tür geöffnet.

Alles begann mit einem kleinen, engagierten Team - heute sind wir mehr als 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Credit: Eurac ResearchMit CHRIS zu einer gesundheitsorientierten Forschung.
Im Jahr 2011 erreichte unsere Forschung einen wichtigen Meilenstein: den Start der CHRIS-Studie. CHRIS (Cooperative Health Research in South Tyrol) ist eine Langzeit-Bevölkerungsstudie, an der knapp 13.400 Menschen aus dem Vinschgau teilgenommen haben und die in enger Zusammenarbeit mit SABES, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, durchgeführt wird. Anhand der Daten konnten wir beginnen zu verstehen, wie sich Gesundheit im Laufe der Zeit entwickelt, und die Faktoren aufdecken, die zu chronischen Krankheiten führen. Im Jahr 2019 begann die Follow-up-Phase der Studie, die wertvolle Längsschnittdaten liefert, um Gesundheitsverläufe und Risikomuster über die Jahre hinweg zu verfolgen. Parallel dazu haben wir die größte Biobank der Region aufgebaut, die sich nun in Meran und Bozen befindet und biologische Proben aus der MICROS und CHRIS-Studie beherbergt, und wir haben hochmoderne Labore für molekular- und zellbiologische Studien eingerichtet, darunter ein umfangreiches Zellkulturlabor für fortschrittliche menschliche Zellmodelle.
Neuer Name, neues Zuhause.
Mit dem Wachsen unseres Instituts haben wir auch unseren Fokus zunehmend geschärft. Im Jahr 2017 wurden wir zum Institut für Biomedizin von Eurac Research. Und im Jahr 2022 sind wir in unser neues Zuhause im NOI Techpark Bozen gezogen, einem Ort, der Forschung, Wissenschaft und Innovation zusammenbringt, mit Hightech-Labors, Open Spaces und einem ständigen Dialog zwischen den Disziplinen der hier ansässigen Unternehmen und Institutionen. Der Standort erlaubt es uns mit anderen Forschungseinrichtungen, Start-ups und Unternehmen zusammenarbeiten, die an der Schnittstelle von Forschung, Translation und Innovation in der biomedizinischen Forschung tätig sind.
Seit 2022 ist das Institut für Biomedizin am NOI Techpark in Bozen.
Credit: Eurac Research | Annelie BortolottiUnsere Mission: Precision Health
Heute verfolgen wir die gemeinsame Mission, die Forschung und Anwendung im Bereich Precision Health voranzubringen – basierend auf zwei zentralen Säulen: Health Data Science und Translational Biology. Durch die Verbindung von datengetriebener Gesundheitsforschung mit innovativer Molekularbiologie und neuen Technologien – eingebettet in starke ethische und rechtliche Rahmenbedingungen – wollen wir Erkenntnisse zur Gesundheit in neue Ansätze für Prävention und Therapien übersetzen.

