Eine neue grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Genomik, Bildung und Citizen Science
Das Projekt EKIDNA hat offiziell begonnen. Beim Kick-off-Meeting trafen sich alle Projektpartner und gaben damit den Startschuss für eine neue länderübergreifende Zusammenarbeit mit der Universität Udine und der Medizinischen Universität Innsbruck. Ziel von EKIDNA ist es, eine integrierte Plattform zu entwickeln, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Bürgerinnen und Bürgern verbindet, um die Forschung rund um DNA und Gesundheit zu fördern. Durch die Kombination moderner Genomik mit Bildungsansätzen sollen komplexe wissenschaftliche Themen verständlicher und alltagsnäher gemacht werden. Gleichzeitig wird die aktive Beteiligung der Gesellschaft gefördert.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einbindung von Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen von Citizen-Science-Aktivitäten aktiv an der Forschung mitwirken. Als konkretes Anwendungsbeispiel dient die chronische Nierenerkrankung (CKD), an der sich genetische Fragestellungen und ihre Auswirkung auf die Gesundheit anschaulich zeigen lassen. Auf wissenschaftlicher Ebene arbeitet das Projekt an der Entwicklung einer genomischen Plattform, die verschiedene Analyseebenen miteinander verbindet – von Meta-Analysen über Post-GWAS-Ansätze bis hin zu funktionellen Folgeanalysen. Parallel dazu werden praxisnahe Aktivitäten entwickelt, um das Verständnis von Genomik bei jungen Menschen und in der breiten Öffentlichkeit zu stärken und den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft zu fördern. Beim Kick-off-Meeting stellten die Partner die Motivation, Struktur und Ziele des Projekts vor und präsentierten erste Pläne für die Umsetzung in den beteiligten Regionen Südtirol, Tirol und Friaul-Julisch Venetien. Dabei wurde sowohl die wissenschaftliche Zielsetzung als auch der interdisziplinäre und kooperative Charakter des Projekts deutlich.
Mit einem engagierten Konsortium und einer klaren Strategie geht EKIDNA nun in die Umsetzungsphase über. In den kommenden Monaten werden die Projektpartner gemeinsam daran arbeiten, die Projektziele in konkrete Maßnahmen in den drei Regionen zu übertragen.

