Zwischen Ohnmacht, Wut und engagierter Solidarität – Frauen in der Pandemie
Eine Studie von Eurac Research und unibz zeigt, wie sich Frauen in Südtirol infolge des Corona-Lockdowns gesellschaftlich engagierten und welche Erfahrungen sie machten
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Viele Menschen verfielen in eine Art Schockstarre, als im März des vergangenen Jahres in Südtirol der erste Lockdown ausgerufen wurde. Aus der „Pause vom normalen Leben“, wie einige Befragte den Lockdown bezeichneten, wurde zunächst versucht, das Beste zu machen; die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung wurden anfangs großzügig mitgetragen. Spätestens aber, als klar wurde, dass die Schulen bis Schuljahresende nicht mehr öffnen würden, gerieten die meisten Frauen – plötzlich überbelastet mit Kinder- und Altenbetreuung, Home-Schooling, Home-Office und Haushalt – an ihre Grenzen. Dass Frauen jedoch nicht nur Opfer dieser Pandemie sind, macht die gemeinsame Studie „Below – being locked up?“ von Eurac Research und unibz deutlich. Anhand von Interviews mit Frauen und Männern unterschiedlichen Alters und in verschiedenen Lebenssituationen zeigt die Studie auf, wie sich Frauen in Südtirol in etablierten Interessengruppen und neuen Netzwerken engagierten, Veränderungen anstießen und neue Aufgaben übernahmen, um einen nachhaltigen Wandel in der Gesellschaft anzuregen.
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