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12 April 24


Die dunklen und hellen Seiten des Humors

Veranstaltungsreihe von Eurac Research: In den „Philosophischen Gesprächen 2024: Autonomie und Humor“ sind Interessierte von April bis Oktober eingeladen, sich verschiedensten Themen humorvoll zu näheren. Termine gibt es in Bozen, Brixen, Meran, Schlanders und Neumarkt.

Humor ist eine kommunikative Begabung, die es uns ermöglicht, auf Menschen zuzugehen, schwierige Momente gelassener und auch uns selbst nicht zu ernst zu nehmen. Welche Bedeutung haben Humor und Lachen im Leben eines Menschen? Ist Humor triviale Spielerei oder kann er auch Ungerechtigkeit und Machtverhältnisse an den Pranger stellen? Gibt es auch Humor in der Theologie? Wie sieht es mit politisch inkorrekten Witzen oder mit schwarzem Humor aus? Braucht es gar eine Moralität des Humors? Die Philosophischen Gespräche 2024 werden sich dem Humor in acht Veranstaltungen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln nähern. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen mitzudiskutieren.

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22 März 24


Die Route zum K2 führt über Bozen: Alpinistinnen im terraXcube für Voruntersuchungen

Im Extremklima-Simulator von Eurac Research startet die K2-Frauen-Expedition. Auf der simulierten Höhe des K2-Basislagers unterziehen sich die acht Alpinistinnen verschiedenen Untersuchungen und Tests.

Die Aufregung ist in diesen Tagen im terraXcube spür- und hörbar: Es ist ein Hin und Her zwischen den Untersuchungsräumen und den Kammern des Extremklima-Simulators, in denen sich die acht Alpinistinnen für die Voruntersuchungen abwechselnd bewegen; medizinisches und wissenschaftliches Personal von Eurac Research und den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen begleiten sie durch die verschiedenen Schritte und führen die Untersuchungen durch. Die Daten, die in diesen Tagen gesammelt werden, sind entscheidend für den Erfolg der Studie: Die Tests werden nach der Expedition wiederholt und die Daten dann verglichen. Das ist das Einzigartige an dieser Studie: Erstmals können sehr detaillierte Daten über die Anpassung des weiblichen Körpers an die Höhe erhoben werden und mit denen von männlichen Bergsteigern verglichen werden, deren Daten in der wissenschaftlichen Literatur bereits behandelt wurden.

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14 März 24


70 Jahre nach der italienischen Erstbesteigung: Die erste Frauenexpedition zum K2 wird von einer medizinischen Studie begleitet

Die Alpinistinnen kommen vor und nach der vom CAI organisierten Expedition nach Bozen in den terraXcube, das Zentrum für Extremklimasimulation von Eurac Research

Acht Frauen – vier Italienerinnen und vier Pakistanerinnen – werden im Juni zum Karakorum-Gebirge aufbrechen. Ihr Ziel ist der zweithöchste Gipfel der Welt, der zugleich einer der schwierigsten ist. Sie werden auf den Spuren der italienischen Expedition wandeln, die Lacedelli und Compagnoni 1954 auf den Gipfel des K2 führte. Anlässlich des Jubiläums hat der italienische Alpenverein CAI (Club Alpino Italiano) dieses Projekt ins Leben gerufen. Das Ziel ist dieses Mal jedoch nicht nur der Gipfel, vielmehr ist es auch eine Initiative für Ausbildung, sowie für die Forschung und die Förderung kultureller und sozialer Werte. Dass es sich um eine reine Frauenseilschaft handelt, macht die Expedition zu einer einzigartigen Gelegenheit für die Wissenschaft: Forscherinnen und Forscher von Eurac Research werden die Expedition mit einer Studie begleiten, um mehr über die weibliche Physiologie in extremen Höhen herauszufinden, einen Bereich, über den – immer noch – nur wenig bekannt ist. Die Expedition und die medizinische Studie wurden heute auf einer Pressekonferenz in Mailand vorgestellt.

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13 März 24


Forschungsteam untersucht frühmittelalterliche Knochenreste und Grabbeigaben aus dem Friedhof von St. Stephan ob Burgeis

Die Analysen von Eurac Research offenbaren eine hohe genetische Variabilität und Verwandtschaftsbeziehungen

Bei Restaurierungsarbeiten an der Kirche St. Stephan ob Burgeis entdeckte das Landesdenkmalamt Ende der 1980er Jahre auf dem frühmittelalterlichen Friedhof menschliche Überreste. Es handelt sich dabei um wenige Grabbeigaben und zahlreiche menschliche Überreste: vollständige Skelette ebenso wie einzelne Knochen. Aus archäologischer Sicht warfen diese Funde vor allem zwei Fragen auf: Waren die auf dem Friedhof Bestatteten unterschiedlicher Herkunft? Und waren im selben Grab gefundene Individuen miteinander verwandt? Fast vierzig Jahre nach dem Fund liefern anthropologische und genetische Analysen aus den Labors von Eurac Research nun Antworten und geben Einblick in die Migrationsströme und die soziale Organisation des frühen Mittelalters (4. bis 7. Jh. n. Chr.).

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11 März 24


Klimarisiken: Wo Europa handeln muss

Die erste umfassende Klimarisikobewertung im Auftrag der EU-Kommission ist abgeschlossen – ein interdisziplinäres Forschungsteam von Eurac Research war daran maßgeblich beteiligt.

Europa erwärmt sich schneller als die anderen Kontinente, mit zum Teil schon katastrophalen Folgen: Die Hitzewelle im Sommer 2022 kostete über 60.000 Menschenleben, die Überflutungen nach extremen Niederschlägen in Deutschland und Belgien (2021), Slowenien (2023) und Griechenland (2023) forderten ebenfalls Tote und belasteten den europäischen Solidaritätsfonds bis an seine Grenzen, die lange Dürre von 2022 war in weiten Teilen Europas die schlimmste in 500 Jahren. Mit welchen möglichen Auswirkungen auf die Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft Europas künftig zu rechnen ist, legt jetzt die erste Klimarisikoanalyse der europäischen Umweltagentur im Auftrag der EU-Kommission dar. Die Diagnose, bei der ein Team von Eurac Research eine tragende Rolle spielte, beschreibt die drohenden Gefahren und die Faktoren, die uns verletzlicher machen. Die EU-Kommission hat damit ein Instrument an der Hand, das aufzeigt, wo dringend gehandelt werden muss, um Schaden zu begrenzen.

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10 Januar 24


Wir sind viel temperaturempfindlicher, als uns bewusst ist

Menschen nehmen Temperaturunterschiede von weniger als einem Grad wahr, zeigt eine Studie von Eurac Research im Extremklimasimulator terraXcube.

0,92 Grad Celsius: Das ist der Unterschied in der Umgebungstemperatur, den Menschen im Durchschnitt wahrnehmen können. Laura Battistel, Doktorandin in Neurowissenschaften bei Eurac Research und CIMeC (Centro Interdipartimentale Mente/Cervello) der Universität Trient, fand es durch Experimente zur menschlichen Wahrnehmung heraus, die sie im Small Cube durchführt, einem der drei Klimasimulationsbereiche des terraXcube. Die Studie, Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen CIMeC und terraXcube, ist die erste, die die Wahrnehmung der Umgebungstemperatur bewertet; frühere Untersuchungen hatten sich auf die Empfindlichkeit einzelner Körperteile gegenüber Temperaturschwankungen konzentriert. Die Entdeckung ist Teil eines Forschungsfelds, das sich mit der Frage befasst, wie die Umwelt unsere Wahrnehmung beeinflusst, und könnte Auswirkungen auf die Heizung, Lüftung und Klimatisierung von Gebäuden haben. Die Ergebnisse der Experimente von Laura Battistel wurden soeben in der Zeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht.

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20 Dezember 23


Neu erschienen: Das Academia Magazin „Crossroads“

Das gemeinsame Magazin von Eurac Research und Freie Universität Bozen ist ab sofort erhältlich.

Das englische „Crossroads“ steht im Deutschen für mehrere Begriffe: die Kreuzung, der Knotenpunkt, der Scheideweg. Von einem visionären Blick auf das Bier als jahrtausendealtes Kultgetränk über Biosensoren aus Apfelpapier bis hin zur Landwirtschaft, die als vom Klimawandel besonders stark betroffener Sektor am Scheideweg steht – so unterschiedlich interpretieren die Beiträge der aktuellen Academia-Ausgabe Nummer 85 den Titel.

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18 Dezember 23


Integration in Südtirol: Viele Initiativen, noch zu wenig Kontinuität

Eurac Research hat im Auftrag der Koordinierungsstelle für Integration eine Studie zur Integrationspolitik in Südtirols Gemeinden durchgeführt. Die Ergebnisse wurden heute vorgestellt.

Ein Willkommensbrief für Neubürgerinnen und Neubürger, Angebote zur Lese- und Sprachförderung, Bücher in verschiedenen Sprachen in den Bibliotheken – Initiativen für ein gutes Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gibt es in den Südtiroler Gemeinden viele. Doch fehlt es noch an langfristigen Strategien, wie eine Studie von Eurac Research zur Integrationspolitik in Südtirol zeigt: In knapp zwei Dritteln der befragten Gemeinden gibt es beispielsweise kein Integrationsleitbild. Die Ergebnisse der Studie „Integration vor Ort: Perspektiven und Potentiale“ wurden heute am 18. Dezember 2023 vorgestellt.

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01 Dezember 23


Alte und neue Formen der Mehrsprachigkeit: Wie geht man damit in der Schule um?

Runder Tisch von Eurac Research mit Lehrpersonen, Schulleiterinnen, Forscherinnen und Mitarbeiterinnen von Bildungseinrichtungen

In welchem Verhältnis stehen alte und neue Formen der Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer? Welchen Herausforderungen muss sich das Südtiroler Bildungswesen stellen, wenn es alle in der Region vertretenen Sprachen fördern will – egal ob Deutsch oder Urdu? Was kann die Forschung beitragen, um die Lehrenden dabei zu unterstützen, alle Sprachen im Schulalltag einzubeziehen? Und wie sieht es mit den Lehrkräften selbst aus? Diese und weitere Fragen werden am Dienstag, 5. Dezember 2023, bei einem Runden Tisch diskutiert, der von Linguistinnen von Eurac Research organisiert wird. Ziel ist es, die persönlichen Erfahrungen von Lehrpersonen, Schulleiterinnen, Forscherinnen und Mitarbeiterinnen von Bildungseinrichtungen zusammenzubringen, um das Thema praxisnah zu behandeln.

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29 November 23


Was Rauchen mit unserer Mundflora macht

Eine große Untersuchung im Rahmen der CHRIS-Studie zeigt den Effekt des Zigarettenkonsums – und des Aufhörens

Was passiert mit der Bakteriengemeinschaft in unserem Mund, wenn wir rauchen? Und welche Wirkung hat es auf das orale Mikrobiom, wenn wir das Rauchen aufgeben? Um diese Fragen zu beantworten, hat ein Forschungsteam von Eurac Research und der Universität Michigan Speichelproben von mehr als 1600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der CHRIS-Bevölkerungsstudie analysiert – die Studie ist damit eine der weltweit größten zum Speichelmikrobiom. Sie zeigt: Wer raucht, trägt eine deutlich andere Mikrobengemeinschaft im Mund als Menschen, die nie geraucht haben. Mit zunehmendem Zigarettenkonsum verringert sich die Zahl der Bakterien, die Sauerstoff brauchen. Und wer aufhört, ist erst fünf Jahre später nicht mehr von jemandem zu unterscheiden, der nie zu rauchen begonnen hat. Die Studie ist in der Zeitschrift „Scientific Reports“ erschienen.

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27 November 23


Im prähistorischen Grab von Auer lagen ein Vater, sein Sohn und ein Säugling

Neue Details aus einer bioarchäologischen Studie von Eurac Research

Während der Bauarbeiten für die Umfahrungsstraße von Auer im Jahr 2007 stießen die Bagger unter einem Felsvorsprung auf menschliche Knochen. Die Lage und die Anordnung der Skelette ließen auf eine prähistorische Begräbnisstätte schließen. Das Landesdenkmalamt beauftragte ein Forschungsteam mit der Analyse der menschlichen Überreste, die daraufhin auf die Kupferzeit (ca. 3000-2700 v. Chr.) datiert wurden. Im heurigen Jahr konnten Forscherinnen von Eurac Research durch die Analyse der antiken DNA aus den Überresten nachweisen, dass es sich um zwei eng verwandte Männer handelte, höchstwahrscheinlich Vater und Sohn, die zusammen mit einem Säugling bestattet wurden.

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24 November 23


Digitalisierung: Wer steuert die rasante Entwicklung?

Welche Regelungen gibt es in einzelnen Staaten, wieviel Freiraum haben Regionen? Eine Tagung von Eurac Research und Friedrich Ebert-Stiftung erörtert das Thema aus rechtsvergleichender Sicht

Die Digitalisierung hat sich in kürzester Zeit mit Riesenschritten weiterentwickelt – gerade auch durch die Corona-Pandemie – und betrifft alle Bereiche unseres Lebens und Arbeitens. Doch wer regelt diesen Prozess bzw. wer sollte ihn regeln? Die EU setzt bedeutende Fördergelder frei, um die Digitalisierung voranzutreiben, einzelne Staaten haben unterschiedliche Ansätze, etwa Deutschland und Italien, und in Regionen wie Südtirol stellt sich die Frage, inwieweit bei diesem wichtigen Thema die eigenen Zuständigkeiten durch den Staat beeinflusst werden. Die öffentliche Veranstaltung „Digitale Transformation in Deutschland und Italien“ erörtert das Thema am 27. November um 14 Uhr im Forschungszentrum Eurac Research.

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06 November 23


Einwanderung in Lateinamerika und in der EU – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Eine Konferenz von Eurac Research erörtert, wie die Integration von Einwandernden in den beiden Großgebieten angegangen wird

Der Krieg in der Ukraine und die Krise in Venezuela haben Millionen von Menschen dazu gebracht, ihr Land zu verlassen und in Europa und in Lateinamerika Zuflucht zu suchen. Wie wird in den beiden Makroregionen mit dieser Situation umgegangen? Europa und Lateinamerika haben aufgrund verschiedener Faktoren wie Kolonialisierung und Auswanderung eine ähnliche Geschichte und ähnliche kulturelle Merkmale. Spiegelt sich diese Gemeinsamkeit auch in der Art und Weise wider, wie die Migrationskrise angegangen und die Integration von Einwandernden bewältigt wird? Diese Frage wird von Expertinnen und Experten internationaler Organisationen und Forschungszentren auf einer Konferenz am Donnerstag, den 9. November im Forschungszentrum Eurac Research diskutiert.

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23 Oktober 23


Fakten und Fiktion: Die sich verändernde Bergwelt in Literatur und Wissenschaft

Vom Südtiroler Geschichtsroman bis zur Dorfgeschichte im ländlichen Raum – Ein Workshop von Eurac Research erörtert die Beziehungen zwischen literarischen Texten und wissenschaftlichen Erkenntnissen im Alpenraum.

Seit 1980 gibt es schätzungsweise 64 Prozent weniger Landwirtschaftsbetriebe im Alpenraum. Das sind mehr als 350.000 Betriebe, die aufgegeben worden sind. Diese Zahlen beschreiben die zum Teil drastischen Veränderungen im ländlichen Raum. Was dies konkret für die Menschen bedeutet, welche Einzelschicksale dahinter stecken, kann von wissenschaftlichen Arbeiten nur begrenzt erfasst werden. Der Literatur hingegen steht eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten zur Verfügung, um Einblicke in die Lebens- und Gefühlswelt der Menschen zu gewähren. Welche Wechselwirkungen zwischen Literatur und Wissenschaft existieren, inwieweit zeitgenössische literarische Texte eine Quelle des Wissens sein können und welche Rolle wissenschaftliche Erkenntnisse in belletristischen Werken spielen, erkundet der Workshop „Literatur und Wissen(schaft)“, der vom 26. bis 27. Oktober im Forschungszentrum Eurac Research stattfindet.

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17 Oktober 23


Rettung unter extremen Bedingungen: Notfallmedizin-Training im terraXcube

40 Notfallmedizinerinnen und -mediziner aus der ganzen Welt erproben innovative Technologien und Verfahren im Zentrum für Extremklimasimulation von Eurac Research im NOI Techpark.

Schwerverletzte haben heute durch fortgeschrittene Technologien höhere Überlebenschancen als früher: Herz-Lungen-Maschinen (ECMO) können beispielsweise die Funktionen der geschädigten Organe außerhalb des Körpers übernehmen, starke innere Blutungen können mit dem so genannten „REBOA“-Verfahren gestoppt werden, und spezielle Intubationsverfahren haben sich als lebensrettend erwiesen. Eurac Research hat eine Gruppe von Notfallmedizinerinnen und -medizinern aus der ganzen Welt eingeladen, um solche innovativen Eingriffe auch unter schwierigen Bedingungen im Gebirge – bei Wind, Kälte und Dunkelheit – zu trainieren. Dabei kommt unter anderem die kleinste und leichteste ECMO-Maschine der Welt zum Einsatz. Die Übungen finden am 16. und 17. Oktober im terraXcube statt, dem Extremklimasimulator von Eurac Research im NOI Techpark, der verschiedenste klimatische Szenarien unter kontrollierten Bedingungen nachbilden kann.

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03 Oktober 23


Wozu Philosophie?

Eurac Research stellt die Sinnfrage und holt dazu Philosophinnen und Philosophen, Lehrpersonen und Expertinnen und Experten aus der Praxis in den NOI Techpark

Was kann Philosophie? Wer braucht sie? Und wozu? Am Freitag, 06. Oktober lädt das Center for Advanced Studies von Eurac Research in den NOI Techpark, um sich einem Thema zu widmen, das sich in den Innovationsstandort besonders gut einfügt. Die Tagung „Philosophie der Zukunft – Zukunft der Philosophie“ führt sozusagen back to basics – an den Ursprung der Wissenschaft. Von 15.00 bis 17.30 Uhr treffen sich Philosophinnen und Philosophen, Expertinnen und Experten aus der Didaktik und der angewandten Forschung, um über Sinn und Zweck der Philosophie zu diskutieren. Alle Interessierten sind eingeladen, mitzumachen.

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03 Oktober 23


Forschungsgipfel EuroGEO in Bozen: Erdbeobachtungsdaten sollen für alle zugänglich und nutzbar werden

Wichtige Einsatzbereiche sind Katastrophen- und Klimaschutz, nachhaltige Landwirtschaft und Wassermanagement

Daten zum Wetter, zum Zustand der Vegetation und Wälder, zur Schneebedeckung: Verschiedenste Daten zur Erdoberfläche, erfasst sowohl von Satelliten als auch von Bodenmessstationen, sollen in einem einzigen System zusammengeführt und zugänglich gemacht werden. Das ist das Ziel der internationalen Initiative GEO, an der sich Nationalstaaten und ihre Forschungseinrichtungen weltweit beteiligen. Vom 2. bis 4. Oktober 2023 treffen sich die Mitglieder des europäischen Ablegers EuroGEO in Bozen. Organisiert wird der Erdbeobachtungsgipfel von Eurac Research in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission (Generaldirektion Forschung und Innovation DG RTD) und dem Institut für Luftverschmutzung des italienischen nationalen Forschungsrats. Im Anschluss an die Konferenz findet vom 4.-6. Oktober ein Forschungs-Workshop des Projekts OEMC (Open-Earth-Monitor) statt, das auf den Aufbau einer Open-Source-Cyberinfrastruktur im Bereich von Umweltdaten abzielt.

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20 September 23


Von der Gesundheitskrise in die Gesellschaftskrise?

Eine Fachtagung von Eurac Research beleuchtet die Welt nach der Pandemie aus sozialwissenschaftlicher Sicht

Sind wir von der Gesundheitskrise direkt in eine Gesellschaftskrise geschlittert oder war der soziale Kit zuvor schon brüchig? Expertinnen und Experten aus Soziologie, Gesundheitswissenschaft, Medien- und Politikwissenschaft diskutieren am Dienstag, 26. September über die schwierigen Aushandlungsprozesse während und nach der Pandemie. Die Tagung im Forschungszentrum Eurac Research steht allen Interessierten offen.

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24 August 23


Frage an die Sozialpolitik: Wie zukunftsfit ist Südtirol?

Eurac Research: Die Ergebnisse mehrerer Befragungen von Interessengruppen werden am 28. August vorgestellt und diskutiert.

Der Mangel an Fachkräften, die Zusammenarbeit und Vernetzung von Organisationen und Diensten, die Stärkung des Freiwilligenwesens und individuell zugeschnittene Wohnmöglichkeiten für alle – das sind die dringendsten Themen, die eine Studie von Eurac Research aufzeigt. Diese hat über fünf nicht repräsentative Befragungen im Rahmen der Vorarbeiten zum neuen Landessozialplan anhand von rund 700 Fragebögen die wichtigsten Anliegen aller Interessengruppen vertiefend analysiert. Am 28. August um 11 Uhr werden bisherige Forschungsarbeiten des Instituts für Public Management zum Sozialwesen im Forschungszentrum Eurac Research mit Expertinnen und Experten diskutiert.

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16 August 23


Dunkle Haut, Glatze, anatolische Vorfahren: die neuesten Erkenntnisse aus Ötzis Genom

Ein Forschungsteam analysierte das Genom des Ötzi in hoher Qualität und kann nun ein genaueres Bild vom Aussehen und der genetischen Herkunft des Ötzi zeichnen.

Schon 2012 wurde Ötzis Genom entschlüsselt, als erstes Genom einer Mumie und mit wichtigen Erkenntnissen zum Erbgut prähistorischer Europäer. Die seitdem erzielten Fortschritte in der Sequenziertechnologie ermöglichten nun einem Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und von Eurac Research eine sehr viel exaktere Rekonstruktion seines Genoms. Die Ergebnisse dieser Analyse vervollständigen das Bild und korrigieren es zum Teil. Anders als in der ersten Untersuchung fand das Forschungsteam in Ötzis Erbgut keine genetischen Spuren der Steppenhirten, die beginnend vor schätzungsweise 4900 Jahren aus Osteuropa kamen; im Vergleich mit seinen europäischen Zeitgenossen ist beim Ötzi dagegen der genetische Anteil aus Anatolien eingewanderter Frühbauern ungewöhnlich hoch, was nahelegt, dass er aus einer relativ isolierten Alpenbevölkerung mit wenig Kontakt zu anderen europäischen Gruppen stammte. Zum Aussehen des Ötzi erbrachte die Studie ganz neue Erkenntnisse, die seine mittlerweile ikonenhafte Darstellung in Frage stellen: Zum Zeitpunkt seines Todes hatte er mit hoher Wahrscheinlichkeit keine dichten lange Haare mehr, sondern eine fortgeschrittene Glatze. Seine Haut war dunkler, als bisher angenommen. In den Genen zeigt sich zudem eine Veranlagung zu Diabetes und Übergewicht. Die Studie ist heute in Cell Genomics erschienen.

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