Neue Gentherapieplattform zur bedarfsgesteuerten Freisetzung therapeutischer Zytokine bei Parkinson
Akute Entzündungen sind ein grundlegender physiologischer Prozess und wichtig, um geschädigtes oder infiziertes Gewebe zu heilen. Chronische Entzündungen hingegen sind an zahlreichen Erkrankungen beteiligt und tragen – insbesondere im zentralen Nervensystem – wesentlich zu neurodegenerativen Mechanismen bei. Bei Parkinson spielt Neuroinflammation, insbesondere die Aktivierung von Mikroglia, eine Schlüsselrolle. Die anhaltende Stimulation dieser Zellen durch die Ansammlung von Alpha-Synuclein führt zu einer Überaktivierung, die sich durch oxidativen Stress und funktionelle Beeinträchtigungen äußert und somit neuronale Schäden begünstigt.
Eine wirksame neuroprotektive Strategie muss daher darauf abzielen, die Aktivität der Mikroglia zu modulieren, ohne ihre natürlichen Aufgaben in Immunabwehr und Gewebereparatur einzuschränken. Eine dauerhafte Hemmung dieser Zellen ist jedoch klinisch nicht tragfähig, da sie ihre Fähigkeit beeinträchtigen würde, Infektionen zu bekämpfen und Gewebeschäden zu reparieren.
Um diese Einschränkung zu überwinden, zielt das Projekt darauf ab, ein innovatives Gentherapiesystem zu entwickeln, das entzündungshemmende Moleküle bei Bedarf kontrolliert und gezielt freisetzen kann. Dieser Ansatz soll es ermöglichen, chronische Entzündungszustände selektiv zu reduzieren und gleichzeitig die physiologischen Funktionen der Mikroglia zu erhalten. Langfristiges Ziel ist es, neurodegenerative Prozesse zu verlangsamen und die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung zu verbessern.

- Project duration: -
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- Funding: Other National funding (National funding / Project)
- Institute: Institut für Biomedizin
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