Luftgestützte Plattformen für die Lawinensuche und -rettung
Ein rasches Eingreifen bei der Lawinenrettung ist für die erfolgreiche Bergung von Verschütteten von größter Bedeutung. Die Wahrscheinlichkeit, eine Person noch lebend zu finden, liegt in den ersten 15 Minuten nach der Verschüttung bei 90% [1]. Daher ist es wichtig, Bergsteigern und Rettungskräften wirksame Hilfsmittel bereitzustellen.
Das Projekt PARSIVAL zielt darauf ab, eine kleine und leichte (< 1 kg) Drohne zu entwickeln, die leicht in einem Rucksack transportiert werden kann. Sie wird autonom fliegen und von einem maschinellen Lernalgorithmus gesteuert werden, der auf den von optischen Sensoren und einem miniaturisierten ARTVA-Gerät (Lawinensuchgerät) gelieferten Informationen basiert. Die Drohne wird automatisch jedes verschüttete Opfer lokalisieren und eine Rettungsstation über die Entwicklung der Lage des oder der Opfer informieren. Im Falle eines fehlgeschlagenen Einsatzes aktiviert das System ein Protokoll von mehreren ausgestatteten Drohnen (optisch, thermisch, zellulär), die gleichzeitig fliegen (Schwarm).
Ziel des Projekts ist es, die Sicherheit im Gebirge zu erhöhen, indem die Zeit für die Suche nach einem Lawinenopfer verkürzt wird, und die Wirksamkeit der Rettung zu erhöhen, indem der Stress und die körperliche Anstrengung der Retter reduziert werden.
[1] Procter E, Strapazzon G, Dal Cappello T, Zweifel B, Würtele A, Renner A, Falk M, Brugger H. Burial duration, depth and air pocket explain avalanche survival patterns in Austria and Switzerland. Resuscitation. 2016.

- Project duration: -
- Project status:
- Funding: FESR (EU funding / Project)
- Website: https://www.eurac.edu/it/projects/parsival
- Institutes: terraXcube, Institut für Alpine Notfallmedizin
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