Ontological (In)security of majorities: introduction
Carlà A, Prina F
DOI: 10.1057/s41311-025-00714-9
Die Herausforderung für die EU durch Rechtspopulismus und zunehmende Fremdenfeindlichkeit erfordern eine systematische Erforschung der Ursachen und Folgen von Fremdenfeindlichkeit in all ihren Varianten. SECUREU konzentriert sich auf die Rolle der securitization (Versicherheitlichung) von ethnischer Zugehörigkeit (d.h. die Darstellung von Migranten und ethnischen Minderheiten als inhärente Sicherheitsbedrohung, die außergewöhnliche Maßnahmen erfordert), wie sie sowohl von der EU selbst als auch von ihren einzelnen Mitgliedstaaten verfolgt wird. Die Aktivitäten des Netzwerks werden die potenziellen sozialen und politischen Probleme aufzeigen, die durch den Versicherheitlichungsprozess entstehen, und das neu gewonnene Wissen an die akademischen und politischen Entscheidungsträger weitergeben.
Die Forschung von SECUREU untersucht die Versicherheitlichung von Migranten und ihre Folgen für die Fremdenfeindlichkeit im Zusammenhang mit der Flüchtlingsfrage in der EU. Darüber hinaus untersucht SECUREU die Versicherheitlichung von Migranten und ethnischen Minderheiten aus einer historischen Perspektive, indem es sich darauf konzentriert, wie sich das Framing verschiedener Minderheitengruppen im Laufe der Zeit entwickelt hat und wie ethnische Minderheiten ihre Darstellung im öffentlichen Diskurs erleben und damit umgehen. Bei der Entwicklung dieser Forschungsagenda wird SECUREU eine theoretische Integration der Bereiche Ethnizität/Migration und Versicherheitlichung fördern, die sich weitgehend unabhängig voneinander entwickelt haben.
SECUREU bringt Forscher aus beiden akademischen Bereichen zusammen, um neue Forschungsergebnisse zu generieren, Studenten und junge Forscher auszubilden, Policy Briefs zu erstellen und neue Synergien zu diesen wichtigen Themen zu schaffen. Die Projektpartner werden neue Erkenntnisse darüber gewinnen, wie, wann und warum die EU und die einzelnen Mitgliedstaaten Migranten und ethnische Minderheiten als Sicherheitsbedrohung einstufen, und neue Einblicke in den Anstieg der Fremdenfeindlichkeit in der EU gewinnen. Das Projekt sieht Forschungs-, Lehr- und Verbreitungsaktivitäten vor und wird Symposien, Workshops, Webinare, Forschungsaufenthalte und Sommerschulen organisieren.
SECUREU wird durch das EU-Programm Jean Monnet Networks | Erasmus+ finanziert.
Koordinator
Institut Barcelona d’Estudis Internacionals, Spanien
Partners
Council for European Studies (European Office), Spanien
Eurac Research, Italien
Herder Institute for Historical Research on East Central Europe Marburg, Deutschland
Koç University, Türkei
University of Amsterdam, Die Niederlande
Für weitere Informationen: Andrea Carlà – andrea.carla@eurac.edu
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Eurac Research ist ein privates Forschungszentrum mit Sitz in Bozen, Südtirol. Unsere Forscherinnen und Forscher kommen aus allen Teilen der Welt und arbeiten in vielen verschiedenen Disziplinen. Gemeinsam widmen sie sich dem, was ihr Beruf und ihre Berufung ist – Zukunft zu gestalten.

Unsere Forschung befasst sich mit den größten Herausforderungen, vor denen wir in Zukunft stehen: Menschen brauchen Gesundheit, Energie, gut funktionierende politische und soziale Systeme und ein intaktes Umfeld. Dies sind komplexe Fragen, und wir suchen nach Antworten in der Interaktion zwischen vielen verschiedenen Disziplinen. [Über uns](/de/ueber-uns-eurac-research)
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Carlà A, Prina F
DOI: 10.1057/s41311-025-00714-9
Constantin S, Carlà A
This article analyzes processes of securitization in India’s former State of Jammu and Kashmir (SJK), a disputed borderland characterized by a three-dimensional conflict: the international conflict over Jammu and Kashmir, the inter-governmental conflict between the autonomous SJK and the Indian government, and the inter-communal conflict within the SJK. Applying the concept of securitization beyond its traditional Eurocentric perspective, we explore the securitization of transborder kinship in a case study outside the Global North. We examine the perceived threats vis-à-vis the SJK and the Kashmiri Muslim in light of ontological insecurities rooted in the main Indian national narratives and show how dysfunctional diversity governance in a complex geopolitical context intersects with processes of securitization, affecting inter-communal, inter-governmental, and inter-state relations. The article shows that ontological insecurities, combined with fear of separatism and short-sighted political strategies, led Indian political elites to erode the autonomy of the SJK, and undermine its democratic political processes. This, in turn, led to an increasing dissatisfaction among various communities and, in time, to civil unrest, strong religious polarization, communal and state violence, human rights abuses, insurgency, and the rise of separatist Islamic militant groups. This vicious circle turned New Delhi’s fears into a self-fulfilling prophecy. We highlight the continuum of securitization processes and argue that the former SJK could escape the vicious circle of securitization only through a combination of self-governance, good governance, and international governance.
DOI: 10.1093/jogss/ogae034
Weitere Informationen: https://academic.oup.com/jogss/article/10/1/ogae034/7825987
Weitere Informationen: https://link.springer.com/article/10.1057/s41311-025-007 ...
Conference: Constellations and challenges of (in)security – the majorities-minorities-migration nexus. Final Symposium of the Jean-Monnet-Network “The Securitization of Migrants and Ethnic Minorities and the Rise of Xenophobia in the EU (SECUREU)” | Berlino | 21.3.2024 - 22.3.2024