Am Institut für Biomedizin entwickeln und nutzen wir hochmoderne menschliche 3D-Zellmodelle, die Struktur und Funktion menschlicher Gewebe und Organe realitätsnah nachbilden.
Dazu gehören Organoide, also miniaturisierte organähnliche Strukturen aus Stammzellen; Assembloide, die mehrere Organoide oder Zelltypen kombinieren, um die Interaktion zwischen Organen zu simulieren; biotechnologisch erzeugte menschliche Gewebe (EHT - engineered human tissues), die die Architektur echter Gewebe nachbilden; sowie mikrophysiologische Systeme – auch Organ-on-Chip genannt – bei denen mikrofluidische Geräte zentrale physiologische Funktionen eines Organs imitieren.
Diese Modelle ermöglichen es uns, zentrale Mechanismen von Gesundheit und Krankheit in einer kontrollierten Umgebung zu untersuchen und komplexe Aspekte der menschlichen Biologie abzubilden. So können wir in Echtzeit zelluläre Prozesse, Gewebeinteraktionen und genetische Einflüsse beobachten, weit über die Möglichkeiten klassischer zweidimensionaler Zellkulturen hinaus und im Einklang mit den 3R-Prinzipien (Reduzieren, Ersetzen, Verbessern) zur Vermeidung von Tierversuchen. Die fortschrittlichen 3D-Systeme finden zunehmend Anerkennung und werden von Forschungseinrichtungen, der Pharma-Industrie und Regulierungsbehörden genutzt, um neue Wirkmechanismen und biomedizinische Therapien zu entwickeln und zu prüfen. Sie erlauben zudem Hochdurchsatz-Screenings (high-throughput screening) sowie mechanistische Studien mit patientenspezifischen Zellen.
Am Institut für Biomedizin von Eurac Research verbinden wir diese Technologien mit klinischer Forschung und leisten so einen Beitrag, wissenschaftliche Erkenntnisse in Lösungen zu übersetzen, die den Prinzipien der Precision Health entsprechen.











