In Italien einzigartige Agri-Photovoltaikanlage wird in Auer in Betrieb genommen
Gestern haben wir in Auer, südlich von Bozen, eine hochmoderne Agrivoltaikanlage eingeweiht. Die Photovoltaikmodule, die in fast fünf Metern Höhe über den Apfelplantagen installiert sind, bewegen sich tagsüber mit der Position der Sonne. Das Ziel ist ehrgeizig: erneuerbare Energie zu produzieren, ohne die landwirtschaftlichen Tätigkeiten zu beeinträchtigen, sondern jeden Quadratmeter Boden durch ein integriertes Design optimal zu nutzen.
Die Anlage, die im Rahmen des europäischen Projekts Symbiosyst realisiert wurde, hat eine Spitzenleistung von etwa 70 Kilowatt, was ausreicht, um den durchschnittlichen Bedarf von etwa zwanzig Familien zu decken. Ihre Besonderheit liegt nicht nur in der Höhe der Paneele, sondern auch in der technologischen Infrastruktur, die sie begleitet: Sensoren und Instrumente sammeln Daten über Mikroklima, Sonnenstrahlung, Wind, Feuchtigkeit und Pflanzenentwicklung. Die Ergebnisse werden es ermöglichen zu bewerten, wie die teilweise Beschattung das Wachstum, die Produktivität und den Wasserbedarf der Obstbäume beeinflusst.
Das Design war ein gemeinsamer Prozess, um die landwirtschaftlichen, energetischen und ökologischen Bedürfnisse bestmöglich zu integrieren. Daran beteiligt waren die Institutionen Eurac Research, das Versuchszentrum Laimburg, der Südtiroler Bauernbund und die Unternehmen EF Solare Italia und Convert Italia/Valmont Solar.
Die Anlage ist eine von drei Demonstrationsstandorten, die im Rahmen des Projekts Symbiosyst vorgesehen sind und durch das europäische Programm Horizon Europe finanziert werden, neben Installationen in Spanien und den Niederlanden. Das Ziel ist es, replizierbare Lösungen zu finden, die landwirtschaftliche und energetische Nachhaltigkeit in verschiedenen Kontexten kombinieren.
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