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DINALPCONNECT

Grenzüberschreitende ökologische Vernetzung von Alpen und Dinarischen Bergen

Ökologische Vernetzung hilft, den negativen Auswirkungen der Lebensraumfragmentierung und des Klimawandels entgegenzuwirken. Elf Partner aus sieben Ländern werden sich für die Stärkung der transnationalen Zusammenarbeit einsetzen, um die ökologische Vernetzung im gesamten Dinarischen Gebirge, das sie mit den Alpen verbindet, zu verbessern. Die Politik der EU und der einzelnen Länder wird zusammen mit einer sozioökonomischen Perspektive der derzeitigen biodiversitätsfreundlichen Unternehmen in den Pilotregionen untersucht, um Leitlinien für ihre Entwicklung im Projektgebiet vorzubereiten. GIS-Raumdaten werden gesammelt, um das aktuelle ökologische Netzwerk und die Barrieren zu analysieren. Die Kombination von Analyseergebnissen mit Expertenwissen wird eine Strategie für ökologische Vernetzung im gesamten Dinarischen Gebirge liefern, die es mit den Alpen verbindet und die von den politischen Entscheidungsträgern angenommen werden soll. 

Das Projekt DINALPCONNECT wird sich der Herausforderung stellen, die transnationale Zusammenarbeit zu verbessern, um die Fragmentierung zu verringern und die EG für den langfristigen Erhalt der biologischen Vielfalt und die Erbringung von Ökosystemdienstleistungen zu sichern. Das Ziel des Projekts DINALPCONNECT besteht in der Erstellung einer transnationalen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsländern der Dinarischen Alpen, um die Habitatfragmentierung zu verringern und die biologische Vielfalt, die Ökosystemdienstleistungen und die ökologische Konnektivität in den Dinaren langfristige zu erhalten. 

Die Balkanhalbinsel fungierte einst als eiszeitliches Refugium und spielte eine entscheidende Rolle bei der Wiederbesiedlung Mittel- und Nordeuropas durch Pflanzen- und Tierarten und stellt nach wie vor einen Quellgenpool für Baumarten wie Buche und Schwarzerle dar.  Einige der größten gut erhaltenen Urwälder Europas befinden sich noch heute im Dinarischen Gebirge. Diese werden jedoch zunehmend durch land- und forstwirtschaftliche Aktivitäten in ihrer Größe dezimiert und fragmentiert. Der unkoordinierte Ausbau von Infrastrukturen und die Verstädterung führen zudem zu einer weiteren Fragmentierung der natürlichen Lebensräume und langfristigen Verringerung der Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme und ihrer Dienstleistungen. Daher ist ein konzeptioneller Entwicklungsplan erforderlich, der zur Aufrechterhaltung der ökologischen Konnektivität und der Umsetzung von umweltkompatiblen Infrastrukturen beiträgt. 
Die Grundlage dafür bildet eine räumliche Analyse auf makroregionaler Ebene zur Identifizierung der aktuellen vorhandenen ökologischen Korridore und der anthropogenen und natürlichen Barrieren.

Basierend auf diesen Analysen werden dann in ausgewählten grenzüberschreitenden Pilotregionen gezielt nachhaltige land- und forstwirtschaftliche Praktiken zum Schutz der Biodiversität und zur Verbesserung der ökologischen Konnektivität wichtiger Lebensräume gefördert. Aufgrund seiner vielfältigen Topographie, Klimavariationen und menschlichen Aktivitäten ist das Projektgebiet für seine außergewöhnliche und gefährdete Biodiversität bekannt. Darüber hinaus wird der Klimawandel eine große Herausforderung in Berggebieten darstellen, in denen die EG für die Verschiebung des Verbreitungsgebietes der Arten von wesentlicher Bedeutung sein wird. Daher ist ein konzeptioneller Rahmen erforderlich, der die Entwicklung koordiniert, um die EG zu erhalten und prioritäre Bereiche für die Umsetzung einer grünen Infrastruktur auf verschiedenen Regierungsebenen (makroregional und grenzüberschreitend) festzulegen. Eine DINALPCONNECT-Strategie für die EG in den Dinarischen Bergen und die Anbindung an die Alpen auf der Grundlage einer räumlichen Analyse der derzeitigen Korridore und Barrieren wird einen solchen Rahmen auf makroregionaler Ebene schaffen. Auf grenzüberschreitender Ebene Pilotregion Aktionspläne auf der Grundlage von Leitlinien für land- und forstwirtschaftliche Praktiken zum Schutz der biologischen Vielfalt werden die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der EG in ausgewählten prioritären Lebensräumen auf beiden Seiten der Staatsgrenze ermöglichen. 

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