Neue quantitative Bestimmungen des Phänotyps und der Funktion dopaminerger Neuronen durch zytometrische Biomarker und computergestützte Instrumente
Humane induzierte pluripotente Stammzellen (hiPSCs), die von Patienten mit Morbus Parkinson (PD) generiert werden, stellen valide in vitro Modelle für die Degeneration dopaminerger Neuronen dar. In diesem Projekt schlagen wir vor, solche in vitro-Systeme zu nutzen, um (a) neue Marker und Markerkombinationen für dopaminerge Neuronen zu identifizieren, (b) Zelloberflächensignaturen zu identifizieren, die mit der PD-Pathologie assoziiert sind, und (c) als Proof of Principle die identifizierten Markercodes für ein Screening zu verwenden, um niedermolekulare Verbindungen zu identifizieren, die den dopaminergen und/oder PD-Phänotyp in diesen in vitro-Systemen modulieren. Dafür wird zunächst ein systematisches Profiling von Zelloberflächenantigenen in dopaminergen neuronalen Differenzierungen von PD-Patienten mit verschiedenen Mutationen im Vergleich zu Kontrollen durchgeführt. Die sich daraus ergebenden Oberflächenexpressionsdaten werden zur Entwicklung von Durchflusszytometrie-Panels als quantitative Indikatoren für neuronale hiPSC-Differenzierungssysteme und pharmakologische Screening-Plattformen sowie für neue, funktionell relevante Marker der zellulären Interaktion und Signalübertragung verwendet. Diese Arbeit wird einen ersten, umfassenden Katalog von Oberflächenmolekülen liefern, neue Live-Zell-Marker des dopaminergen Phänotyps identifizieren, und könnte zur Identifikation von neuen molekularen Markern für die PD-Forschung und -Therapie führen. Das Projekt wird als Zusammenarbeit zwischen Eurac Research, der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg und dem Südtiroler Gesundheitsbetrieb (SABES) durchgeführt.
- Project duration: -
- Project status:
- Funding: Public institutions (Other projects /Project)
- Institute: Institut für Biomedizin
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