Mechanismen der menschlichen kotranslationalen Qualitätskontrolle und ihre Rolle in neuronalem Gewebe
Eurac Research arbeitet an Ziel 3 des NeuroQuality-Projekts mit: Die Rolle der Ribosomen-Qualitätskontrolle (RQC) bei der Neurodegeneration - In-vivo-Studie der RQC
Die vielleicht faszinierendste Frage in Bezug auf RQC beim Menschen ist, warum bestimmte Mutationen von RQC-Faktoren zu neuronalen und neurodegenerativen Störungen führen. Hier gibt es mehrere plausible Hypothesen aufgestellt werden, die auf der extremen Morphologie neuronaler Zellen, ihrem besonderen Proteom oder ihrer Anfälligkeit für Stress. So wurde beispielsweise gezeigt, dass die räumliche Begrenzung innerhalb dendritischen Stacheln und axonalen Boutons zu einer von den Monosomen (im Gegensatz zu den Polysomen), was zu einem spezifischen lokalen Proteom führt. Wir schlagen vor, dass solche neuronalen neuronalen Eigenschaften eine Herausforderung für die RQC- und Proteinabbaupfade darstellen können, was zu Proteinaggregation führen. Um diese Hypothese zu testen, werden wir das Modellsystem C. elegans verwenden dessen RQC-Komponenten evolutionär hoch konserviert sind und dessen biologische Komplexität neue Aspekte der RQC-Biologie aufdecken. Konkret werden wir die zeitliche und räumliche Verteilung von RQC-Komponenten in Neuronen im Vergleich zu anderen Geweben (Ziel 3.2.1) und die Auswirkungen von RQC-Abbaumangels auf die zelluläre Proteostase und Neurodegeneration (Ziel 3.2.2). Diese in vivo Studien sollen die Rolle von eIF5A bei der RQC aufklären und unsere Hypothese einer begrenzten RQC-Aktivität in Neuropils als Ursache der Neurodegeneration überprüfen. Darüber hinaus zielen unsere zukünftigen Pläne auch darauf ab, das neu C. elegans-Modell der RQC-Aktivität in genetischen Screens zur Suche nach neuen Regulatoren der RQC
Aktivität zu suchen (siehe Zukünftige Wege).

- Project duration: -
- Project status:
- Funding: Excellent Science (Horizon Europe / EU funding / Project)
- Institute: Institut für Biomedizin
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