Das abgelegene Seitental im Südtiroler Vinschgau gehört mit rund 650 Millimetern Niederschlag pro Jahr zu den trockensten Regionen der Alpen. Damit gilt es als ein natürlicher Vorbote kommender Veränderungen und eignet sich besonders gut, um Entwicklungen zu beobachten, die in anderen Gebirgsräumen erst in Zukunft spürbar sein werden.
Seit 2008 werden das Klima und die Ökosysteme des Matschertals wissenschaftlich erforscht, seit 2014 ist es Teil des internationalen Netzwerks für ökologische Langzeitforschung (LTER). Die neue Website macht diese jahrelange Arbeit erstmals öffentlich zugänglich. Wer die Seite besucht, kann entlang eines Höhenprofils von 1.100 bis 2.700 Metern unterschiedliche Lebensräume erkunden – von artenreichen Wiesen und Wäldern über Trockenweiden bis hin zum Gletschervorfeld.
Für jede Messstation stehen Wetterdaten in Echtzeit, verständliche Beschreibungen der Forschungsmethoden sowie zentrale Ergebnisse zur Verfügung. Gemessen werden unter anderem Lufttemperatur, Bodenfeuchte, Schneehöhe, Biodiversität und Landnutzung – vom Siedlungsraum bis in die Hochlagen. Hintergrundinformationen zur Geschichte des Forschungsstandorts und weiterführende wissenschaftliche Publikationen ergänzen die Seite.
Die dreisprachige Website richtet sich an alle, die sich für Ökologie, alpine Lebensräume und die Zukunft der Alpen interessieren.
Link zur Website „Freiluftlabor Matschertal”: https://openlab.eurac.edu/


